Wer spielt wann gegen wen?

Auch wenn WM-Gruppen gelost werden: Seinem Verein bleibt man treu. Zeigen Sie das doch auch:

Welches Spiel dürfen Sie auf keinen Fall verpassen?

Leverkusen gegen Dortmund. Der BVB ist zurzeit stets unterhaltsam. Tore fallen so viele wie im Eishockey und in den Gesichtern an der Seitenlinie spiegelt sich der gesammelte Weltschmerz. Was widerfährt den Schwarz-Gelben diesmal, im Duell mit der erstarkten Bayer-Elf? Die wird von Heiko Herrlich trainiert, der in den Neunzigern als Spieler mit dem BVB die Meisterschaft und die Champions League gewann. Später wurde er Jugendtrainer in Dortmund, nun sagte Herrlich über diese Zeit: "Ich habe Marcel Schmelzer zum Verteidiger gemacht." Ein Geständnis, eine Beichte. Apropos Ex-Trainer, vielleicht macht Peter Bosz an diesem Wochenende sein letztes Spiel als BVB-Coach. Wie man hört, hat der Verein Kontakt zu seinen Ex-Trainern Ottmar Hitzfeld und Matthias Sammer aufgenommen, den beiden Dortmunder Heynckes' sozusagen. Weil die abgelehnt haben sollen, sind nun Horst Hrubesch und Armin Veh im Gespräch, als Übergangslösung für möglicherweise Julian Nagelsmann. Der ist trotz einer dürren Phase mit Hoffenheim noch immer ein begehrter Kandidat, auch in München. Wenn auch dort nicht mehr ganz vorbehaltlos. Auf dem Platz kann Dortmund den Bayern seit mehr als einem halben Jahrzehnt das Wasser nicht mehr reichen, vielleicht klappt es ja beim Trainerwerben.

Welches Spiel dürfen Sie verpassen?

Schalke gegen Köln. Dem Effzeh fehlen Siege, ein Sportdirektor und schon bald könnte auch ein Trainer abhanden kommen. Spielt Kölns Gegner Schalke einfach so weiter wie in der zweiten Hälfte gegen den BVB, dann könnte es mit Kölner Punkten schwer werden. Zumindest die Sache mit dem Manager aber wollte man diese Woche proaktiv angehen: Intensiv flirteten die Kölner Bosse mit Horst Heldt, einem früheren Kölner Spieler, es gab auch ein erstes Date. Bei Tinder wäre das ein astreines Match. Nur: Held ist bis 2021 Manager in Hannover und das ist eher keine offene Beziehung. Denn '96-Boss Martin Kind war nie bereit, sich von Held zu trennen und präsentierte am Donnerstagabend eine gemeinsame Zukunftsvision. Die Kölner zogen sich zurück. Aus Respekt vor Hannover. Ohnehin ist die rheinische Wertedebatte voll im Gange. Ein paar davon seien nämlich bereits verloren gegangen, sagte Peter Stöger, der Noch-Trainer. Er forderte entweder seine Entlassung oder eine Jobgarantie: "Das nächste Spiel darf er noch, das ist keine klare Aussage."

Wer steht im Blickpunkt?

Klaus Hofmann. Der Präsident des FC Augsburg hat sich erst in einem Fleischkonzern einen Namen gemacht, dann in einer Aufzugfirma nach oben geackert, mittlerweile gehört ihm ein Brandschutzunternehmen, das einige Bundesligastadien ausrüstet. Der Mann ist robust und mit Firmen kennt er sich auch aus. Da liegt eine Meinung zu RB Leipzig auf der Hand: "Das Konstrukt Leipzig darf keine Lizenz haben", sagte er am Montag auf der Jahreshauptversammlung, Leipzig erfülle die Voraussetzungen eines Vereins nicht. Er ist Fan geblieben. Während des Auftritts der Augsburger in Leipzig vor einem Jahr soll er in der Loge so oft den Mittelfinger gezeigt haben, dass er kurz vor dem Rauswurf stand. So erzählt es der Leipziger Geschäftsführer Oliver Mintzlaff. Zwischen ihm und Hofmann entwickelt sich eine Alphamännchenliebe. Mintzlaff ließ nun über einen Sprecher mitteilen: "Wir nehmen die Bewertung von Herrn Hoffmann amüsiert zur Kenntnis, vielleicht kommen ihm diese Einfälle nachts auf der Parkbank." Eine Anspielung auf Hofmanns Anekdote, er sei nach dem Augsburger Klassenerhalt im Mai auf einer Parkbank entdeckt worden, er sich aber nicht mehr daran erinnern könne. Als Hofmann 2014 Präsident geworden war, sagte er übrigens: "Seit viereinhalb Jahren freue ich mich über jede Leipziger Niederlage und trinke darauf ein Bier." Suchtgefahr besteht zumindest nicht.