Die Weltspiele der Behindertensportler in Rio de Janeiro sind beendet. Vier Wochen nach dem Ende der Olympischen Spiele erlosch am Sonntag um 22.21 Uhr im voll besetzten Maracanã-Stadion auch die Flamme der Paralympics. Sir Philip Craven, Präsident des Internationalen Paralympischen Komitees (IPC), sprach in seiner Rede bei strömendem Regen von "exzellenten Spielen".

Während der Schlussfeier gab es eine Gedenkminute für den am Samstag nach einem Radunfall gestorbenen Iraner Bahman Golbarnezhad. Der iranische Radfahrer hatte bei einem Sturz schwere Kopfverletzungen erlitten und war kurz nach der Ankunft im Krankenhaus verstorben. Es war der erste Todesfall in der Geschichte der Paralympics.

Rollstuhl-Basketballerin Annika Zeyen trug am Abend für die deutsche Mannschaft die Fahne ins Stadion. Das Team des Deutschen Behindertensportverbandes (DBS) gewann in Rio 18 Mal Gold, 25 Mal Silber und 14 Mal Silber und belegte damit Rang sechs der Nationenwertung. Auf dem ersten Platz landete erneut China (107/81/51) vor Großbritannien (64/39/44) und der Ukraine (41/37/39). Insgesamt gewannen 76 der 160 Mannschaften Medaillen, 209 Weltrekorde wurden aufgestellt.

Rios Bürgermeister Eduardo Paes übergab die Paralympics-Fahne an Tokios Gouverneurin Yuriko Koike. In Japans Hauptstadt finden 2020 nach den Olympischen Spielen die 16. Paralympics vom 25. August bis zum 6. September statt.