Wer spielte wie gegen wen?

Bayer Leverkusen – VfL Wolfsburg 3:0 (1:0)
FC Bayern München – Eintracht Frankfurt 1:0 (1:0)
Hannover 96 – Hamburger SV 0:3 (0:0)
FSV Mainz 05 – FC Augsburg 4:2 (2:2)
FC Ingolstadt – FC Schalke 04 3:0 (2:0)
SV Darmstadt 98 – VfB Stuttgart 2:2 (1:2)
Borussia Dortmund – Werder Bremen 3:2 (0:0)
Borussia Mönchengladbach – Hertha BSC 5:0 (1:0)
TSG Hoffenheim – 1. FC Köln 

Welches Spiel durften Sie auf keinen Fall verpassen?

Noch am Freitag schreiben die Kollegen an dieser Stelle, dass Hannover gegen den HSV das Spiel sei, was Sie in der Einzelauswahl bei Sky übergehen dürften. Zugegeben: Spiele mit Hannoveraner Beteiligung versprachen zuletzt nicht die allergrößte Spannung, der Verlierer stand sehr schnell fest. Nun müssen wir uns korrigieren: Immerhin durfte man zum vorerst letzten Mal Thomas Schaaf beobachten, wie er eine Niederlage begrummelte. Noch am Donnerstag malte er mit Sätzen wie "Ich bin schwer enttäuscht von meiner Mannschaft" und "Was haben wir nicht alles probiert" Zielscheiben auch auf seine Spieler, nun schoss Hannovers Martin Kind den als Retter geholten Schaaf ab. 14 Punkte hatte Michael Frontzeck in der Vorrunde geholt, Schaaf sollte das mindestens verdoppeln. Es wurden neun Niederlagen in zehn Spielern, zu Hause sahen die Fans in der Zeit ein mickriges Tor. Der Absturz von Hannover sorgt aber auch für eine beruhigende Erkenntnis: Keine Angst vor Investoren. Martin Kind, der 96-Präsident, darf seinen Verein dank seiner Millionen bald übernehmen. Weil er es schaffte, konsequent falsche Entscheidungen zu treffen, wird das aber wohl nur in Liga Zwei geschehen. Niemand muss also die Millionäre fürchten, solange sie nur so mittel Ahnung vom Fußball haben.


Welches Spiel konnten Sie mit gutem Gewissen verpassen?

Ingolstadt gegen Schalke. Wegen der Langeweile wie bei einer Schicht am Werksfließband. Ingolstadt zeigte bei seinem 3:0-Sieg mit stoischer Ruhe und der Präzision eines Audischlossers, wie man besonnen und erfolgreich in der Bundesliga arbeitet. Also genau das macht, was sich Schalke jedes Jahr vornimmt und jedes Jahr wieder vergisst. Nun sind Trainer André Breitenreiter und Manager Horst Heldt in einen Wettstreit getreten, wer die eigene Mannschaft übler beleidigen kann: Breitenreiter legte mit "Kindergarten"-Truppe vor, Heldt zog mit "Das ist Dreck" nach. Dass der Manager Heldt durch Christian Heidel ersetzt wird, steht schon fest, vielleicht darf aber auch Breitenreiter am Ende bei diesem Wettbewerb noch nachziehen. Nächste Woche ist das Ruhrpott-Derby gegen den BVB, danach geht es gegen die Bayern und Leverkusen. Und Schalke ist derzeit nur noch siebter. Europa ist auch im Ruhrpott gefährdet.

Wer stand im Blickpunkt?

Jürgen Klopp. Der Hype um ihn und seine Rückkehr nach Dortmund nervt jetzt schon. Alle machen mit. Vom Lagerfeuer der Bundesliga, dem Doppelpass, sendete Sport1 eine Sondersendung zum anstehenden Europa-League-Duell Liverpool gegen Dortmund, ein Liverpool-Schal baumelte in einer der Palmen. Ob es in England auch auf das Duell vorbereitende Fußball-Talkshows gibt, die Sauerkraut köcheln? Die Uefa schreibt vom "The you’ll never walk alone derby", täglich gibt es neue Geschichten vom Normal One, von alter und echter Liebe. Am Ende werden sich die meisten am Donnerstagabend wundern, dass sie nur ein Fußballspiel gesehen haben und keinen schnulzigen Liebesfilm. Einen Vorgeschmack auf ein vibrierendes Flutlichtspiel zeigte der BVB indes beim 3:2-Sieg gegen Bremen. Der Sieg brachte dem BVB jedenfalls den ersten Titel ein: Wegen der vielen Punkte, die sie dieses Jahr sammeln, sind die Borussen jetzt schon Vizemeister. Mindestens. Glückwunsch.