André Schürrle nach seinem Treffer zum 0:3 gegen Hannover 96 © Peter Steffen/dpa

Hannover 96 – VfL Wolfsburg 0:4 (0:1)

Dank dreier Tore von André Schürrle hat der VfL Wolfsburg im Niedersachsen-Derby die Abstiegssorgen von Hannover 96 weiter verstärkt. Hannover begann mit einer dichten Fünferkette in der Abwehr. Bis zur Führung stießen die Wolfsburger mit ihren Offensivbemühungen immer wieder an die Grenzen. Wenn es für Hannovers Torwart Ron-Robert Zieler gefährlich wurde, dann entweder über Standards oder Einzelaktionen, wie bei Draxlers Schuss nach 26 Minuten oder einem von Luiz Gustavo gefährlich verlängerten Dante-Kopfball nach einer Ecke (29.).

Ausgerechnet Schürrle agierte dabei meist wie ein Fremdkörper, verarbeitete zehn Minuten vor der Pause dann aber eine Vorarbeit von Draxler zur verdienten Führung. Nach der Pause entschied wieder Schürrle mit seinem Doppelschlag endgültig das Spiel. Den Schlusspunkt setzte Julian Draxler (69.). Für den Tabellenletzten Hannover scheint das 2:1 in Stuttgart am Samstag dagegen nur eine Ausnahme gewesen zu sein. Mit der zehnten Heimspielpleite in dieser Saison stellte 96 einen negativen Clubrekord auf. Vor dem Duell am Samstag beim direkten Konkurrenten Werder Bremen beträgt der Abstand zu den Nicht-Abstiegsplätzen mindestens sechs Zähler. Wolfsburg nähert sich nach dem Sieg als Achter wieder den Europa-League-Rängen an.

FC Ingolstadt – 1. FC Köln 1:1 (1:0)

Der FC Ingolstadt hat einen vorentscheidenden Schritt zum Klassenerhalt verpasst. Beim unglücklichen 1:1 (1:0) gegen den 1. FC Köln konnte er sein Punktekonto aber weiter aufbessern. Trotz großer Überlegenheit musste sich der Aufsteiger gegen die Kölner mit einem Remis begnügen, kann dem Schlussspurt in der Fußball-Bundesliga mit nun 31 Punkten allerdings relativ gelassen entgegenblicken. Die Kölner wendeten ihre dritte Niederlage in Serie gerade noch ab, warten aber schon seit sechs Partien auf einen Sieg in der Fremde.

Mit seinem dritten Tor im dritten Spiel nacheinander sorgte Stürmer Lukas Hinterseer (36. Minute) noch vor der Pause für Freude bei den Ingolstädtern. Wie aus dem Nichts bescherte Anthony Modeste (71.) mit seinem elften Saisontor den erst zum Schluss aufdrehenden Kölnern einen äußerst glücklichen Punktgewinn.

FC Ingolstadt präsentierte sich knapp 70 Minuten lang wesentlich stärker, entschlossener und abschlussfreudiger. Den ohne Nationalspieler Jonas Hector angetretenen Gästen fiel im Offensivspiel lange nichts ein. Das Umschaltspiel blieb auch wegen gleich vier Innenverteidigern in der Startelf holprig, erst nach Modestes Treffer gestaltete Köln die Partie ausgeglichen.