Usain Bolt hat zum dritten Mal die olympische Goldmedaille über 100 Meter gewonnen. Die Strecke lief der Jamaikaner in Rio in 9,81 Sekunden. Nach den Siegen von Peking und London ist Bolt damit auch in Rio de Janeiro der schnellste Mann der Welt. Silber ging mit einer Zeit von 9,89 Sekunden an den Amerikaner Justin Gatlin, Dritter wurde der Kanadier Andre de Grasse mit 9,91 Sekunden.

Mit seinem Sieg hat Bolt Geschichte geschrieben. Er ist nun der erste Athlet, der das dritte Olympia-Gold über 100 Meter gewonnen hat. Mit 29 Jahren und 359 Tagen ist Bolt nach dem Briten Linford Christie zudem der zweitälteste Goldmedaillengewinner über die 100 Meter. Sein Dauerrivale und Silbermedaillengewinner Justin Gatlin ist 34 Jahre alt.

Als nächstes will Bolt auch über 200 Meter sowie 4 x 100 Meter siegen. Bereits bei den Olympischen Spielen in Peking 2008 und London 2012 hatte er jeweils alle drei Disziplinen gewonnen. Dabei war das Jahr bisher nicht gut für ihn gelaufen. Der elfmalige Weltmeister musste im Juli wegen einer Oberschenkelverletzung pausieren.

Weltrekord über 400 Meter

Kurz vor dem 100 Meter Finale entschied der Südafrikaner Wayde van Niekerk das 400 Meter Finale der Männer in einer Weltrekordzeit von 43,03 Sekunden für sich und gewann Gold. Er knackte den 17 Jahre alten Weltrekord von US-Athlet Michael Johnson, der bei 43,18 Sekunden lag. 

Silber ging an Kirani James aus Grenada, den Goldmedaillengewinner von London 2012, mit 43,76 Sekunden. Dritter wurde der Amerikaner LaShawn Merritt in 43,85 Sekunden. Dem 30-Jährigen blieb damit ein zweiter Triumph nach 2008 in Peking verwehrt. Der Weltmeister von 2009 und 2013 und früherer Dopingsünder war als Weltjahresbester angereist, hatte aber keine Chance gegen van Niekerk und Kirani.