Real Madrid hat die Chance auf die erste Titelverteidigung der Champions-League-Historie gewahrt und das Finale gegen Juventus Turin erreicht. Nach der Drei-Tore-Show von Cristiano Ronaldo beim 3:0 im Hinspiel gegen Atlético Madrid konnten sich die Mannschaft im Halbfinalrückspiel eine 1:2-(1:2)-Niederlage gegen Atlético leisten. Isco traf in der letzten Europapokalpartie im Vicente-Calderón-Stadion für Real (42. Minute). Zuvor hatten Saúl Ñíguez (12.) und Antoine Griezmann (16./Foulelfmeter) Atlético früh in Führung gebracht.

"Bei Atlético ist alles möglich", hatte Coach Diego Simeone kurz nach dem Hinspiel gesagt. Und seine Spieler schienen an die Aufholjagd im eigenen Stadion zu glauben. Atlético machte von Beginn an Druck, war energisch in den Zweikämpfen und hatte in der 5. Minute die erste Chance. Doch Real-Torwart Keylor Navas parierte den Kopfball von Koke.

Kurze Zeit später war der Torwart chancenlos. Saúl Ñíguez schoss Atlético per Kopf zum 1:0. Und es wurde besser: Raphaël Varane foulte Fernando Torres im Strafraum und Griezmann ließ sich die Elfmetergelegenheit nicht entgehen. Dabei rutschte der Franzose jedoch weg, schoss sich selbst an und hatte damit unerlaubterweise zwei Ballkontakte. Der Treffer zählte trotzdem.

Das 0:2 schien Real nicht zu schocken. Die Mannschaft bekam das Spiel nach und nach besser unter Kontrolle und hielt Atlético vom eigenen Tor fern. Das lag allerdings auch daran, dass die Rotweißen nicht mehr mit aller Macht den Weg nach vorne suchten und weniger druckvoll spielten als in der ersten Viertelstunde.

Kurz vor der Pause wurde es vor dem Tor wild: Karim Benzema spielte an der Grundlinie gleich drei Gegner aus und passte in die Mitte. Dort scheiterte Kroos mit seinem Abschluss an Atléticos Torwart Jan Oblak, doch Isco traf im Nachschuss.

Das Tor gab Real zusätzliche Sicherheit. Atlético kam erst in der 66. Minute zu einer weiteren Chance. Navas reagierte gegen Yannick Carrasco und Kevin Gameiro jedoch stark. Später vergaben Gameiro (77.) und Griezmann (90.+2).

Im Finale könnte es nun zum Duell der deutschen Mittelfeldstrategen Toni Kroos und Sami Khedira kommen. Dafür müsste der derzeit am Oberschenkel verletzte Juve-Star Khedira jedoch rechtzeitig wieder fit werden.