Mit einem Kantersieg gegen Montenegro sind die deutschen Handballer in die Europameisterschaft gestartet. Im Auftaktspiel der Gruppe C gewannen sie mit 32:19 (17:9) und sammelten auf dem Weg zum angestrebten Vorrundensieg die ersten zwei Punkte.

"Das ist ein Auftakt nach Maß für uns. Wir hatten die Möglichkeit, dass jeder auf der Platte war, das war echt top", sagte Kapitän Uwe Gensheimer nach dem Spiel im ZDF. "Unsere Deckung hat gut funktioniert, aber es kommen noch andere Kaliber im Turnier". Torwart Andreas Wolff sagte: "Ich bin überrascht, dass wir so hoch gewinnen konnten. Wir haben in der Abwehr überragend gespielt."

Beim Spiel in der mit rund 4.000 Zuschauern spärlich besetzten Arena Zagreb waren Spielführer Gensheimer mit neun Toren und Paul Drux mit fünf Treffern beste Werfer für die DHB-Auswahl. Hendrik Pekeler und Patrick Wiencek bildeten den Innenblock, zudem ließ Trainer Christian Prokop EM-Neuling Maximilian Janke von Beginn an in der Defensive ran. Der Leipziger kassierte jedoch schon in den ersten zehn Minuten zwei Zeitstrafen und musste danach auf die Bank.

Die DHB-Auswahl benötigte eine knappe Viertelstunde, um richtig warm zu werden. Doch dann zog der Turniermitfavorit mit einem 9:0-Lauf davon und sorgte damit frühzeitig für klare Verhältnisse. Im Tor lieferte Wolff eine überzeugende Partie und gab seinen Vorderleuten mit zahlreichen Paraden die nötige Sicherheit. Vorne wurde variabel agiert und die deutsche Mannschaft ließ sich auch von der teilweise sehr offensiven Abwehr der Montenegriner nicht stoppen.

Auch in der zweiten Halbzeit ließ die deutsche Mannschaft nicht nach, obwohl Prokop nun viel durchwechselte. So hatte in der Mitte der zweiten Halbzeit auch Bastian Roscheck sein EM-Debüt. Hinten war Wolff weiterhin stabil und parierte unter anderem einen Siebenmeter. Allerdings musste der Kieler in der Schlussphase leicht angeschlagen seinen Platz für Silvio Heinevetter räumen. Im Angriff lief es für die Deutschen weiterhin gut – gleich zehn Spieler trafen.

Nächster Gruppengegner ist am kommenden Montag der WM-Dritte Slowenien.