Bayern München – Benfica Lissabon 1:0 (1:0)

Der FC Bayern darf nach einem Arbeitssieg gegen Benfica Lissabon auf den erneuten Einzug ins Halbfinale der Champions League hoffen. Der deutsche Fußball-Rekordmeister besiegte den Außenseiter aus Portugal unerwartet mühsam mit 1:0 (1:0) und verschaffte sich damit eine gute Ausgangsposition für das Viertelfinal-Rückspiel in einer Woche. Arturo Vidal sorgte im Viertelfinal-Hinspiel gegen Portugals Fußball-Meister schon in der zweiten Minute für den glanzlosen 1:0-(1:0)-Erfolg des deutschen Meisters.

Die Bayern konnten immerhin ein zentrales Ziel erreichen: einen Sieg ohne Gegentor. Beim Rückspiel könnte den Münchnern zugutekommen, dass Benficas Torjäger Jonas wegen einer Gelb-Sperre nicht mitspielen darf.  

Angeführt vom Torschützen Vidal hätten die Münchner in einer starken Anfangsphase ihre Führung ausbauen können, den Gästen mangelte es jedoch an Zielstrebigkeit. Thomas Müller hatte in dieser Phase die beste Chance, scheiterte aber mit einer Direktabnahme nach Flanke von Thiago an Benfica-Torwart Ederson (20.).

Danach hatte Lissabon den Schock des frühen Gegentors verarbeitet und befreite sich immer mehr aus der Umklammerung der Bayern. Nun tauchte der portugiesische Meister häufiger vor dem Tor von Manuel Neuer auf, in der Nachspielzeit der ersten Hälfte blockte Vidal gerade noch einen Schuss von Kapitän Nicolás Gaitán. 

Es war zu spüren, dass Guardiolas Maßgabe, kein Gegentor zu kassieren, die Gastgeber in der Offensive bremste. Und so ging es auch nach der Pause ohne klare Offensive weiter. Stattdessen hätte Jonas Gonçalves beinahe ausgeglichen, brachte den Ball aber nicht an Neuer vorbei (57.).

In der Schlussphase drängten die Münchner noch einmal auf den zweiten Treffer. Die eingewechselten Götze und Kingsley Coman sollten noch mal Druck nach vorne bringen. Doch Ribéry und Robert Lewandowski vergaben eine bessere Ausgangslage. So fiel der elfte Bayern-Heimsieg in der Champions League in Serie unerwartet knapp aus.

FC Barcelona – Atlético Madrid 2:1 (0:1)

Titelverteidiger FC Barcelona hat sich eine ordentliche Ausgangsposition für den Einzug ins Halbfinale der Champions League verschafft. Die Mannschaft um Weltfußballer Lionel Messi gewann im Viertelfinal-Hinspiel gegen den spanischen Konkurrenten Atlético Madrid mit 2:1 (0:1). Damit reicht den Katalanen im Rückspiel am kommenden Mittwoch ein Unentschieden fürs Weiterkommen.

Zur tragischen Figur bei den Gästen avancierte ausgerechnet Torres. Der Angreifer erzielte den überraschenden Führungstreffer und sah dann nach 35 Minuten wegen wiederholten Foulspiels die Gelb-Rote Karte. Zunächst foulte er Neymar (29.), nur sechs Minuten später stieg er gegen Sergio Busquets überhastet und ungeschickt ein und wurde des Platzes verwiesen.

Barcelona war nach der Niederlage gegen Real Madrid vergangene Woche in der spanischen Liga von Beginn an motiviert. Weltfußballer Lionel Messi verfehlte jedoch gleich zwei Mal das Tor: bei einem ersten Schussversuch (5.) und einer Direktabnahme (13.). Auch sein brasilianischer Angriffskollege Neymar verpasste mit einem Kopfball nach Flanke von Dani Alves knapp den Führungstreffer (19.).

Völlig überraschend fiel dann der erste Treffer der Partie auf der Gegenseite. Einen Pass von Koke nahm Torres im Strafraum mit und überwand Torwart Marc-André ter Stegen mit einem Schuss durch die Beine. Schon in den ersten 45 Minuten hatte Barça mehr vom Spiel, konnte sich in der Offensive aber nicht durchsetzen.

Nach dem Wechsel übernahm die Auswahl von Trainer Luis Enrique mehr und mehr die Initiative. Suárez (63./74.) drehte das Spiel schließlich mit seinen beiden Treffern zugunsten des spanischen Meisters.