Wer spielte wie gegen wen?

Eintracht Frankfurt – Werder Bremen 2:2
RB Leipzig – Bayer Leverkusen 1:0
Hamburger SV – TSG Hoffenheim 2:1
1. FC Köln – Borussia Mönchengladbach 2:3
SC Freiburg – FSV Mainz 05 1:0
FC Schalke 04 – VfL Wolfsburg 4:1
FC Bayern München – Borussia Dortmund 4:1
Hertha BSC – FC Augsburg 2:0
FC Ingolstadt – SV Darmstadt 98 3:2

Welches Spiel durften Sie auf keinen Fall verpassen?

Köln gegen Gladbach, das rheinische Derby. Schon vor dem Anpfiff ging es hoch her, Köln verkündete die Vertragsverlängerung mit dem Tormann Timo Horn und im Gladbacher Block wurde gezündelt. Das war erst der Anfang. Es fielen fünf Tore, zwei für Köln und drei für Gladbach. So wurde es ein Spiel für die Torjäger. Köln hatte Anthony Modeste, der traf wieder und legte sogar ganz wunderbar das erste Kölner Tor auf. Und Gladbach konnte sich wieder einmal auf Lars Stindl verlassen, der erzielte kurz vor Schluss den Siegtreffer.

Für Gladbachs Trainer Dieter Hecking war das alles ein bisschen viel, er verlor irgendwann den Überblick. Auch darüber, wer eigentlich noch mitspielte. Und so schnappte sich Hecking wenige Minuten vor Ende Jonas Hofmann und erklärte dem an der Seitenlinie tänzelnden Mittelfeldmann, er solle endlich anfangen, das Spiel zu beruhigen. Hätte der bestimmt auch gern gemacht, doch Hecking hatte ihn da längst ausgewechselt. Hofmann und die Gladbacher Bank brachen in Lachen aus. Heckings Erklärung: "Da sieht man, dass Derby war und ich voll dabei war."

Welches Spiel konnten Sie mit ruhigem Gewissen verpassen?

Freiburg gegen Mainz, das Schauerspiel der Woche. Zwar hat sich Freiburg mit dem 1:0-Sieg die Klasse schon jetzt gesichert, "Nie mehr 2. Liga!", schallte es aus dem Schwarzwald. Der SC lugt sogar vorsichtig auf einen Europa-League-Platz. Die Freiburger aber wären kein deutscher Exportschlager. Im Bolzen und Holzen unterschieden sie sich nicht vom Abstiegskandidaten Mainz. Wenn überhaupt, entstanden Chancen durch schlimme Fehler. In der ersten Halbzeit gab es gar keine Torszenen und vor dem einzigen Tor dann boxte Mainz-Keeper Jannick Huth seinen Abwehrspieler um, der eingewechselte Nils Petersen, 32 Sekunden auf dem Feld, schob ein. Ein Tor, das Mainz-Trainer Martin Schmidt weiter in Bedrängnis bringt. Aber er darf bleiben, das sagte zumindest der Manager Rouven Schröder. Es war die fünfte Mainzer Niederlage in Serie. Nun sind ein paar Fans extra zu Jürgen Klopp nach Liverpool geflogen, um ein altes Banner aus der Aufstiegssaion abzuholen. Mainz klammert sich an jeden Grashalm.

Wer stand im Blickpunkt?

Der ewige Arjen Robben. Er kam zu den Bayern, da waren gerade Karlsruhe, Bielefeld und Cottbus aus der ersten Liga abgestiegen. Seitdem umkurvt er die Verteidiger der Bundesliga und schießt Bayern zu Siegen, nun wieder auf der Ü-30-Party der Bayern gegen Dortmund. Beispielhaft war sein Tor zum 3:1, bei dem er gleich drei Dortmunder – also 60 Prozent der BVB-Abwehr – nass machte. Erst kam Sokratis durch Robbens Finte ins Straucheln, im Basketball nennt man das einen ankle breaker, einen Knöchelbrecher. Dann konnte Marcel Schmelzer nach Robbens Haken nicht mehr tun, als die Arme hilflos in die Luft zu reißen. Und als Marc Bartra eingreifen wollte, kam er zu spät. In dieser Saison gab es schon ein paar Spiele, da merkte man Robben seine 33 Jahre ein wenig an. Aber für die Dortmunder Verteidigung reicht es noch locker. Auch gegen Real Madrid, seinen Ex-Verein? Am Mittwoch steigt in München das Hinspiel des Champions-League-Viertelfinals.