SC Freiburg – FC Schalke 04 2:0 (2:0)

Der SC Freiburg hat sein Heimspiel gegen Schalke 04 gewonnen. Durch den Sieg steht Freiburg auf dem fünften Tabellenplatz und würde damit in der nächsten Saison in der Europa League spielen. Für Schalke 04 bedeutet die Niederlage vermutlich eine Saison ohne internationales Geschäft. Freiburg war am Anfang des Spiels darauf bedacht, erst mal sicher gegen die Schalker zu verteidigen. Nach einem Stellungsfehler vom Schalker Kapitän Benedikt Höwedes schoss Florian Niederlechner in der 22. Minute das 1:0 für die Freiburger. In der 31. Minute gab es nach einem Foul von Sead Kolašinac Elfmeter für die Gastgeber. Niederlechner verwandelte zum 2:0 für Freiburg.

In der zweiten Hälfte wurden die Schalker stärker und hatten fast 60 Prozent Ballbesitz. Die Gäste konnten sich jedoch keine guten Torchancen herausarbeiten. Freiburg kam noch einige Male gefährlich vor das Schalker Tor, scheiterte aber am starken Schalker Torhüter Ralf Fährmann.

Hamburger SV – FSV Mainz 05 0:0

Der Hamburger SV und Mainz 05 trennen sich mit einem torlosen Unentschieden. An der Situation im Abstiegskampf ändert das Ergebnis nichts. Mainz steht mit 34 Punkten auf dem 15. Platz und der HSV wegen dem schlechteren Torverhältnis mit derselben Punktzahl auf dem Relegationsplatz. Drei Punkte wären für beide Teams wichtig gewesen, um einen Schritt Richtung Klassenerhalt zu machen. Zu Beginn der Partie spielten beide Mannschaften nach vorne und erspielten sich Chancen. Mainz hatte zwei gefährliche Abschlüsse durch Jhon Córdoba. Nach der ersten Halbzeit stagnierte die Partie, der HSV agierte ideenlos. Wenn es gefährlich wurde, dann meist durch die Mainzer, die mehr investierten und einige gute Abschlüsse aufweisen konnten.

In den letzten beiden Saisonspielen wird die Entscheidung über den Abstieg fallen. Der HSV spielt zunächst auf Schalke und dann gegen Wolfsburg. Mainz empfängt am 33. Spieltag Eintracht Frankfurt und fährt zum Saisonfinale nach Köln.

Hertha BSC Berlin – RB Leipzig 1:4 (0:1)

Aufsteiger RB Leipzig spielt nächstes Jahr in der Champions League. Mit einem 2:1 Sieg bei Hertha BSC Berlin sichert sich Leipzig die nötigen Punkte für eine direkte Qualifikation zur Champions League. Leipzig war von Beginn an das bessere Team und spielte offensiv gegen die Gastgeber. In der 11. Spielminute konnte Timo Werner das 0:1 für RB erzielen. Auch in der zweiten Halbzeit tat sich Hertha schwer und nach einem Fehler von Torhüter Rune Jarstein war es erneut Timo Werner, der das 0:2 erzielte (54. Minute). Die Partie wurde noch mal kurz spannend, als Rani Khedira mit einem Eigentor die Berliner auf 1:2 heranbrachte (85. Minute). Die Leipziger regierten jedoch schnell und Davie Selke traf zum 1:3 (89. Minute) und konnte in der Nachspielzeit sogar noch auf 1:4 (92.Minute) erhöhen.

Borussia Dortmund – 1899 Hoffenheim 2:1 (1:0)

Borussia Dortmund hat im Endspiel um die direkte Champions-League-Qualifikation die Nerven bewahrt und mit einem 2:1(1:0)-Sieg die TSG 1899 Hoffenheim von Rang drei verdrängt. Die Borussia geht nun mit zwei Punkten Vorsprung auf die Kraichgauer in die letzten beiden Saisonpartien. Ein umstrittener Treffer von Marco Reus (4. Minute) und ein Tor von Pierre-Emerick Aubameyang (82.) vor 81.360 Zuschauern im ausverkauften Signal Iduna Park sorgten für die Entscheidung. Dagegen verspielte das Team von Trainer Julian Nagelsmann mit dem dritten Auswärtsspiel in Serie ohne Sieg seine gute Ausgangsposition. Daran konnte auch der Anschlusstreffer von Andrej Kramaric (86./Foulelfmeter) nichts mehr ändern.

Engagiert startete die Borussia in die Partie. Gleich die erste Chance bescherte die Führung. Nach schöner Kombination und einem Zuspiel von Gonzalo Castro traf Reus aus zehn Metern zum 1:0. Allerdings übersah Schiedsrichter Felix Brych dabei eine Abseitsstellung des Torschützen, wogegen die Hoffenheimer heftig protestierten.

