Wer spielte wie gegen wen?

FSV Mainz 05 – RB Leipzig 2:3 (0:0)
FC Augsburg – FC Ingolstadt 2:3 (0:2)
VfL Wolfsburg – SC Freiburg 0:1 (0:0)
Borussia Mönchengladbach – Hertha BSC 1:0 (0:0)
SV Darmstadt 98 – Bayer Leverkusen 0:2 (0:1)

Was sagt uns dieser Abend?

Das Mittelfeld der Liga ist sehr ausgeglichen und das Mittelfeld ist sehr groß, es besteht aus den dreizehn Mannschaften der Plätze 5 bis 17. Man darf sich von den Ergebnissen am Mittwoch nicht täuschen lassen. Die jeweils schlechter platzierten Teams waren nicht schlechter, um das Mindeste zu sagen. Gladbach (Platz 9) war den Berlinern (6) deutlich überlegen. Zwischen Wolfsburg (13) und Freiburg (7) war kein Qualitätsunterschied zu erkennen. Ingolstadt (17) siegte verdient in Augsburg (16). Mainz (15) spielte so fresh und so soft und war eine Halbzeit lang besser als Leipzig (2), verlor bloß mit Pech. Nur Darmstadt (18) war Leverkusen (10) unterlegen, wenn auch nicht chancenlos. Bayer hat einfach die besseren und teureren Stürmer. Die Tabelle unterstreicht den homogenen Eindruck: Der Abstand zwischen 5 und 16 beträgt nur elf Punkte. Mainz hat eine bessere Tordifferenz als der SC Freiburg, obwohl der acht Plätze besser steht.

Was gibt's Neues im Abstiegskampf?

Am Dienstag traten die Teams der Tabellenspitze an, Mittwoch war Thementag Tabellenkeller. Ingolstadt gelang ein weiterer Big Point. Die Augsburger waren fade Hunde, die nicht beißen wollten. Nun rücken sie immer tiefer hinten rein, auch wenn ihnen am Ende noch zwei Tore gelangen und die Sache nun nicht ganz so düster wirkte. Wolfsburgs Luxuskader ist trotz des Zwischenhochs wieder sehr gefährdet. Für Darmstadt heißt es nach der Heimniederlage bald, noch einmal zart zu sagen: Es ist Zeit zu geh'n.

Und in Mainz herrscht Alarm. Der FSV verliert meist nur knapp, aber in den letzten fünf Spielen holte er nur einen Punkt. Der Trend ist nicht sein Freund. Martin Schmidt, der Trainer, war vor nicht allzu langer Zeit für höhere Aufgaben im Gespräch. Inzwischen fragt man sich und ihn, ob er bald rausfliegt. Er braucht Power für sein' Akku, ihm muss mal jemand seinen Lader leihen, er braucht mehr Strom.

Was war das schönste Tor des Abends?

Das fiel bei Mainz gegen Leipzig, obwohl es da ziemlich zur Sache ging (zehnmal Gelb, einmal Rot), auch weil der Schiri das Spiel nicht im Griff hatte. Abstiegskampf halt, nichts im Leben ist for free. Das schönste Tor war, ganz knapp, nicht das 1:3 durch Leipzigs besten Kicker Naby Keita. Der ließ auf einem langen Sololauf die halbe Mainzer Mannschaft stehen wie Besenstiele. Das Tor, das am meisten geflasht hat, war das 0:1 durch Marcel Sabitzer. Sein Kopfball war 08/15, aber die Emil-Forsberg-Vorlage war bilderbuchhaft. Auf den technisch versierten Spielmacher flog eine lange Flanke zu. Er sprang ab, drehte sich vom Tor weg. Das war eine kleine Finte, denn er wirkte dadurch ungefährlich, die Mainzer Abwehrspieler stutzten, schalteten einen Moment ab. Doch dann schaufelte Forsberg den Ball mit der Hacke im hohen Bogen in den Fünfer zurück und der Ball ging rein. Sagt es laut, jault es raus, gebt es zu! Es war einfach nur schön.

Wie ist das so, Fußball auf Sky Go?

Der Livestream des Pay-TV-Senders hat ja bekanntermaßen einige technische Macken. Die neuesten: Das Bild hält für Sekunden an – und spult dann im Zeitraffer vor. So greift dann selbst Greuther Fürth rasant an. Oder Ton und Bild sind nicht synchron, sondern liegen weit mehr als zehn Sekunden auseinander. Schaut man Konferenzschaltung, sieht man dann Gladbach gegen Hertha, der Reporter redet aber noch über Darmstadt gegen Leverkusen. Als User von Sky Go ist man ja ohnehin deutlich später dran als in Echtzeit. Wer also von Toren nichts wissen will, bevor sie fallen, sollte nicht parallel Twitter nutzen. Mancherorts – abhängig von der Internetverbindung – soll die Verzögerung so groß sein, da sehen die Zuschauer von Sky Go noch Peter Neururer und Otto Rehhagel am Spielfeldrand. Und es stürmt Manni Burgsmüller.

Was war das Zitat des Spieltags?

"Mirko Slomka war mein Wunschtrainer. Wir haben hervorragend zusammengearbeitet."

Karlsruhes Sportdirektor Oliver Kreuzer, nachdem er Slomka nach drei Monaten entlassen hat.

Wir glauben, das ist sweet love, sweet sweet love.