Wer spielt wann gegen wen?

FC Augsburg – Bayer Leverkusen (Freitag, 20.30 Uhr)
Borussia Dortmund – VfL Wolfsburg (Samstag, 15.30 Uhr)
FSV Mainz 05 – Werder Bremen
Hertha BSC – FC Bayern München
TSG Hoffenheim – SV Darmstadt
Eintracht Frankfurt – FC Ingolstadt
Hamburger SV – SC Freiburg (Samstag, 18.30 Uhr)
Borussia Mönchengladbach – RB Leipzig (Sonntag, 15.30 Uhr)
1. FC Köln – FC Schalke 04 (Sonntag, 17.30 Uhr)

Welches Spiel dürfen Sie auf keinen Fall verpassen?

Hamburg gegen Freiburg. Entscheiden könnte das Spiel die Hamburger Brise. Grösige Luft, wie Teile der Einheimischen bei Schlechtwetter vor sich hin plattdeutschen. Denn der Gegner aus Freiburg reist aus dem deutschen Kenia an und inhaliert dort feinste Schwarzwaldluft. Das führte im Laufe der Saison dazu, dass der SC Freiburg 118,4 Kilometer pro Spiel lief. Mehr rannte in der Bundesliga keiner. Die Freiburger hecheln ausdauernder als Schlittenhunde, das brachte sie schon auf den achten Rang. Freiburg ist besser als Leverkusen, Gladbach und Schalke. Außerdem nutzten sie bisher 14 von 18 Großchancen, auch das ist Ligaspitze. Und um den HSV-Fans auch die letzte Hoffnung auf eine Fortsetzung ihrer Siegesserie zu nehmen: Die letzten vier Spiele gegen den HSV blieb der SC Freiburg unbesiegt.

Vielleicht hat Kyriakos Papadopoulos das gelesen und dann wieder sein Babygrinsen aufgesetzt. Was sind gegen seine Erscheinung schon Statistiken? Hamburgs neuer Innenverteidiger mit der Mittelstürmer-Neun auf dem breiten Rücken ist für das Hamburger Zwischenhoch verantwortlich. Die letzten drei Spiele gewann der HSV, jüngst stutzten sie die nassforschen Leipziger zurecht. Papadopoulos traf zum 1:0. Sein Mitspieler Lewis Holtby taufte ihn "Mentalitätsmonster". Könnte gegen die Wiesel aus Freiburg helfen.

Welches Spiel können Sie mit gutem Gewissen verpassen?

Dortmund gegen Wolfsburg. Vor zwei Jahren stand Wolfsburg kurz davor, Dortmund als Bayern-Verfolger Nummer eins abzulösen. Der BVB kriselte damals munter durch die letzte Klopp-Saison, wurde am Ende Siebter und verlor das Pokalfinale gegen Wolfsburg. Heute ist Dortmund Vierter, das neue Wolfsburg heißt Leipzig, und das alte Wolfsburg hat sich gänzlich vom Bayernjägertraum verabschiedet. Die Partie hat aber nicht nur sportlich an Bedeutung eingebüßt, auch die Stimmung war schon mal besser. Am Samstag droht gar ein Geisterspiel.

Die Südtribüne ist gesperrt. Dass die am Wochenende leer zu bleiben habe, hatte der DFB nach den Ausschreitungen rund um das Spiel gegen Leipzig vor zwei Wochen beschlossen. Strafe muss sein! Dortmunds 25.000-Mann-Chor verliert für ein Spiel seine Stimme, die Stadionakustik muss mit dem Rest auskommen: Leichtbiertrinkern, Kindergartenausflüglern und Rentnern. In Wolfsburg machen sie sich Hoffnungen. Es habe wahrscheinlich nie einen besseren Zeitpunkt gegeben, um in Dortmund zu spielen, sagt Trainer Valérien Ismaël. Bislang sind Wolfsburgs Fans stets den Beweis schuldig geblieben, einem Stadion südtribünenwürdig einheizen zu können. Im Duell mit dem Dortmunder Restanhang deuten alle Prognosen auf ein tonloses Unentschieden hin. Geisterspiele mag niemand, wie Wolfsburgs ehemaliger Dortmunder Jakub "Kuba" Błaszczykowski der Sport Bild sagte: "Es wird seltsam sein. Ohne Fans ist es kein Fußball." 

Wer steht im Blickpunkt?

Barack Obama. Kaum ist der nicht mehr in Amt und Würden, präsentiert er sich als wellenreitender Ex-Präsident, der offenbar und etwas überraschend eine Vorliebe für den europäischen Fußball hegt. Genauer gesagt: für einen hessischen Bundesligisten. Der SV Darmstadt 98 hat es Obama angetan, er folgt dem Tabellenletzten auf Twitter. Was genau Obama an Darmstadt fasziniert, ist unklar. Der Erfolg über Borussia Dortmund, das vorgelebte Underdog-Gen oder doch die Tore seines Landsmannes Terrence Boyd? Die Reaktion ließ nicht lange auf sich warten. "Wir sehen uns am Böllenfalltor", twitterte Darmstadt in Richtung seines berühmtesten Fans.

Über derart prominente Unterstützer würde sich auch Hertha BSC freuen. Gerade vor dem Spiel gegen die Bayern aus München. Da trifft es sich gut, dass Kanadas Premierminister Justin Trudeau am Freitag zu Gast in Berlin ist. Er trifft Angela Merkel. Trudeau überlebte sogar den Händedruck von Donald Trump, für so jemanden wäre ein Besuch bei der Hertha ein Klacks. Allerdings ist geplant, dass Trudeau direkt nach dem Merkel-Talk nach Hamburg weiterreist. Herthas letzte Hoffnung: der Berliner Flughafen. Sollte sich Trudeau für einen Flug entscheiden, stehen die Chancen nicht schlecht, dass er auch am Wochenende noch in der Hauptstadt ist. Und im Olympiastadion vorbeischaut?