Ähnlich verärgert reagierten sie auf den Elfmeterpfiff des Schiedsrichters nur neun Minuten später nach einem Handspiel von Pavel Kadérabek im Hoffenheimer Strafraum, weil Reus kurz zuvor den Ball ebenfalls mit der Hand gespielt hatte. Doch den anschließenden Elfmeter schoss Pierre-Emerick Aubameyang neben das Tor. Damit konnte der Angreifer nur einen seiner vergangenen vier Strafstöße verwandeln. Dieser Fehlschuss brachte die Gäste zurück in die Partie. Mit zunehmender Spielzeit erarbeiteten sie sich mehr und mehr Ballbesitz, kamen aber nicht zu klaren Möglichkeiten. Intensive Zweikämpfe, die dem Referee viel Arbeit bescherten, entschädigten für fehlende Aktionen im Torraum.

Auch nach Wiederanpfiff blieben die Hoffenheimer, die schon in der 1. Halbzeit mehr Ballbesitz als der BVB hatten, mindestens gleichwertig. Erst in der Schlussphase befreiten sich beide Teams aus ihrem taktischen Korsett. Mit dem 28. Saisontreffer von Aubameyang sicherte sich der BVB den Sieg, daran konnte auch der von Kramaric verwandelte Foulelfmeter für die Hoffenheimer nichts mehr ändern.

FC Bayern München – SV Darmstadt 98 1:0 (1:0)

Darmstadt 98 ist nach der 1:0(1:0)-Niederlage gegen Bayern München der erste Absteiger aus der 1. Bundesliga. Zwei Jahre nach dem Aufstieg muss das Team von Trainer Torsten Frings in die 2. Liga zurück. Für die Bayern war es das erste Spiel nach dem Gewinn der 27. deutschen Fußball-Meisterschaf.

Die Meister-Bayern gingen in der mit 75.000 Zuschauern ausverkauften Arena früh durch das Tor von Juan Bernat (18. Minute) in Führung. Die erhoffte Tor-Show konnte das Ensemble um Kapitän Thomas Müller eine Woche nach dem 6:0 in Wolfsburg nicht bieten. Robert Lewandowski ließ im Kampf um die Torjägerkanone wiederholt Möglichkeiten liegen.

Bei allen Bemühungen der Gäste war der Qualitätsunterschied zwischen den Teams offensichtlich. In der 65. Minuten durften die Darmstädter wenige Sekunden auf den vermeintlichen Ausgleich hoffen, aber Schiedsrichter Guido Winkmann gab den Treffer von Joker Sven Schipplock wegen Abseits nicht. Ersatz-Ersatztorhüter Tom Starke, der erstmals seit März 2014 wieder für Bayern ins Tor durfte, rettete den Sieg mit einem gehaltenen Foulelfmeter gegen Hamit Altintop (86.).

FC Ingolstadt 04 – Bayer 04 Leverkusen 1:1 (0:0)

Der 17 Jahre alte Offensivspieler Kai Havertz hat Bayer Leverkusen mit seinem Treffer in der 78. Minute im Abstiegskampf immerhin ein Unentschieden gegen Ingolstadt beschert. Ingolstadt kann nach dem 1:1 (0:0) wohl allenfalls noch auf den Relegationsplatz spekulieren. Sonny Kittel hatte die Oberbayern vor 14.351 Zuschauern kurz zuvor in Führung geschossen (73.). Mit 30 Zählern bleiben die Schanzer Tabellenvorletzter. Bayer Leverkusen dagegen kann mit 37 Punkten mit einem kleinen Happy End in einer schlechten Saison rechnen.

Es war ein zäher Kampf, den sich beide Mannschaften im Ingolstädter Sportpark lieferten. Das spielerische Vermögen der teuren Leverkusener Mannschaft, die noch im Winter Champions League spielte, lag erneut brach. Kaum eine Kombination gelang, gefährlich zum Abschluss kamen die Gäste lange gar nicht. Die Ingolstädter bemühten sich, aber viele lange Bälle kamen nicht an.

In der zweiten Halbzeit kam von den Gästen nun offensiv mehr. Bundesliga-Niveau aber hatten beide Mannschaften in den Angriffsaktionen nicht zu bieten. Mit zunehmendem Zeitdruck spitzte sich die Partei jedoch tatsächlich zu. Kittel traf nach Vorlage von Dario Lezcano, aber in höchster Not konterte Leverkusen durch Havertz. Der Youngster versenkte einen Eckball von Wendell platziert mit dem Kopf. Bayer hatte sogar noch die Möglichkeit zum Siegtor. Volland umkurvte FCI-Torwart Hansen, aber dessen Kollege Markus Suttner konnte klären (82.).

