Roter Stern Belgrad – 1. FC Köln 1:0 (1:0)

Im ersten Spiel nach dem Abschied von Trainer Peter Stöger hat der 1. FC Köln die Europa-League-Überraschung verpasst. Vier Tage nach der Trennung vom bisherigen Cheftrainer verlor der Bundesliga-Letzte unter dem Interimscoach Stefan Ruthenbeck bei Roter Stern Belgrad mit 0:1 (0:1) und schied damit in seiner ersten Europapokalsaison nach 25 Jahren bereits in der Gruppenphase aus.

Der von der U-19-Mannschaft vorübergehend auf den Chefposten bei den Profis aufgerückte Ruthenbeck konnte wegen Verletzungsproblemen nur mit 16 Spielern statt der erlaubten 18 auftreten.

Slavoljub Srnić (22.) erzielte im entscheidenden Spiel um Platz zwei den Treffer für die Serben, die sich in der Gruppe H mit Tabellenführer FC Arsenal aus London für die K.-o.-Runde qualifizierten. Miloš Jojić (34.) hatte noch vor der Pause die Chance auf den Ausgleich, traf aus rechter Position aber nur das Außennetz.

Hertha BSC – Östersunds FK 1:1 (0:0)

Mit einem Unentschieden hat sich Hertha BSC von der internationalen Bühne verabschiedet. Eine junge Mannschaft mit einem Altersdurchschnitt von gerade einmal 23,36 Jahren trennte sich im letzten Gruppenspiel der Europa League von Östersunds FK 1:1 (0:0). Die Führung der Gäste aus Schweden durch Sotirios Papagiannopoulos (58. Minute) glich Peter Pekarik (61.) aus. Das Weiterkommen in die K.-o.-Runde hatte der Fußball-Bundesligist bereits vorher verspielt.

Drei Minuten vor dem Ende hielt Torhüter Jonathan Klinsmann bei seinem Profidebüt einen Elfmeter von Brwa Nouri. Der Sohn des einstigen Weltmeisters und Bundestrainers war im Sommer von der Berkeley-Universität aus den USA nach Berlin gekommen, hatte bisher aber nur für das Regionalligateam gespielt.

Trainer Pál Dárdai wechselte bis auf Maximilian Mittelstädt in der Startelf im Vergleich zum jüngsten 1:2 gegen Eintracht Frankfurt alle Spieler aus. Erstmals stand in einem Pflichtspiel auch Dárdai-Sohn Palko (18) von Beginn an auf dem Platz, nachdem er Anfang November gegen Luhansk für elf Minuten eingewechselt worden war. Gegen die Ukrainer war Hertha der einzige Sieg (2:0) beim Europa-League-Comeback nach acht Jahren gelungen.

TSG 1899 Hoffenheim – Ludogorez Rasgrad 1:1 (1:0)

Mit einem glanzlosen 1:1 (1:0) gegen Ludogorez Rasgrad hat sich die TSG 1899 Hoffenheim als Schlusslicht der Gruppe C von der Europa League verabschiedet. Die Hoffenheimer schieden mit fünf Punkten nach nur einem Sieg und zwei Unentschieden als Gruppenletzter aus. Rasgrad, das das Hinspiel mit 2:1 gewonnen hatte, erreichte in der Gruppe C wie Sporting Braga die nächste Runde.

Philipp Ochs (25. Minute) brachte das Team von Trainer Julian Nagelsmann in einer mäßigen Partie in Führung. Wanderson (62.) glich für die Gäste aus. Kurz vor Schluss musste der bei Rasgrad eingewechselte Claudiu Keșerü nach einer Roten Karte (83.) vorzeitig vom Platz.

Der Fußball-Bundesligist hatte bereits vor dem letzten Gruppenspiel die Chancen auf ein Erreichen der K.-o.-Runden verpasst und trat am Donnerstagabend mit einer B-Elf an. Dabei standen gleich fünf Spieler auf dem Platz, die auch in der Bundesliga noch nicht zum Einsatz kamen. Zudem kamen die Neuzugänge Robert Žulj, Justin Hoogma und Felix Passlack sowie U21-Nationalspieler Ochs und Ersatzkeeper Gregor Kobel zum Zug.