Wer spielt wann gegen wen?

Borussia Dortmund – Hertha BSC (Freitag, 20.30 Uhr)
Borussia M'gladbach – Hamburger SV (Samstag, 15.30 Uhr)
1. FC Köln – FC Ingolstadt
FC Augsburg – FC Schalke 04
TSG Hoffenheim – SC Freiburg
Eintracht Frankfurt – FC Bayern
Werder Bremen – Bayer Leverkusen (Samstag, 18.30 Uhr)
FSV Mainz 05 – SV Darmstadt 98 (Sonntag, 15.30 Uhr)
VfL Wolfsburg – RB Leipzig (Sonntag, 17.30 Uhr)

Welches Spiel dürfen Sie auf keinen Fall verpassen?

WM-Qualifikationsspiele, wie sie in den vergangenen Tagen zuhauf stattfanden, können eine schöne Sache sein. Wenn San Marino ein Tor schießt, was eher selten passiert. Oder Holland verliert, was mittlerweile eher häufig passiert. Einige Bundesligatrainer aber mögen WM-Qualifikationsspiele gar nicht. Thomas Tuchel vom BVB zum Beispiel. Sokratis, Guerreiro, Piszczek und Dembélé – gleich vier Dortmunder kehren malad von ihren vaterländischen Pflichten zurück. Dabei geht es am Freitag gegen die Hertha, die nicht nur Tabellenzweiter ist, sondern auch – völlig untypisch für Berlin – eine große Klappe hat. Ihr Trainer Pál Dárdai stänkerte ein wenig gegen Tuchel. "Grenzwertig", seien die Klagen des Dortmund-Trainers nach dem Spiel gegen Leverkusen, bei denen der sich darüber beschwert hatte, dass die Gegner seinen Spielern besonders häufig auf die Füße treten und die Schienbeine klopfen. Dardai sieht durchs Tuchels Wortmeldung die Schiedsrichter beeinflusst. Und hat auch einen herrlich gestrigen Spruch dazu parat. "Ich beschwere mich nicht wie Herr Tuchel, das ist Männersport", sagte Pál Dárdai, der Trainer des Clubs mit dem Frauennamen.


Welches Spiel können Sie mit gutem Gewissen verpassen?

Wenn sie zu den härteren Frankfurtfans gehören, verpassen sie wahrscheinlich das Spiel gegen den FC Bayern. Der DFB hat nämlich den Fanblock hinter dem Tor gesperrt, 2.000 Eintrachtfans müssen draußen bleiben. Im Pokalspiel gegen Ingolstadt am 25. Oktober auch. Der Grund: Beim Auftritt der Eintracht in Magdeburg schossen einige Frankfurter Fans Feuerwerksraketen in die Nachbarblöcke. Das ist natürlich an Idiotie kaum zu überbieten, in die gleiche Kategorie aber gehört eine Kollektivstrafe. Dass alle für die Verfehlungen weniger büßen müssen, kennt man ja so nur aus Nordkorea. Und eben vom DFB-Sportgericht. Die Ausgesperrten organisieren nun einen Kollektivmarsch von der Innenstadt bis zum Stadion. In dem Aufruf steht: "Als Highlight grillen wir höchstpersönlich ein leibhaftiges DFB-Schwein." Etwas konstruktiver waren ein paar andere Fans unterwegs. Sie haben beim Amtsgericht Frankfurt eine einstweilige Verfügung gegen das DFB-Urteil eingereicht. Und recht bekommen. Zumindest gegen Ingolstadt dürfen sie ins Stadion. Den Eintracht-Justiziar Philipp Reschke irritiert das. "Wir werden damit genötigt, gegen ein Urteil des DFB-Sportgerichts zu verstoßen." Nötigung ist ein Straftatbestand. Das sollte der Herr Justiziar eigentlich wissen.

Was steht im Blickpunkt?

Schuhe. Früher, als alles besser war und Plaste noch aus Holz, da sahen auch die Fußballschuhe anders aus. Schwarz nämlich. Mittlerweile sind sie rot, blau, lila, grün, orange, pink, und das alles gerne in Neonfarben. Manch einer trägt gar links und rechts verschiedenfarbige Schuhe und sieht damit aus wie einer dieser seltsamenen leuchtenden Fische aus der Tiefsee. Während bei Spielern wie Messi oder Neymar die Spielstärke noch eine gewisse Extravaganz rechtfertigt, sehen Regenbogenschuhe spätestens beim Außenverteidiger in der Landesklasse nur noch albern aus. Manchester City, der neue Guardiola-Club, aber hat nun ein Buntschuhverbot eingeführt. Zwar nur für seine Spieler der Jugendakademie, die jünger als 18 Jahre sind, aber immerhin. Die Regel ist nur eine von vielen und soll "eine Kultur der Disziplin" in der Akademie etablieren. Pep Guardiola selbst, so kam in der vergangenen Woche heraus, verfügte, dass in einigen Gebäuden des Trainingszentrum das WLAN und mobile Netz ausgeschaltet wurde. Er möchte, dass seine Spieler sich miteinander unterhalten. Der Mann hat aber auch Ideen.