Wer spielt wann gegen wen?

Borussia Dortmund – SC Freiburg (Freitag, 20.30 Uhr)
Hamburger SV – FC Bayern München
Borussia Mönchengladbach – FC Ingolstadt
FSV Mainz 05 – Bayer Leverkusen
Eintracht Frankfurt – Hertha BSC
FC Augsburg – SV Darmstadt 98 (alle Samstag, 15.30)
Werder Bremen – VfL Wolfsburg (Samstag, 18.30)
TSG Hoffenheim – FC Schalke 04 (Sonntag, 15.30)
1. FC Köln – RB Leipzig (Sonntag, 17.30)

Welches Spiel dürfen Sie auf keinen Fall verpassen?

Dortmund gegen Freiburg. Die Borussia ist dieses Jahr sehenswert und eigenartig zugleich. Es fällt ihr schwer, das Spiel zu machen, den Gegner zu dominieren. Aber sie hat einen ganzen Wurf Welpen, aus dem jederzeit einer einen bis drei Abwehrspieler aus der Bundesliga nass machen oder ihnen davonlaufen kann. Dembelé, Guerreiro, Pulisic, Aubameyang, Mor, Götzeschürrlereus und wie sie alle heißen. Das 5:1 in Wolfsburg war paradox: so verdient wie glückhaft. Verdient, weil der BVB immer auf ein Tor aus war. Glückhaft, weil Wolfsburg zwischenzeitlich die bessere Spielanlage an den Tag legte und mehr Chancen hatte. Der Sieg konnte den BVB-Fans sowohl Sorgen, als auch Beruhigung bereiten. Ihr Team kann stets den Faden verlieren und dennoch jederzeit zuschlagen. Instabilität und Unberechenbarkeit sind die Markenzeichen des Bayernkonkurrenten. Daran wird sich in dieser Saison wohl nichts ändern. Mal sehen, was die hierarchielose internationale U21 von Thomas Tuchel an diesem Freitag auf den Rasen wuselt. Mal sehen, wen er überhaupt aufstellt.

Welches Spiel können Sie mit gutem Gewissen verpassen?

Die zwei am Sonntag. Der gehört eh Papi oder, noch besser, den Amateuren oder den Frauen, siehe unten. Um 15.30 Uhr treffen zwei sieglose Teams aufeinander, Hoffenheim und Schalke. "Die Flitterwochen sind vorbei", schreibt der Kicker über den enttäuschenden Einstand von Markus Weinzierl beim FC Schalke. Nun sind sie im Ehejoch gefangen. Und Julian Nagelsmann wird mit dem HSV in Verbindung gebracht, so tief ist sein Marktwert offenbar gesunken. Abends spielt Köln gegen die Leipziger, die sich als Aufsteiger Stildebatten ob ihres nervös wirkenden Fußballs erwehren müssen. Dass beide Mannschaften so weit oben in der Tabelle stehen, mag man schön finden (im Falle Kölns vielleicht noch ein wenig schöner). Doch irgendwie hat man, obwohl erst der 5. Spieltag ansteht, den Eindruck, dass das gegen das Niveau der Liga spricht. Am Sonntag ist die letzte Folge von Zimmer frei! auf jeden Fall die bessere Wahl.


Wer steht im Blickpunkt?

Bruno Labbadia. Der ehemalige Retter des HSV ist Hamburger des Jahres in der Kategorie "Sport". Einen Preis bekamen unter anderem auch der ehemalige Bürgermeister Klaus von Dohnanyi und Alexander Otto, der, so hieß es in der Laudatio, "dafür gekämpft hat, die Olympische Idee in Hamburg Wirklichkeit werden zu lassen". Mit dem gut verstärkten HSV hat Labbadia erst einen Punkt geholt. Nun liest man in Zeitungen die Namen seiner möglichen Nachfolger: Nagelsmann, Gisdol, Breitenreiter, Villas-Boas. Die Geier kreisen nicht mehr, sie sind bereits gelandet. Diese Woche waren so viele Reporter wie lange nicht auf der Pressekonferenz des HSV. Das Spiel gegen Bayern ist wohl sein letzter Strohhalm. Sowas hält man in Hamburg wohl für eine faire Chance. Man muss Labbadia nicht gegen jede Kritik in Schutz nehmen. Warum lässt er das kroatische Talent Alen Halilovic auf der Bank schmoren und setzt auf Aaron Hunt? Wieso schwört er einmal auf Lasogga und wirft ihn kurz darauf aus dem Kader? Doch man fragt sich, wer in Hamburg eigentlich entscheidet. Didi Beiersdorfer stand mal für Kontinuität. Doch inzwischen verbindet man mit ihm Hire and Fire. Womöglich auch, weil ihm der Investor Klaus-Michael Kühne reinredet. Der wiederum soll zwei offene Ohren für die Ratschläge des rheinländischen Duos Reiner Calmund und Volker Struth haben. Am HSV kann man nach Meinung von Insidern schon mal beobachten, was passiert, wenn die 50+1-Regel fällt und die Vereine nicht mehr das Sagen haben.