Borussia Dortmund ist als letzter Fußball-Bundesligist aus der Champions League ausgeschieden. Der BVB unterlag am Mittwochabend im Viertelfinal-Rückspiel beim AS Monaco mit 1:3 (0:2). Das Hinspiel – nur einen Tag nach dem Anschlag auf den BVB-Mannschaftsbus – hatte die Mannschaft von Trainer Thomas Tuchel mit 2:3 verloren. Damit findet erstmals seit 2009 ein Halbfinale in der Königsklasse ohne deutsche Beteiligung statt. Bayern München war am Dienstag an Real Madrid gescheitert.

Kylian Mbappé (3.), Radamel Falcao (17.) und Valère Germain (81.) sorgten in Monaco für klare Verhältnisse. Marco Reus (48.) schaffte nur den Anschlusstreffer für die Gäste. "Wir haben sehr fehlerhaft begonnen. Das hat sich durch das Spiel durchgezogen", sagte BVB-Coach Thomas Tuchel. "Es hat in der Summe nicht gereicht heute."

Die Partie im Stade Louis II begann mit fünfminütiger Verspätung – die Polizei hatte den BVB-Mannschaftsbus ohne Angaben von genauen Gründen vom Hotel verspätet losfahren lassen. Das ärgerte Tuchel. Die Viertelstunde, die die Mannschaft im stehenden Bus gesessen habe, habe dafür gesorgt, "dass keiner mehr an Fußball gedacht hat", sagte Tuchel kurz vor dem Spiel beim TV-Sender Sky. "Das hat sich nicht gut angefühlt."

"Vor allem in den ersten 20 Minuten, wo Monaco auch zwei Tore schießt, hatten wir die Zuordnung bei den Flanken nicht", sagte Torschütze Reus. Wir haben in der ersten Halbzeit nicht gut gespielt."

In den anderen Champions-League-Spielen zieht mit Juventus Turin der deutsche Fußball-Nationalspieler Sami Khedira ins Halbfinale ein. Turin setzte sich im Duell gegen den FC Barcelona durch. Dem italienischen Rekordmeister reichte am Mittwochabend nach dem 3:0-Hinspielsieg vor einer Woche ein 0:0 in Barcelona für den Einzug in die Runde der besten vier Teams. 

Die Halbfinals mit Juve, Bayern-Bezwinger Real Madrid, BVB-Besieger AS Monaco und Atlético Madrid werden am Freitag am Sitz der Europäischen Fußball-Union in Nyon ausgelost.