Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) will die Europameisterschaft 2024 in Deutschland ausrichten. Das Präsidium beschloss auf seiner Sitzung in Frankfurt am Main einstimmig die Bewerbung, teilte der DFB in einer Pressemitteilung mit.

Eine offizielle Interessenerklärung werde der DFB bis zum 3. März bei der Europäischen Fußball-Union (Uefa) einreichen. Darin werde sich der Verband mit zehn Stadien, also zehn Spielstätten bewerben. Bis zum 17. Februar können sich nun entsprechend die Spielorte beim DFB bewerben. Transparency International solle dafür sorgen, dass der Auswahlprozess fair und transparent abläuft.  

Am 15. September 2017 will der Verband demnach über die möglichen Spielorte entscheiden. Ein Kriterium ist demnach eine Sitzplatzkapazität von mindestens 30.000 Plätzen. Bis zum 27. April 2018 müssen alle Bewerbungsunterlagen eingereicht sein. Die Entscheidung über den EM-Gastgeber fällt das Uefa-Exekutivkomitee im September 2018.

DFB-Präsident Reinhard Grindel sagte laut der Mitteilung: "Die Europameisterschaft 2024 kann für den gesamten deutschen Fußball ein wichtiges Leuchtturmprojekt werden. Wir werden eine erstklassige Bewerbung einreichen und dabei sehr genau darauf achten, dass wir in einem transparenten, nachvollziehbaren Prozess die möglichen zehn Spielorte auswählen." Er werde sich "mit aller Kraft" dafür einsetzen, nach 1988 wieder eine Europameisterschaft austragen zu können.

Die nächste EM findet 2020 in 13 europäischen Ländern statt. In München werden dabei drei Gruppenpartien und ein Viertelfinale ausgetragen. Beide Halbfinals und das Endspiel steigen in London.