Mit sechs Neulingen tritt die deutsche Fußball-Nationalmannschaft beim Confed Cup in Russland an. Bundestrainer Joachim Löw gab die für einen vorläufigen Kader nominierten in der Zentrale des Deutschen Fußball-Bundes in Frankfurt/Main bekannt. Unter den Nominierten ist der 29 Jahre alte Sandro Wagner von 1899 Hoffenheim.

Neben Wagner stehen Lars Stindl (Borussia Mönchengladbach), Marvin Plattenhardt (Hertha BSC), Kerem Demirbay (TSG 1899 Hoffenheim), Amin Younes (Ajax Amsterdam) und Diego Demme (RB Leipzig) auf der Liste des Bundestrainers.

Dagegen bekommen wie von Löw bereits angekündigt zahlreiche etablierte Kräfte die Gelegenheit zu einer Pause. So stehen im vorläufigen Kader mit Matthias Ginter, Julian Draxler und Shkodran Mustafi nur noch drei Weltmeister. Der Dortmunder Marco Reus und der Wolfsburger Mario Gomez fehlen. Auch ein Comeback des Bremers Max Kruse im DFB-Team wird es nicht geben. 

"Das ist ein Sommer mit besonderen Herausforderungen", sagte Löw bei der Bekanntgabe seines Aufgebots. Der Confed Cup sei eine Zwischenstation, "wo wir unsere Erfahrungen machen". Über allem stünden die Weltmeisterschaft 2018 und der Weg ins Finale. Dabei könne jemand wie der Hoffenheimer Wagner beitragen. "Er hat eine andere Art und Weise zu spielen", erklärte Löw seine überraschendste Entscheidung. Der 29-Jährige bringe "eine besondere Note" in das Geschehen: "Er hat in den letzten zwei Jahren in der Bundesliga viele Tore erzielt."

Der Confed Cup wird vom 17. Juni bis 2. Juli in Russland ausgetragen. Deutschland ist in der Gruppe B und trifft am 19. Juni in Sotschi zunächst auf Australien. Drei Tage später folgt die Partie in Kasan gegen Chile. Am 25. Juni geht es dann wieder in Sotschi gegen den Afrikameister Kamerun.