Der DFB hat erstmals eine Frau als Schiedsrichter in die Bundesliga berufen. Die 38-jährige Bibiana Steinhaus aus Hannover ist eine von vier Neulingen auf der Schiedsrichterliste für die kommende Saison, teilte der Verband mit.

Die Entscheidung der Schiedsrichterkommission habe sie sprachlos gemacht, sagte Steinhaus. "Es war einfach eine turbulente Achterbahnfahrt der Gefühle." Sie freue sich auf die Aufgabe, die sie ab Herbst dieses Jahres erwarte. "Sicherlich stehe ich als Schiedsrichterin gerade zu Beginn der Saison unter besonderer Beobachtung – auch durch die Medien. Mein Ziel ist es, dass Schiedsrichterinnen im Profifußball zur Normalität werden und sie zum Spiel einfach dazugehören." Sie hoffe, dass die Bewertung ihrer Leistung unabhängig von ihrem Geschlecht erfolgen werde.

Steinhaus ist seit 18 Jahren DFB-Schiedsrichterin. Seit 2007 pfeift sie in der 2. Bundesliga. Neben Steinhaus steigen auch die Zweitliga-Schiedsrichter Martin Petersen (Stuttgart), Sven Jablonski (Bremen) und Sören Storks (Velen) in die 1. Bundesliga auf. Damit erhöht sich die Zahl der Bundesliga-Schiedsrichter auf 24. 

Der DFB kündigte außerdem höhere Honorare für Schiedsrichter der Bundesliga an. Ab der Saison 2017/18 verdienen sie pro Einsatz 5.000 Euro statt bisher 3.800 Euro. Die Assistenten erhalten 2.500 Euro und damit 500 Euro mehr. Die vierten Offiziellen bekommen 1.250 Euro statt vormals 1.000 Euro.