Wer spielt wann gegen wen?

FC Bayern München – SC Freiburg
Borussia Dortmund – Werder Bremen
Borussia Mönchengladbach – SV Darmstadt 98
Hertha BSC – Bayer Leverkusen
1. FC Köln – Mainz 05
Hamburger SV – VfL Wolfsburg
FC Ingolstadt – Schalke 04
TSG Hoffenheim – FC Augsburg
Eintracht Frankfurt – RB Leipzig (alle Samstag 15.30 Uhr)

Welches Spiel dürfen Sie auf keinen Fall verpassen?

Bayern gegen Freiburg. Bevor man edle Autos endgültig ins Museum stellt, dreht man mit ihnen noch eine Ehrenrunde. Jeder soll sehen, wie wertvoll sie sind und wie schmerzhaft Abschiede sein können. So wird es am Samstag in München zugehen und damit ist nicht die siebenhundertvierundzwanzigste Fahrt im Audi auf dem Weg zur Meisterfeier gemeint. Die Bayern parken zwei WM-Titel, zwei EM-Titel, drei Champions-League-Titel, elf deutsche Meisterschaften und zig andere Pokale in der Garage. Das Bittere ist: Philipp Lahm und Xabi Alonso hören auf. Interessant sind die unterschiedlichen Curricula Vitae der beiden. Lahms Weltkarriere hatte immer die gleiche Ortsmarke: Bayern. Er hätte wohl zu jedem Club dieser Welt wechseln können, Angebote gab es in seiner Karriere schon früh. Doch er blieb, einen kurzen Spätzleschock in Stuttgart mal ausgenommen, immer in München. Alonso war Globetrotter. Er gewann Titel mit Madrid, Liverpool und dann in München. Überall hinterließ er Fans. Er selbst blickt demütig auf seine Karriere und dankte in einem großen Abschiedsinterview mit der Süddeutschen Zeitung vor allem seinen Trainern. Nun freut er sich auf seine Freizeit, zum Beispiel auf die Semana Grande in San Sebastián, ein Feuerwerks- und Sportvolksfest. Und er machte den Deutschen Mut: "Die jungen Trainer gehen nicht einen deutschen Weg, sie versuchen, einen technisch-taktischen Reichtum zu entwickeln, den ich als europäischer empfinde." Vielleicht sehen wir Alonso bald bei einem March of Europe. Schön wär's.

Welches Spiel können Sie mit gutem Gewissen verpassen?

HSV gegen Wolfsburg. Eines der beiden Teams sehen wir wahrscheinlich ohnehin bald wieder in der Relegation, auf das andere, wer immer es sein mag, können wir auch mal verzichten. Der HSV fuhr zur Vorbereitung wieder ins Trainingslager nach Rotenburg an der Wümme in den Naturraum Stader Geest. Es war nicht das erste Mal, schon vor zwei Wochen trainierte er dort und holte dann ein 0:0 gegen Mainz. In HSV-Kategorien ist das ein 5:1-Sieg. Möglich ist zwischen Ham- und Wolfsburg, wie in der zweiten Liga bei Aue gegen Düsseldorf, auch ein Nichtangriffspakt. Führt Hoffenheim gegen Augsburg zeitig und hoch, würde in Hamburg beiden Teams ein knapper HSV-Sieg zum Klassenerhalt reichen. Der FCA ist nämlich auch noch drin. Dann, wenn er mit mehr als zwei Toren Unterschied in Hoffenheim verliert und der HSV gegen Wolfsburg knapp gewinnt. Hoffenheim hofft im Fernduell mit dem BVB noch auf die direkte Qualifikation zur Champions League und will Tore schießen. Beim Abpfiff nach dem 1:1 gegen Dortmund jubelten einige Augsburger Spieler und der Präsident, aber dann fiel woanders noch ein Tor. Es wäre nicht das erste Mal, dass sich einer zu früh gefreut hat.

Wer steht im Blickpunkt?

Manuel Gräfe. Es ist selten gut, wenn Schiedsrichter im Blickpunkt stehen. Manche Medien rücken ihn aber nun dorthin. Sie finden die Ansetzung dumm, Gräfe pfeift nämlich HSV gegen Wolfsburg, das Endspiel um den Klassenerhalt. Gräfe hat eine Vorgeschichte mit dem HSV. Im Juni 2015 leitete er das Relegationsspiel in Karlsruhe, da passierte in der 89. Minute Folgendes: Der KSC-Spieler Meffert streckte bei einem HSV-Schuss seinen Arm weg vom Körper. Als er ihn wieder ranzog, wurde er getroffen. Fazit: Hand unstrittig ja, Absicht nicht unbedingt, schwierige Entscheidung, weil der rechte Arm auf der linken Körperseite war und die Bewegung des Spielers nicht gerade das war, was man natürlich nennt. Eine Umfrage unter Schiris würde vermutlich ergeben: 51:49 Prozent kein Freistoß.

Gräfe gab ihn aber, der Ball ging rein, Hamburg rettete sich in letzter Sekunde. Weil aber ganz Deutschland dem HSV den verdienten Abstieg gönnte, wurde der Schiri zum Buhmann. Und so berichten noch heute Zeitungen von einer "historischen Fehlentscheidung" und fürchten, so etwas könnte sich wiederholen. Oder sie fürchten, Gräfe würde im Zweifel Wolfsburg bevorteilen, damit er nicht in der Verdacht gerät, eine HSV-Pfeife zu sein. Pikanterie wollen manche auch darin entdecken, dass der heutige HSV-Sportdirektor Jens Todt damals in Karlsruhe zu den Verlierern gehörte und sagte: "Ich kann gar nicht so viel essen, wie ich kotzen könnte. "Und was sagen die Vereine? Kein Thema. Der DFB setze seine besten Leute dort ein, wo es brenzlig werden könnte, sagte der Wolfsburger Manager. Gräfe, der vor zwölf Jahren mit anderen den Hoyzer-Skandal aufdeckte und seit Jahren einer der Besten, hat in dieser Saison die besten kicker-Noten aller Schiris.