Wer spielte wie gegen wen?

Hertha BSC – TSG Hoffenheim 1:3
FC Bayern München – FC Augsburg 6:0
FC Schalke 04 – Borussia Dortmund 1:1
RB Leipzig – SV Darmstadt 98 4:0
SC Freiburg – Werder Bremen 2:5
Hamburger SV – 1. FC Köln 2:1
Eintracht Frankfurt – Borussia Mönchengladbach 0:0
FC Ingolstadt – FSV Mainz 05 2:1
Bayer Leverkusen – VfL Wolfsburg 3:3

Welches Spiel durften Sie auf keinen Fall verpassen?

Leverkusen gegen Wolfsburg. Das hat zwar vermutlich wieder keinen interessiert und hatte womöglich wieder eine Einschaltquote von null Prozent. Und es fing ja auch langsam an, in der 65. Minute stand es noch 1:0. Doch dann brach ein Sturm los, der wilde Meere zum Hüpfen hätte bringen können. Erst noch ein Tor von Bayer. Dann Gómez, Gómez, Gómez – Hattrick in weniger als sieben Minuten. Bloß gereichte das nicht mal zum Sieg. Leverkusen glich noch mal aus und hätte fast noch das 4:3 gemacht. Spieler und Trainer beider Seiten standen nach Schlusspfiff mit zerzausten Haaren auf dem Feld, wussten nicht, ob sie sich freuen oder ärgern sollen. Die meisten ärgerten sich am Ende, weil sich beide Teams zwischendurch als Sieger gewähnt hatten. Rudi Völler gewährte sogar noch einen Einblick, wie viel Respekt er vor Schiedsrichtern hat, oder ehemaligen wie dem Sky-Experten Peter Gagelmann. "Der Elfmeter gegen uns war lächerlich. Auch wenn Herr Gagelmann das sicherlich anders sehen wird, die Pflaume."

Welches Spiel konnten Sie mit gutem Gewissen verpassen?

Frankfurt gegen Gladbach. An dem Spieltag wurde 35 Mal gejubelt. Jede dritte Mannschaft traf drei Mal oder öfter. Bayern schoss sich gegen Augsburg warm für die großen Aufgaben. Leipzig therapierte sich mit vier Toren (es waren nicht mal alle abgefälscht) die Enttäuschungen der letzten Wochen weg. Werder fegte Freiburg vom Platz. Drei Spielern gelang ein Hattrick, Robert Lewandowski, dem Bremer Thomas Delaney und Mario Gómez. Sogar Bastian Schweinsteiger netzte, bei seinem Debüt für Chicago Fire in der amerikanischen Major League Soccer. Da fällt ein 0:0 wie das zwischen der klar überlegenen Eintracht und der Borussia natürlich negativ auf. Den Frankfurtern nutzte nicht mal mehr ein Elfer. Der VfL-Keeper Yann Sommer lenkte Marco Fábians Versuch um den Pfosten. Vom Punkt hat die Eintracht in dieser Saison eine Quote von 20 Prozent. In der Rückrunde ist sie das zweitschlechteste Team.

Wer stand im Blickpunkt?

Max Eberl. Der Sportdirektor von Mönchengladbach sagte dem FC Bayern ab. Er war offenbar der Favorit von Uli Hoeneß. "Ich bin sehr, sehr stolz, sehr, sehr froh", sagte Eberl, "für einen so großartigen Verein weiter arbeiten zu dürfen." Das war nach dem Nein von Philipp Lahm, den vor allem Karl-Heinz Rummenigge bevorzugt hatte, schon die zweite Absage. Eberl wollte womöglich, wie Lahm ("Ich glaube, dass Uli Hoeneß noch zu tatkräftig ist, um loszulassen."), nicht ein zweiter Matthias Sammer werden, also einer, der mehr reden darf und kann als handeln und entscheiden. Dass ihnen nun schon ein zweiter Sportdirektor absagt, als wären sie der HSV, dürfte eine neue Erfahrung für die Bayern sein.