Bayer Leverkusens Profi Hakan Calhanoglu ist ab sofort für vier Monate gesperrt und kann damit in der laufenden Fußball-Saison nicht mehr eingesetzt werden. Der Internationale Sportgerichtshof CAS bestätigte ein Urteil des Fußball-Weltverbandes Fifa aus dem Jahr 2016. Dem 22 Jahre alten Mittelfeldspieler wird Vertragsverletzung vorgeworfen. Schon im Bundesligaspiel am Freitag beim Hamburger SV darf Calhanoglu nicht mehr spielen.

Hintergrund des Urteils ist eine Auseinandersetzung zwischen Calhanoglu und dem türkischen Verein Trabzonspor. Der türkische Nationalspieler hatte 2011 als 17-Jähriger einen Vertrag mit Trabzonspor unterschrieben. Er verlängerte dann jedoch seinen Vertrag beim Karlsruher SC und wechselte später zum HSV. Seit 2014 spielt Calhanoglu in Leverkusen.

"Wir bedauern natürlich diese für uns in keiner Weise nachvollziehbare Entscheidung", sagte Bayer-Sportdirektor Rudi Völler. "Sie ist ein schwerer Schlag für Hakan, aber auch für uns. Obwohl Bayer 04 Leverkusen nichts mit den Vorgängen im Jahr 2011 zu tun hat, werden auch wir schwer bestraft. Nun fehlt uns in der entscheidenden Saisonphase ein ganz wichtiger Spieler."