Eintracht Frankfurt – VfL Wolfsburg 0:2 (0:0)

Der VfL Wolfsburg hat mit einem 2:0 (0:0)-Auswärtssieg bei Eintracht Frankfurt ein wichtiges Signal im Abstiegskampf der Fußball-Bundesliga gesendet. Eine Woche nach dem 0:6-Debakel gegen Meister Bayern München schossen Daniel Didavi in der 48. Minute und Nationalspieler Mario Gomez (63.) mit seinem 15. Saisontor vor 49.000 Zuschauern den verdienten Erfolg beim enttäuschenden Pokalfinalisten heraus.

Der VfL verbesserte sich mit nunmehr 36 Punkten vorübergehend auf Rang 14, der Klassenerhalt ist jedoch weiterhin nicht sicher. Die Eintracht bleibt mit 41 Zählern Elfter und kann sich wohl nur noch über den Pokalsieg für die Europa League qualifizieren.

Die Wolfsburger waren zu Beginn um die Spielkontrolle bemüht. Allerdings fehlte es an Ideen, um die kompakte VfL-Defensive auszuhebeln. Viele Fehlpässe prägten das Spiel der Hessen, die zunächst ausschließlich auf die Sicherung des eigenen Tores bedacht waren und in der ersten Zeit keine einzige Chance hatten. Kurz nach der Halbzeit lieferte Nationalstürmer Mario Gomez eine Torvorlage für Didavi (48.), der zur Führung verwandelte. Danach konnte auch der eingewechselte Shani Tarashaj für die Frankfurter keine neuen Impulse setzen. Gomez (63.) sorgte schließlich ohne große Mühe für den Siegestreffer.

Borussia Mönchengladbach – FC Augsburg 1:1 (0:0)

Der FC Augsburg hat nach einem Unentschieden gegen Mönchengladbach einen großen Schritt Richtung Klassenverbleib verpasst. Trotz der zwischenzeitlichen Führung durch Alfred Finnbogason (57. Minute) müssten sich die Schwaben mit einem 1:1 (0:0) begnügen. Für die Borussia glich der ehemalige Augsburger André Hahn (90.+4) aus. Augsburg bangt bei 36 Punkten weiter, Gladbach darf mit 43 Zählern noch immer auf die Europa League hoffen.

Die Borussia wirkte zunächst optisch überlegen und versuchte immer wieder, die Abwehr der Schwaben mit Spiel über die Flügel in Verlegenheit zu bringen. Doch weil die Defensive der Augsburger vor 52.362 Zuschauern im Borussia-Park zumeist sehr sicher stand, gab es lange Zeit kaum gefährliche Aktionen im FCA-Strafraum.

Kurz nach dem Wechsel hatten Dominik Kohr für Augsburg (48.) und Patrick Herrmann (52.) für die Borussia Chancen, die aber ungenutzt blieben. Aus einem Borussia-Einwurf entwickelte sich dann das 1:0 für die Gäste: Halil Altintop spielte den Ball steil – und von Yann Sommers Fuß sprang dieser ins Netz. Im Anschluss offenbarte die Borussia zahlreiche Ausfälle und mehr und mehr Probleme in der Offensive. Für den FCA war sogar das 2:0 möglich, als Kohrs Fernschuss nur ganz knapp links an Sommers Gehäuse vorbeistrich. Dann gelang Hahn in der Nachspielzeit doch noch das 1:1.

1. FC Köln – SV Werder Bremen 4:3 (3:2)

Der 1. FC Köln ist im Rennen um die Europa-League-Plätze in der Fußball-Bundesliga an Konkurrent Werder Bremen vorbeigezogen. Zum Auftakt des 32. Spieltages am Freitag gewannen die nun punktgleichen Kölner das direkte Duell gegen die Bremer daheim 4:3 (3:2).

In der spektakulären Partie brachten Anthony Modeste (13.) und Leonardo Bittencourt (28.) die Gastgeber 2:0 in Führung, Fin Bartels (34.) und Theodor Gebre Selassie (40.) glichen aus. Simon Zoller (44.) traf kurz vor der Pause zum 3:2. Modeste (47.) erhöhte in der zweiten Halbzeit mit seinem 25. Saisontor auf 4:2, Serge Gnabry (62.) verkürzte nur noch.

Die offensiv starken Bremer kassierten die erste Niederlage seit Februar nach elf Spielen, von denen sie neun gewonnen hatten. Die erste Europacup-Teilnahme nach sieben Jahren ist für die Norddeutschen noch möglich, allerdings hat Werder mit Spielen gegen Hoffenheim und Dortmund ein extrem schweres Restprogramm. Köln hingegen konnte auf den sechsten Tabellenplatz klettern und liegt nun nur noch einen Punkt hinter Hertha BSC (5.).