Ludogorez Rasgrad – TSG 1899 Hoffenheim 2:1 (0:1)

Auch 1899 Hoffenheim hat die Pleitenserie der Bundesliga-Clubs am zweiten Europacup-Spieltag nicht stoppen können. Der Bundesliga-Tabellenzweite unterlag in einer hektischen Partie bei Ludogorez Rasgrad mit 1:2 (1:0). Damit verloren alle sechs deutsche Clubs ihre Europacup-Spiele

Mit dem schnellsten deutschen Tor in der Europa-League-Geschichte durch Pavel Kaderabek nach 96 Sekunden ging Hoffenheim im Gruppenspiel zunächst in Führung. Nach der Halbzeitpause drehte der bulgarische Meister das Spiel und traf nach 45 Sekunden durch Swetoslaw Djakow zum Ausgleich. Mit einem Konter sorgte der Kongolese Jody Lukoki (72.) letztendlich für den nicht unverdienten Erfolg der Gastgeber.   

"Ich finde es total interessant, Spieler dabeizuhaben, die sich bisher in der U23 gezeigt haben. Aber wir sind ja nicht eine totale Rumpftruppe hier", sagte Trainer Julian Nagelsmann. Der junge Trainer hatte unter anderem den 20-jährigen Stefan Posch, der noch keine einzige Minute in der Bundesliga gespielt hat, mitgebracht.

Die mit fünf Brasilianern angetretenen Bulgaren wurden aber von Minute zu Minute stärker, weil Hoffenheim zu fahrig spielte und sich einige Missverständnisse leistete, die natürlich auch der ungewohnten Aufstellung geschuldet waren. Nagelsmann hatte erst im Juni seinen Vertrag bei 1899 Hoffenheim bis zum Jahr 2021 verlängert.

1. FC Köln – Roter Stern Belgrad 0:1 (0:1)

Die Kölner verlieren auch das zweite Spiel in der Europa League. Zu Hause gegen Roter Stern Belgrad unterlag die Mannschaft von Trainer Peter Stöger mit 0:1. Das Tor für Belgrad erzielte Richmond Boakye in der 30. Minute. Es war die verdiente Führung der Gäste, die in der ersten Halbzeit die spielbestimmende Mannschaft war. Erst kurz vor der Pause gab es die erste Torchance, als Milos Jojic aus gut 18 Metern den Ball knapp neben das Tor setzte (44.). Kein Wunder, dass die FC-Spieler mit Pfiffen in die Kabine begleitet wurden. 

Nach der Pause kamen die Kölner besser ins Spiel, trafen drei Mal den Pfosten und zeigten Einsatzwillen und Leidenschaft. Es reichte nicht, am Ende siegte Belgrad.  

Mit der Niederlage muss Köln um das Weiterkommen zittern. Zum Auftakt der Europa-League-Gruppe H hatte der FC bereits 1:3 gegen den FC Arsenal verloren. Belgrad liegt in der Gruppe nun auf Rang zwei, Köln ist mit null Punkten Gruppenletzter.

Östersunds FK – Hertha BSC Berlin 1:0 (1:0)

Das Team von Pál Dárdai verliert gegen Östersunds FK mit 0:1. Den einzigen Treffer der Partie erzielt Brwa Nouri in der 22. Minute per Elfmeter. Jordan Torunarigha hatte den Ball im Strafraum aus kürzester Distanz an die Hand bekommen. Schiedsrichter Luca Banti entschied auf Elfmeter.

Hertha war mit Neuzugang Valentino Lazaro nach Schweden gereist, die Stammkräfte Vladimír Darida und Salomon Kalou ließ Dárdai zunächst auf der Bank. Marvin Plattenhardt, Karim Rekik und Mathew Leckie hatten die Reise gar nicht angetreten. Im Tor kam wie gewohnt in der Europa League Thomas Kraft anstelle von Stammkeeper Rune Jarstein zum Einsatz. 

Der Östersunds Fotbollsklubb, erst 1996 gegründet und mit Trainer Graham Potter bis in die Europa League vorgedrungen, brachte die Berliner unbeschwert und voller Leidenschaft immer wieder in Verlegenheit. Die Hertha gab weder auf dem ungewohnten Kunstrasenplatz als auch auf der Tribüne ein gutes Bild ab: Im Gäste-Fanblock brannten nach der Pause Bengalos, weswegen die Partie kurzzeitig unterbrochen werden musste.

Hertha hatte sich zum Auftakt der Europa League vor zwei Wochen mit 0:0 von Athletic Bilbao getrennt. Jetzt rangieren die Berliner auf Rang drei der Gruppe J.