In den Nachmittagsspielen des DFB-Pokals haben alle Bundesligisten ihre Spiele für sich entscheiden können. Werder Bremen verhinderte am Abend eine weitere Pokalblamage ohne große Mühe: Nach vier Erstrunden-Niederlagen in den vergangenen sechs Jahren gewann der Fußball-Bundesligist diesmal gegen den Zweitligaabsteiger Würzburger Kickers mit 3:0.

Borussia Dortmund gewann gegen den 1. FC Rielasingen-Arlen mit 4:0, der 1. FC Köln besiegte den Leher TS mit 5:0, genau wie der FC Bayern München, der gegen den Chemnitzer FC spielte. Eintracht Frankfurt spielte 3:0 gegen den TuS Erndtebrück, Mainz 05 und der Lüneburger SK Hansa trennten sich 3:1, SC Freiburg und VfB Germania Halberstadt 2:1.

Im Spiel zwischen Werder Bremen und den Würzburger Kickers erzielten die Bremer Miloš Veljković in der 50., Max Kruse in der 74. und Maximilian Eggestein in der 77. Minute die gewinnbringenden Tore. Werder dominierte das Spiel klar. Der Erstligist hatte deutlich mehr Ballbesitz und deutlich mehr Vorwärtsdrang, spielte sich gemessen daran aber zu wenig klare Torchancen heraus.

Die in der 3. Liga bisher noch sieglosen Würzburger waren offensiv aber zu harmlos, um den Bremern noch einmal gefährlich zu werden. Nach schlechten Vorjahreserfahrungen wollte Werder wohl eine weitere Blamage verhindern: Gegen die Sportfreunde Lotte, den 1. FC Saarbrücken, Preußen Münster und den 1. FC Heidenheim flog der sechsmalige Pokalsieger in den Jahren 2016, 2013, 2012 und 2011 jeweils in der ersten Runde aus dem Wettbewerb.

Die Chemnitzer hatten bei den Bayern keine Chance

Borussia Dortmund spielte souverän, ließ sich aber vom 1. FC Rielasingen-Arlen auf Trab halten: Die Gastgeber kamen zu ein paar gefährlichen Szenen, verpassten jedoch den erhofften Ehrentreffer. Marc Bartra schoss Dortmund in der zwölften Minute nach Vorlage von Debütant Jan-Niklas Beste in Führung. Der Bundesliga-Torschützenkönig Pierre-Emerick Aubameyang traf gleich dreimal gegen den Verbandsligisten (41./55./80.), das erste Mal dank eines Foulelfmeters.     

Der Chemnitzer FC hatte bei Bayern München keine Chance. Die Tore zum 5:0 für den deutschen Titelträger erzielten Robert Lewandowski (20./60.), Kingsley Coman (51.), Franck Ribéry (79.) und Mats Hummels (89.). Kapitän Thomas Müller hatte gleich zwei Einschussmöglichkeiten, doch CFC-Torwart Kevin Kunz parierte glänzend.

Eintracht Frankfurt spielte rund 70 Minuten in Unterzahl: Kapitän David Abraham bekam schon in der 22. Minute eine rote Karte, weil er als letzter Mann den Stürmer vom TuS Erndtebrück, Yuki Nishiya, festgehalten hatte. Nishiya hätte nach dem folgenden Freistoß (23.) fast die Führung für die Gastgeber erzielt, doch sein Schuss strich knapp über das Tor. Das brachte die Frankfurter kurzzeitig aus dem Konzept, dann sorgten aber Timothy Chandler (35.), Mijat Gaćinović (72.) und Sébastien Haller (76.) für den letztlich ungefährdeten Einzug in die zweite Runde.

Freiburg die bessere Mannschaft

Für den SC Freiburg schoss ausgerechnet Nils Petersen das erste Tor (34.). Sein Vater Andreas ist Trainer beim Gegner und Regionalligisten VfB Germania Halberstadt. Nicolas Höfler gelang vor der Pause die Vorentscheidung (42.). Freiburg war die klar bessere Mannschaft und gewann verdient, auch wenn Kay Michel mit seinem Treffer in der 88. Minute noch einmal für Spannung sorgte.

Auch Mainz 05 kassierte ein Gegentor. Felix Vobejda traf in der 31. Minute für den Viertligisten Lüneburger SK Hansa. Für Mainz schossen Yoshinori Mutō (13. Minute/60.) und Daniel Brosinski (45./Foulelfmeter) die Tore.