Haxen, Hendel und Humpen "Bei Blasmusik steh ich auf dem Tisch"Seite 3/3
ZEIT ONLINE: Schon mal 100 Euro gelatzt, um ne Kapelle zu dirigieren?
Lahm: Nein, aber Blasmusik find ich zünftig. Ich mag die Musik in den Zelten. Eine traditionelle, bayerische Blaskapelle ist super. Und wenn ein Wiesn-Klassiker wie Fürstenfeld von STS gespielt wird, dann singe ich mit.
ZEIT ONLINE: Laut?
Lahm: Nicht selten.
ZEIT ONLINE: Auf dem Tisch?
Lahm: Auch schon mal.
ZEIT ONLINE: Andreas Beck hat uns gesagt, dass viele Fußballer nicht die besten Tänzer sind. Schwingt Philipp Lahm im Bierzelt die Hüften?
Lahm: Ich bin zugegebenermaßen ein schlechter Tänzer. Ich geh gerne zum Essen aufs Oktoberfest.
ZEIT ONLINE: Von der bayerischen Küche brauchen Sie uns nicht zu überzeugen, doch dürfen Sie das als Nationalspieler überhaupt?
Lahm: Was denken Sie denn? Ich liebe Deftiges: Braten, Schnitzel, Knödel. Und in der Sonne ein Hendel im Garten zu essen, ist das schönste an der Wiesn. Man muss eben darauf achten, dass man nicht nur zünftig isst, sondern alles ausgewogen bleibt.
Es ist immer wieder schön zu hören, wenn Hitze mit seiner Mama telefoniert.
ZEIT ONLINE: Geht auch ne Schweinshaxen?
Lahm: Es geht auch ne Schweinshaxen. Vielleicht schaffe ich es dieses Jahr ja gelegentlich zum Mittagessen?
ZEIT ONLINE: Gehen Sie auch privat auf die Wiesn?
Lahm: Ja, aber eher mittags. Dann verstecke ich mich unter einem großen Trachtenhut, damit ich nicht gleich erkannt werde. Abends können viele Leute nicht mehr gerade laufen. Dennoch: Ich liebe das Oktoberfest. Weil’s für alle da ist, ob Italiener, Japaner, Amerikaner oder Preußen.
- Alles Außer Fußball
Alles außer Fußball ist die Kolumne von Katja Kraus, Corny Littmann, Thomas Hitzlsperger und Arne Friedrich. Alle zwei Wochen geben wir während der Bundesliga-Saison einem das Wort. Die vier sollen und wollen nicht das Tagesgeschäft kommentieren, klassische Fußballerkolumnen gibt es genug. Alles außer Fußball ist der Versuch, Fußballer Fußball als gesellschaftliches Phänomen betrachten zu lassen. Littmann, Hitzlsperger, Friedrich und Kraus wollen ihre Meinung sagen, beispielsweise zu den Herausforderungen der Bundesregierung, zum Alltag in der Bundesliga und darüber, wie das zusammenhängen kann.
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Die Gespräche mit Philipp Lahm, Thomas Hitzlsperger, Andreas Beck und Corny Littmann stehen Ihnen auch als E-Book nach dem Download jederzeit und überall zur Verfügung.
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ZEIT ONLINE: Apropos, können Sie uns ein wenig Nachhilfe geben? Wie macht man der Kellnerin Komplimente, und wie beschwert man sich, wenn die Maß nicht richtig voll ist? Auf Bairisch, bitte!
Lahm: Das soll mal schön der Hitzlsperger machen. Ich bin in München groß geworden und musste in der Schule immer Hochdeutsch reden. Der Hitze kommt vom Land und spricht besser bairisch als ich. Es ist immer wieder schön zu hören, wenn er mit seiner Mama telefoniert.
Die Fragen stellten Oliver Fritsch und Tobias Reitz.
- Datum 10.02.2010 - 14:43 Uhr
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- Serie Alles außer Fußball
- Quelle ZEIT ONLINE
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Griabig!
»Auf Bayerisch, bitte!«
Es ist glaube ich nun das vierte oder fünfte Mal, daß ich das schreibe, ich gebe trotzdem die Hoffnung nicht auf, daß ihr Hanseaten euch das irgendwann mal merkt:
Das Land: Bayern
Das Adjektiv: bayerisch
Die Sprache: Bairisch.
Hawe d'Ehre.
der cannstatter wasen heißt weiterhin wasen und wird von nix und niemanden im schwabenland als "wasn" bezeichnet. wo kommen wir denn da hin?!?
Danke, wir werdens schon no begreifen. Gilt "Bairisch" nur für die Sprache oder auch für die Küche und das Herz?
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