Der 1. FC Köln will nicht gegen die 0:5-Niederlage im Spiel gegen Borussia Dortmund vorgehen. Das habe man "nach ausführlicher Abwägung aller Faktoren" entschieden, teilte der Verein mit. Grund sei vor allem, dass die Erfolgsaussichten für einen solchen Protest gering seien.

Hintergrund ist eine umstrittene Schiedsrichterentscheidung beim zweiten Tor der Dortmunder. In der 45. Minute hatte Schiedsrichter Patrick Ittrich ein Foul gepfiffen, kurz bevor der Ball in das Tor der Kölner gerollt war. Allerdings zeigte der Videobeweis, dass der Schiedsrichter sich geirrt hatte: FC-Torwart Timo Horn war nicht von einem Gegner, sondern von einem Mitspieler behindert worden. Nach Rücksprache mit dem Videoassistenten hatte Ittrich dann den Foulpfiff zurückgenommen und das Tor für gültig erklärt. Da der Pfiff gefallen war, bevor der Ball ins Tor rollte, hatte der 1. FC Köln angekündigt, gegen die Wertung zu protestieren.

Borussia Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke hatte die Kölner nach der Einspruchsankündigung als "schlechte Verlierer" bezeichnet. In der Mitteilung wiesen die Kölner die Kritik zurück: Am Ende könne jedes Tor in der Saison zählen.