Wer spielte wie gegen wen?

Borussia Dortmund – Hertha BSC 1:1 (0:0)
Borussia Mönchengladbach – Hamburger SV 0:0
1. FC Köln – FC Ingolstadt 2:1 (2:0)
FC Augsburg – FC Schalke 04 1:1 (0:0)
TSG Hoffenheim – SC Freiburg 2:1 (1:0)
Eintracht Frankfurt – FC Bayern München 2:2 (1:1)
Werder Bremen – Bayer Leverkusen 2:1 (1:1)
FSV Mainz 05 – SV Darmstadt 98 2:1 (1:0)
VfL Wolfsburg – RB Leipzig 0:1 (0:0)

Welches Spiel durften Sie auf keinen Fall verpassen?

Frankfurt gegen Bayern. Es schien das schlimmste aller Bayern-Spiele zu werden. Das sind die, in dem sie Fehler machen, schlecht spielen und trotzdem drei Punkte mitnehmen. Vor dem Anpfiff in Frankfurt hatte Hermann Gerland in Matthias-Sammer-Manier todernst vor der Stärke der Eintracht gewarnt – mit dem Argument, dass Hoeneß und Beckenbauer dort oft verloren hätten. Als die noch Fußball spielten, statt ihn ehrenamtlich zu fördern. In der Gegenwart stocherte Robben den Ball schon nach zehn Minuten ins Tor, eine Stunde später flog Szabolcs Huszti, der Schütze des zwischenzeitlichen Ausgleichs, vom Platz – für die zarteste Antäuschung einer Kopfnuss, seit es Nussschokolade gibt. Und zwar zum berühmten psychologisch ungünstigen Zeitpunkt, nämlich nach erneuter Bayern-Führung. Doch dann geschah das Wunder: Lukáš Hrádecký, in der WM-Quali für Finnland gleich mit mehreren Patzern auffällig geworden, zeigte mehr Paraden, als sein Name Akzente hat und ließ sich nicht noch einmal bezwingen. Stattdessen glichen die zehn Frankfurter aus. Ancelotti polterte ob des schwachen Niveaus, einiges müsse sich ändern, und zwar pronto, Rummenigge lief zornesrot an wie Jupp "Osram" Heynckes. Die Hessen feierten derweil den 45. Geburtstag von Coach Niko Kovač und ihren Punkt, ganz nach dem Motto: "Ich muss von eurem Kuchen nix abha'm / bei mir läuft's ziemlich gut aus'm Zapfhahn, ich will nur meinen Spaß ha'm." 


Welches Spiel konnten Sie mit gutem Gewissen verpassen?

Mönchengladbach gegen Hamburg. Zum Ausbau von Gladbachs Heimsiegserie schienen sie gerade recht zu kommen, die Mannen Markus Gisdols, des Gegelten, ihres Zeichens Inhaber einer Tordifferenz von 2:12 und eines mobilen Rotlichts zur Erinnerung an St. Pauli. Vielleicht geschockt vom "Shock Pink" der HSV-Trikots gelang der Elf vom Niederrhein stattdessen – nichts. Zwei Elfmeter hin, mehr als eine Stunde in Überzahl her. Die unglücklichste Figur beim 0:0 machte Kapitän Lars Stindl. Erst kassierte er Dunkelgelb für einen Schubser mit mächtig Anlauf, dann setzte er seinen Strafstoß an die Latte. Dass auch seine Mitspieler Alu trafen, überraschte ihn dann zur Krönung so, dass er einen Abpraller neben das leere Tor setzte.

Wer stand im Blickpunkt?

Anthony Modeste, der Kaiser von Köln, der nur knapp an einem Hattrick vorbeischrammte und nun die Torjägerliste anführt. Nach saisonübergreifend zwölf (!) niederlagenfreien Spielen in Serie schmeißt der Effzeh nun Kamelle von Platz zwei. Aber da war noch jemand: Caglar Söyüncü, 20, kam in der Sommerpause vom Zweitligaclub der Viermillionenstadt Izmir ins beschauliche Freiburg, ohne ein Wort Englisch oder Deutsch zu sprechen. In seinem ersten badischen Derby gab er mit einem verheerenden Rückpass die Steilvorlage zu Hoffenheims 1:0. Vom großen Pädagogen Christian Streich natürlich auf dem Platz gelassen, trug er in der Schlussphase per Traumvorlage maßgeblich zum Ausgleich bei, nur um drei Minuten später übereifrig einen Foulelfmeter zu verursachen, den Hoffenheims Kramarić zum Endstand verwandelte. Per Panenka. Life's not fair.