Wer spielte wie gegen wen?

1. FC Köln – SC Freiburg 3:0
FC Bayern – FC Ingolstadt 3:1
Borussia Dortmund – SV Darmstadt 98 6:0
Hamburger SV – RB Leipzig 0:4
TSG Hoffenheim – VfL Wolfsburg 0:0
Eintracht Frankfurt – Bayer Leverkusen 3:1
Borussia M'gladbach – Werder Bremen 4:1
FC Augsburg – FSV Mainz 05 1:3
Hertha BSC – Schalke 04 2:0

Welches Spiel durften Sie auf keinen Fall verpassen?

Hoffenheim gegen Wolfsburg. Kein Witz, das Duell Privatretorte gegen Unternehmensretorte war am Samstagnachmittag ein leckerer Kaffeesnack, obwohl das Spiel mit einem mageren 0:0 endete. Beide Mannschaften trieben sich trotz der fehlenden Tore wild hin und her, es verging kaum eine Minute ohne eine Torchance. Wolfsburg schmatzte gleich mehrmals am Gebäck. Mario Gómez und Julian Draxler deuteten an, dass ausgerechnet in der langweiligsten Fußballgroßstadt das spannendste deutsche Traumduo heranwachsen könnte. Kurios: Gómez zeigte sich zweikampfstark, war für die Hoffenheimer Verteidiger zu flink und glitschig wie ein Aal. Nur vor dem Tor, seiner eigentlichen Stärke, wurde der Nationalstürmer zum häufig geschmähten 40-Tonner und vergab einige Möglichkeiten. Bei Hoffenheim geht der Trend des Spaßmachens weiter. Drei Spiele, dreimal Remis, dreimal teils famose Unterhaltung. Hoffenheim ist der Blockbusterclub der Bundesliga.

Welches Spiel konnten Sie mit gutem Gewissen verpassen?

Die Auswahl fiel nicht leicht. Jedes Spiel am Samstagnachmittag hatte seinen Unterhaltungswert. Sogar Dortmunds 6:0 gegen Darmstadt war interessant, weil die Borussen ihr großes Bouquet  an Toptalenten wie erlesene Zuchtkälber vorführten. Die Wahl fällt auf Bayern gegen Ingolstadt, das Weißbierderby, obwohl die Bayern fast strauchelten und auch ohne Mats Hummels Abwehrprobleme offenbarten. Fast hätten sie, ei der Daus!, Punkte verloren. Ingolstadt führte kurzzeitig, hatte fast genauso viele Chancen wie die Bayern. Ihr Stürmer Mathew Leckie hätte alle Bayernschmäher mit einem Leckerli in den Sonntag verabschieden können. Nur scheiterte der Australier mehrmals an Manuel Neuer. Trotz des Unterhaltungswerts frustrierte das Spiel am Ende. Weil er wieder da ist, der Bayerndusel. In den vergangenen Jahren haben die Bayern ihn nicht gebraucht, zu überlegen waren sie. In diesem Jahr, in dem die Münchner schlagbarer wirken, könnte er wieder wichtiger werden und ärgerlicher für die Konkurrenz. Kurz vor Schluss hätte Ingolstadt einen Elfmeter bekommen müssen, Thiago hatte Leckie gefoult. Es wäre wohl das 2:2 gewesen. Doch der Schiedsrichter pfiff – mal wieder – nicht. Alles wie immer. Schon gegen Schalke hatten die Bayern Elfmeterglück als es noch 0:0 stand. Am Ende hieß es 3:1 für den Rekordmeister, bei dem Xabi Alonso erneut traumhaft traf.

Wer stand im Blickpunkt?

Der SV Werder Bremen. Der bekam richtig auf die Mütze, 4:1 in Gladbach. Dabei hatte der mittlerweile Ex-Trainer Viktor Skripnik mit Jaroslav Drobný einen Bundesligatorhüter aufgestellt. Am Ende half auch das nichts, Skripnik wurde beurlaubt. Für Bremen folgt auf eine Krisensaison eine Krisensaison. Pikant: Im Sommer feuerte der Verein mit Thomas Eichin seinen Sportdirektor, weil der Skripnik entlassen wollte. Die Fans wüteten schon damals, weil sie die Rückendeckung für Skripnik als Proporz unter ehemaligen Bremern verstanden. Wer der neue Coach wird, ist völlig offen. Manche Bremer sollen angeblich schon die Rückkehr der Könige Thomas Schaaf oder Otto Rehhagel befürchten. Wahrscheinlich macht es nun der Busfahrer, externe Kandidaten scheinen in Bremen einfach keine guten Chancen zu haben. Andere Bremer sangen nach der Gladbach-Haue lieber, als nachzudenken.