Tobias Rau "Geld ist in der Kabine kein Thema"

Fußballspiele verfolgt Tobias Rau inzwischen von der Couch aus. Doch wenn heute Abend die Champions League beginnt, kommen Erinnerungen in ihm hoch. Das Kolumnengespräch.

Damals, im Dezember 2004, war Tobias Rau noch im Einsatz in der besten Liga der Welt

Damals, im Dezember 2004, war Tobias Rau noch im Einsatz in der besten Liga der Welt

ZEIT ONLINE: Herr Rau, die Kolumne heißt Alles außer Fußball. Doch Sie wollen mit uns über die Champions League reden. Warum?

Tobias Rau: Die Champions League ist etwas Besonderes. Ich habe in meiner Zeit beim FC Bayern München selbst drei Spiele gemacht. Und bin Zidane, Figo und Beckham begegnet. Die Stadien, die Hymne vor den Spielen, das Flutlicht. Das war immer spannend.

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ZEIT ONLINE: Das klingt, als würden Sie den Fußball vermissen.

Rau: Nein, ich freue mich darauf, die Spiele jetzt aus einem anderen Blickwinkel betrachten zu können.

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Alle Kolumnen von Andreas Beck, Philipp Lahm, Tobias Rau und Thomas Hitzlsperger auf unserer Serienseite

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ZEIT ONLINE: Wo werden Sie heute Abend Fußball gucken?

Rau: Ich habe einige Freunde eingeladen. Wir werden uns gemütlich zu Hause auf die Couch setzen.

ZEIT ONLINE: Und welches Spiel wird geschaut? Bayern oder Wolfsburg? Bei beiden Vereinen haben Sie gespielt.

Rau: ... da möchte ich mich nicht festlegen. Wir werden die Konferenz schauen und zwischendurch auf das Spiel zappen, das uns spannender erscheint.

ZEIT ONLINE: Welche Chance haben die deutschen Mannschaften?

Rau: Den Bayern traue ich schon zu, dass sie die Gruppenphase überstehen. Wolfsburg spielt in einer schwierigen Gruppe. Das wird richtig attraktiv. Auch Stuttgart hat gute Chancen auf Platz 1 oder 2.

ZEIT ONLINE: Urs Siegenthalter, Spielbeobachter der Nationalmannschaft, hat prognostiziert, die deutschen Mannschaften könnten mithalten, doch mehr als das Viertelfinale wäre nicht drin.

Rau: Das ist durchaus realistisch. Mit den Mannschaften aus England, Spanien und Italien können sich die deutschen Top-Klubs sportlich und finanziell nicht messen.

ZEIT ONLINE: Ist es wirklich nur das Geld?

Rau: Es spielt die größte Rolle.

ZEIT ONLINE: Und was ist mit dem FC Porto? Die Portugiesen gewannen 2004 das Finale gegen den AS Monaco.

Rau: Das ist das schöne am Fußball. Solche Überraschungen sind immer möglich. Aber im Großen und Ganzen setzen sich die Reichen durch.

ZEIT ONLINE: Wen zählen Sie in dieser Saison zu den Favoriten?

Rau: Ich habe mir noch keine Mannschaft ausgeguckt. Die Frage werde ich erst nach der Gruppenphase beantworten können. Aber ich traue es Barcelona zu, als erste Mannschaft den Cup zu verteidigen. Am liebsten schaue ich aber englische Mannschaften, die spielen am intensivsten.

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