Der Kontrollausschuss des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hat wegen möglicher versuchter Manipulationen im Abstiegskampf der dritten Fußball-Liga Ermittlungen aufgenommen. Außerdem sei die Staatsanwaltschaft informiert worden, teilte der DFB mit.

Das Gremium reagierte auf einen Hinweis, der beim Ombudsmann eingegangen war. Demnach hätten Spieler des VfL Osnabrück versucht, Gegenleistungen dafür zu bekommen, dass sie in der letzten Partie der Saison auf Sieg spielten und somit den Abstieg ihres Gegners SC Paderborn erreichten. Ihr Angebot hätten die Osnabrücker an Paderborns Konkurrenten im Abstiegskampf, die zweite Mannschaft von Werder Bremen, gerichtet.

Bremen hatte sich durch ein 1:0 gegen den VfR Aalen gerettet. Der SC Paderborn stieg nach seinem 0:0 beim VfL Osnabrück dagegen ab.

Nachdem der Hinweis eingegangen sei, habe DFB-Vizepräsident Rainer Koch noch vor der Partie Ermittlungen veranlasst, teilte der Fußball-Bund mit. Der DFB-Kontrollausschuss informierte demnach in Abstimmung mit den Staatsanwaltschaften in Bochum und Osnabrück am Freitag bei einem Ortstermin in Osnabrück die Vereinsführung. Zudem seien mehrere Spieler befragt worden. Anschließend empfahl der Kontrollausschuss, drei tatverdächtige Akteure nicht einzusetzen. Der Verein kam dem nach.