Der eingewechselte Lars Stindl hat mit einem späten Tor eine Niederlage der deutschen Nationalmannschaft abgewendet. Der Spieler von Borussia Mönchengladbach erzielte in der Nachspielzeit den Treffer zum 2:2 (0:1) im Freundschaftsspiel gegen Frankreich. Deutschland ist damit seit 21 Spielen ungeschlagen.

Die Franzosen kamen vor 36.948 Zuschauern in Köln besser ins Spiel und waren zunächst überlegen. Nach sieben Minuten landete eine Direktabnahme von Blaise Matuidi von Juventus Turin am Außennetz, wenig später musste Abwehrchef Mats Hummels mit einer Grätsche im Strafraum vor dem PSG-Profi Kylian Mbappé klären (12.). Kevin Trapp verhinderte den Rückstand, indem er mit einer Parade den Distanzschuss von Alexandre Lacazette abwehrte (19.). In der 33. Minute traf der Franzose ins Tor, als er nach schnellem Kombinationsspiel zwischen Lucas Digne und Anthony Martial den Ball bekam. In der ersten Halbzeit boten sich den Deutschen nur wenige Chancen. Erst in der 41. Minute kam Timo Werner zu einer Doppelmöglichkeit, vergab allerdings.

In der zweiten Halbzeit startete die DFB-Elf offensiv. Nach einer Hereingabe von Julian Draxler schoss Antonio Rüdiger aus kurzer Distanz knapp vorbei (53.). Drei Minuten später passte Mesut Özil auf Werner, der durch die Beine von Steve Mandanda zu seinem siebten Tor im zehnten Länderspiel abschloss (56.). Deutschland spielte weiter nach vorne und kam zu Chancen. Toni Kroos scheiterte mit einem Freistoß an der Latte (70.). Eine Minute später gelang Frankreich allerdings erneut die Führung durch Lacazette, der nach einem Zuspiel von Mbappé dem ansonsten überzeugenden Trapp keine Chance ließ (71.). Erst in der Nachspielzeit konnte Deutschland durch ein Tor von Lars Stindl ausgleichen.