Wer spielt wann gegen wen?

Das Revierderby ist natürlich auch das Herzchenduell, auf das wir in dieser Woche am meisten schauen. Wo wird mehr geliebt? In Buer oder Dorstfeld?

Welches Spiel dürfen Sie auf keinen Fall verpassen?

Schalke gegen Dortmund. Beide kämpfen um den zweiten ersten Platz in der Tabelle. Sie wollen in der bayerischen Monopolliga The Best of the Rest sein. Momentan ist Schalke Zweiter, der BVB hat einen Punkt weniger. Besonders in Gelsenkirchen erinnert man sich noch gerne an das Hinspiel, als Schalke aus einem 0:4 noch ein 4:4 machte. Kein Wunder, dass der ganze Pott das Spiel nicht missen möchte. Doch genau das sorgt für Ärger im Revier: Das Spiel findet seltsamerweise an einem Sonntag statt. Einem Tag, der eigentlich den Hobbykickern vorbehalten ist. 250 Spiele mussten deshalb verlegt werden, für die vielen kleinen Vereine ein erheblicher Aufwand. Der Termin sei "ein Schlag in die Fresse für alle Amateurfußballer. Eine Frechheit – fast schon ein Skandal", sagte Holger Flossbach, der Trainer des DSC Wanne-Eickel. Aber seit wann kümmern den Profifußball schon die Amateure?

Welches Spiel können Sie mit gutem Gewissen verpassen?

RB Leipzig beim SV Werder. Bei den Leipzigern läuft es nicht. Erst setzte es am Montag ein 1:4 gegen Bayer Leverkusen, dann am Donnerstag ein 2:5 bei Olympique Marseille. Neun Gegentore in vier Tagen, in den RB-Strafräumen ging es zuletzt so durcheinander wie auf einem Teller Leipziger Allerlei. Damit macht RB die peinliche Performance der deutschen Clubs in Europa komplett. Den FC Bayern einmal ausgenommen, haben alle Mannschaften enttäuscht. Die Teams der sich selbst für immer noch ziemlich gut haltenden Bundesliga verloren dabei nicht nur gegen Clubs aus Spanien, England, Italien oder Frankreich, sondern auch gegen Vertreter so exquisiter Ligen wie der aus Serbien, Schweden, der Türkei, der Ukraine, Bulgarien, Österreich und Weißrussland. Didi Mateschitz kann sich indes trösten. Wenigstens seine österreichische Filiale hat es ins Halbfinale geschafft.

Wer steht im Blickpunkt?

Die Torjubler. Unter der Woche zeigte Cristiano Ronaldo wieder voller Freude seinen Oberkörper. Beim Deltamuskel geht schon noch was, finden wir, aber vor allem wurde hinterher darüber gestritten, ob sich Ronaldo so freuen durfte. Ronaldo hatte einen Ball aus elf Metern ins Tor geschossen, einen eher zweifelhaften Elfer, nach einem eher schlechten Spiel von ihm und seiner Mannschaft, in dem Real Madrid gegen Juventus Turin eine 3:0-Führung aus dem Hinspiel vertändelte und sich erst in der achten Minute der Nachspielzeit ins Halbfinale mogelte. Instinktlos sei Ronaldos exzessive Jubelei daher, sagen die einen. Ohne Empathie, ohne Gespür für die Emotionen eines Fußballspiels. Aber er hat seine Mannschaft immerhin in letzter Minute ins Halbfinale der Champions League geschossen, sagen die anderen und schwärmen von seinem Mut und überhaupt von seiner völlig ironiefreien Authentizität. CR7 reißt sich sicher auch das Trikot vom Leib, wenn er im heimischen Vorgarten einen entscheidenden Zweikampf gegen seinen Sohn (7) gewinnt. Und irgendwie ist diese Naivität ja auch was Schönes. Wir jedenfalls wünschen uns mehr arglose Poserei in der Bundesliga: