Der Automobilkonzern Volkswagen löst von 2019 an Mercedes-Benz als Generalsponsor des Deutschen Fußball-Bundes ab. Das gab der DFB nach einer Präsidiumssitzung bekannt. "Es passt zum DFB, dass VW mit seinem Engagement den gesamten Fußball von der Spitze bis zur Basis im Blick hat", sagte DFB-Präsident Reinhard Grindel.

Mercedes hatte die Nationalmannschaft seit 1972 unterstützt und wurde 1990 auch Generalsponsor des DFB. Laut Recherchen der Welt wird VW zwischen 25 bis 30 Millionen Euro pro Jahr zahlen. Mercedes soll zuletzt etwa acht Millionen Euro pro Jahr gezahlt haben.

"Die Partnerschaft mit dem Deutschen Fußball-Bund ist für uns ein großes Ereignis", sagte Herbert Diess, der Vorstandsvorsitzende der Marke Volkswagen. Mitte März hatte der DFB die Sponsorenrechte in der Kategorie Automobil für den Zeitraum vom 1. Januar 2019 bis 31. Juli 2024 neu ausgeschrieben.

Adidas zahlt 50 Millionen Euro jährlich

VW dürfte sich angesichts des immer noch nicht ausgestandenen Abgasskandals durch die VW-Logos auf der Brust der Nationalspieler oder dem Firmenschriftzug auf dem Mannschaftsbus einen Imagegewinn erhoffen. "Auch wenn die Vorgänge nicht vergleichbar sind, eint den DFB und VW die Notwendigkeit, aus den Fehlern der Vergangenheit zu lernen und die richtigen Maßnahmen für die Zukunft abzuleiten", sagte DFB-Chef Grindel.

Der wichtigste DFB-Sponsor dürfte aber trotz allem der Traditions-Ausrüster Adidas bleiben. Der Sportartikelhersteller aus Herzogenaurach zahlt dem Verband dafür künftig doppelt so viel wie bisher, wie Mitte 2016 bekannt gegeben wurde. Es geht um 50 Millionen Euro jährlich, vereinbart wurde ein Vier-Jahres-Kontrakt bis 2022. Bislang soll Adidas 25 Millionen Euro pro Jahr überwiesen haben. Der aktuelle Kontrakt hatte eine Laufzeit von acht Jahren und wäre 2018 ausgelaufen.