Benfica Lissabon – FC Bayern München 2:2 (1:1)

Der FC Bayern München hat zum zehnten Mal und zum fünften Mal in Serie das Halbfinale der Champions League erreicht. Die Münchner setzten sich im Viertelfinale letztlich souverän gegen Benfica Lissabon durch. Acht Tage nach dem 1:0-Sieg im Hinspiel reichte den Münchnern im Rückspiel ein 2:2 (1:1).

Vor 65.000 Zuschauern im Estádio da Luz brachte der Mexikaner Raúl Jiménez die Portugiesen in der 27. Minute in Führung. Arturo Vidal gelang in der 38. Minute dann der Ausgleich für die Bayern. Der Chilene hatte schon im Hinspiel das Siegtor geschossen. Die endgültige Entscheidung gelang Thomas Müller in der 52. Minute, bevor der Brasilianer Talisca noch den Ausgleich für Benfica Lissabon in der 76. Minute erzielen konnte. 

Zunächst waren die Bayern auf Kontrolle bedacht. Die Münchner blieben wie gewohnt variabel, erspielten sich gegen die heimstarken und taktisch disziplinierten Gastgeber bei mehr Ballbesitz auch Vorteile. Doch zunächst sprangen dabei keine Chancen heraus.

Für Benfica Lissabon zahlte sich die Geduld in der spannungsarmen Anfangsphase der Partie hingegen schon bei der ersten echten Torchance aus, als Raúl Jiménez eine Flanke von Eliseu per Kopf zur Führung verwandelte. Bayern-Keeper Manuel Neuer zögerte beim Herauslaufen, das Gegentor ging damit auch auf seine Kappe.

Wenig später wackelte die Bayern-Abwehr erneut und der Mexikaner Jiménez hätte um ein Haar nachgelegt (30.). Arturo Vidals Treffer für die Bayern fiel dann aus dem Nichts: Nach einem Fehler von Benfica-Torhüter Ederson schoss er den Ball aus 17 Metern ins Netz.

Trainer Pep Guardiola hatte seinen Top-Torjäger Robert Lewandowski zu Beginn auf der Bank gelassen. Philipp Lahm bestritt sein 103. Spiel in der Champions League. Damit hat der Kapitän des deutschen Rekordmeisters die Bestmarke von Oliver Kahn eingestellt.

Im Halbfinale treffen die Münchner auf Manchester City, Real Madrid oder Atlético Madrid. Die Runde der letzten vier wird am Freitag in Nyon ausgelost.

Atlético Madrid – FC Barcelona 2:0 (1:0)

Atlético Madrid hat im Viertelfinale der Champions League für die große Überraschung gesorgt und Titelverteidiger Barcelona ausgeschaltet. Acht Tage nach der 1:2-Niederlage in Barcelona gewannen die Madrilenen das Rückspiel mit 2:0 (1:0) und schafften damit den Sprung ins Halbfinale. Der Franzose Antoine Griezmann erzielte vor 54.000 Zuschauern im Stadion Vicente Calderón beide Tore: in der 36. Minute per Kopf und in der 88. Minute nach einem Handelfmeter.  

Wie schon 2014 scheiterte Barcelona damit im Viertelfinale an Atlético. Vor zwei Jahren gab es nach einem 1:1 in Barcelona einen 1:0-Sieg in Madrid. Hatte Barcelona die ersten drei Duelle in dieser Spielzeit gegen das Team von Trainer Diego Simeone noch gewinnen können, gab es diesmal ein böses Erwachen für Barça um Superstar Lionel Messi.

In der Anfangsphase lebte das Spiel vor allem vom Kampf. Sogar der Argentinier Messi leistete Abwehrarbeit. In der 36. Minute war dann Barcelonas Torhüter ter Stegen erstmals chancenlos, als Griezmann mit einem platzierten Kopfball traf. Danach standen die Gäste unter Druck.

Auch nach dem Wiederanpfiff war bei Barcelona von der Souveränität der Vergangenheit nicht viel zu spüren. Vom Sturm-Trio Messi, Suárez und Neymar war wenig zu sehen. Die Entscheidung fiel dann nach einem Konter über Filipe Luís. Barça-Kapitän Andrés Iniesta griff im Strafraum mit der Hand zu und Griezmann verwandelte den fälligen Strafstoß. Im Gegenzug wurde Barcelona jedoch ein klarer Handelfmeter verweigert. Schiedsrichter Nicola Rizzoli aus Italien entschied stattdessen auf Freistoß. Messi schoss den Ball über das Tor – danach war Barcelonas Schicksal besiegelt.