EM-Geschichte Für den ersten Titel gab’s Geschirr

Heute steigt das Finale gegen England. Der Gewinn der EM ist seit 1989 Tradition in der deutschen Nationalmannschaft der Frauen. Ein Rückblick auf ein halbes Dutzend Titel

2. Juli 1989: Deutschland – Norwegen 4:1 (3:0)

Im ausverkauften Stadion an der Bremer Brücke feiern die deutschen Spielerinnen 1989 den ersten EM-Titel für die Fußball-Nationalmannschaft der Frauen

Im ausverkauften Stadion an der Bremer Brücke feiern die deutschen Spielerinnen 1989 den ersten EM-Titel für die Fußball-Nationalmannschaft der Frauen

Mit einem 4:1 entthront die deutsche Nationalmannschaft den Europameister Norwegen. An der Qualifikation hatten lediglich siebzehn Nationen teilgenommen. Der Triumph vor 22.000 Zuschauern im Stadion an der Bremer Brücke in Osnabrück ist der Durchbruch für den Frauenfußball in Deutschland. Silvia Neid, damals Spielführerin und ihre Mannschaftskolleginnen werden für den Titel reich entlohnt: Der Deutsche Fußball Bund spendiert den Damen Essgeschirr.

14. Juli 1991: Deutschland – Norwegen 3:1 n.V. (1:1, 0:0)

Das Siegerfoto: Die deutschen Spielerinnen posieren nach ihrem zweiten EM-Titel mit dem Pokal

Das Siegerfoto: Die deutschen Spielerinnen posieren nach ihrem zweiten EM-Titel mit dem Pokal

Das vorher als europäischer Wettbewerb für Frauenfußball bezeichnete Turnier trägt seit seiner vierten Ausgabe die offizielle Bezeichnung Uefa-Europameisterschaft für Frauen. Deutschland schlägt in der Neuauflage des Finales von 1989 Norwegen mit 3:1 in der Verlängerung. Noch beträgt die reguläre Spielzeit bei Frauen-Fußballspielen 80 Minuten. Silvia Neid, Spielerin des Turniers, erzielt in der 85. Minute den dritten Treffer für Deutschland. Zwei Jahre später sollten die deutschen Damen erstmals seit 1989 den Einzug ins Finale verpassen. Für das Turnier 1993 hatte sich Deutschland auf kuriose Weise qualifiziert: "Nach einer 0:3-Niederlage im 'Heimspiel' im bulgarischen Sofia", dokumentiert uefa.com, "traten die Jugoslawinnen aufgrund des Bürgerkrieges in der Heimat nicht mehr zum Rückspiel an".

Anzeige
Leser-Kommentare
    • wmebh
    • 10.09.2009 um 19:47 Uhr

    Das wäre auch heute noch angebracht.Spitzensport hat mit Sport nichts mehr zu tun.

Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren

Service