Im Rodeln hat der deutsche Favorit Felix Loch nach einem Fahrfehler knapp die Goldmedaille im Einsitzer verpasst. In Pyeongchang fiel Loch im vierten Lauf vom ersten auf den fünften Platz zurück und verspielte damit seinen vierten Olympiasieg. Sein Teamkollege Johannes Ludwig gewann die Bronzemedaille. Olympiasieger wurde der Österreicher David Gleirscher vor dem US-Amerikaner Chris Mazdzer.

Nach den ersten beiden Läufen war Loch am heutigen Sonntag in die letzten zwei Rennen als Favorit gestartet. Im dritten Lauf konnte er seinen Abstand zum Verfolger Gleirscher noch einmal ausbauen. Chris Mazder konnte sich mit einer Bestzeit zwischenzeitlich an den zweiten Platz hinter Loch setzen. Im vierten, entscheidenden Rennen verdrängte Gleirscher den Amerikaner aber wieder. Ludwig profitierte von Lochs Fehler und konnte sich so in den letzten beiden Läufen vom achten auf den dritten Rang vorarbeiten.

Loch hatte bei den Olympischen Spielen 2010 in Vancouver und 2014 in Sotschi jeweils Gold im Rodel-Einsitzer geholt. In Sotschi gewann er zusätzlich auch mit der Team-Staffel die Goldmedaille. Ludwig nimmt zum ersten Mal an Olympischen Spielen teil.

Für Deutschland ist es die vierte Medaille bei den olympischen Winterspielen. Der Biathlet Arnd Peiffer gewann zuvor Gold im Zehn-Kilometer-Sprint. Auch am vorigen Tag war Deutschland im Biathlon erfolgreich gewesen: Mit einem fehlerfreien Lauf gewann Laura Dahlmeier eine Goldmedaille. Ebenfalls Olympiasieger wurde Skispringer Andreas Wellinger, der 113,5 Meter von der Normalschanze flog.