Vor wenigen Tagen hat er noch eine Botschaft vom Mount Everest geschickt. Das Wetter sei wunderschön, die Bedingungen sehr gut, schrieb der Schweizer Bergsteiger Ueli Steck. Er wollte den höchsten Berg der Welt ersteigen und gleich anschließend den Nachbargipfel Lhotse erklimmen und von dort wieder absteigen.

Bei einer Erkundungstour für den Aufstieg ist er allerdings ums Leben gekommen. Er war zwischen dem sogenannten Camp I und dem Camp II allein unterwegs, als er am Sonntagmorgen abstürzte. Ein Rettungsteam habe die Leiche geborgen, sie sei mit einem Hubschrauber ausgeflogen worden und werde nach Kathmandu gebracht, berichtet die Zeitung The Himalayan Times.

Steck war Profi und nicht zum ersten Mal am Everest. Er galt als einer der besten hochalpinen Kletterer und hielt verschiedene Rekorde für seine Begehungen. Aufsehen erregte er 2013, als er am Everest mit einer Gruppe Sherpas in einen Streit geriet, der zu einer Prügelei führte.

Steck wollte dieses Mal ohne Sauerstoffflaschen über eine seit 1963 nicht mehr begangene Route zum Gipfel des Everest. Zusammen mit dem Erklimmen des 8.616 Meter hohen Lhotse wäre die Begehung ein weiterer Rekord gewesen.

Seit mehreren Jahren gibt es einen regelrechten Massentourismus am Everest. Nichtsdestotrotz ist seine Besteigung noch immer lebensgefährlich. Im Durchschnitt sterben bei dem Versuch jedes Jahr fünf Menschen.