FC Bayern München Der Klinsmann in van Gaal
Drei Siege, drei Unentschieden und zwei Niederlagen: Die Bilanz von Bayerns Trainer Louis van Gaal gleicht der von Jürgen Klinsmann. Ein Kommentar über eine gefährliche Parallele
© Lars Baron/Bongarts/Getty Images

Die Kritik an Louis van Gaal hält sich bislang in Grenzen. Der Erfolg allerdings auch
Das haben sich die Verantwortlichen des FC Bayern München unter dem neuen Trainer anders vorgestellt: Drei Siege, drei Unentschieden und zwei Niederlagen verunstalten die Bundesliga-Bilanz. Zusammen macht das nur zwölf Punkte nach acht Spielen. Und Stürmer Luca Toni hat auch schon länger nicht getroffen. Kein Wunder, dass der Trainer in der Kritik steht. Das kennt er seit Saisonbeginn, eigentlich seit der FC Bayern seine Verpflichtung überraschend verkündet hat. Einige Monate später wird Jürgen Klinsmann auch entlassen werden.
Die Parallele ist verblüffend: Drei Siege, drei Unentschieden und zwei Niederlagen weist auch Trainer Louis van Gaal nach acht Spieltagen beim FC Bayern auf. Damit ist er bisher genauso erfolgreich wie Jürgen Klinsmann. Oder erfolglos. Van Gaal aber hat im Gegensatz zu seinem Vorgänger keine Vergangenheit als Intimfeind der Münchner, er besitzt mehr Erfahrung und tritt, positiv formuliert, selbstgewisser auf. Weshalb sich die Kritik an dem Holländer bislang in Grenzen gehalten hat. Das aber wird sich ändern, wenn die Parallelen zur Klinsmann-Ära anhalten.
Louis van Gaal hat es geschafft, die Problemzone des FC Bayern dorthin zu verlagern, wo sie vor der Saison die wenigsten vermutet hätten: in den Angriff. Gegen Köln reichte es nur zu einem müden 0:0, seit drei Spielen haben die Bayern kein Tor mehr erzielt. Zwar sind Robben und Ribéry angeschlagen, doch der Gomez-Klose-Olic-Toni-Sturm sollte eigentlich in jedem Spiel für ein paar Treffer gut sein. Van Gaal aber startete zuletzt nur mit einem namhaften Angreifer, und wenn der eine nicht trifft, findet er sich spätestens zur Halbzeit auf der Bank wieder. Wenn er trifft, auch. Selbstbewusstsein holt man sich auf diese Weise nicht.
Wenigstens die Defensive konnte Louis van Gaal stabilisieren, womit er sich dann doch von Jürgen Klinsmann abhebt. Gegenwärtig muss er hoffen, dass das nicht der einzige Unterschied bleibt.
- Datum 05.10.2009 - 10:04 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE, Tagesspiegel
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Entweder hat der Autor dieses Artikels schlecht recherchiert oder ich habe die Ironie nicht verstanden. In Anspielung auf den nicht treffenden Luca Toni sei festgestellt, daß dieser sich zur Zeit in der Reserve der Bayern, respektive in der Regionalliga Mannschaft tummelt. Und DAS wäre ein Grund für Kritik, den man hier leider nicht aufgegriffen hat.
Das mit Luca Toni bezog sich deutlich auf die ersten Wochen unter Klinsmann, hat also weder mit Ironie noch mit falscher Recherche zu tun.
Und van Gaal muss mit dem leben, was er findet. Die Stürmer, die Bayern zuletzt verpflichtet hat, haben sich nunmal nahezu ausnahmslos als (zumindest von Hoeneß) überschätzt erwiesen.
Gerade Klose und Gomez haben ihre Mimosenhaftigkeit was das Nervenkostüm angeht schon vor ihrer Zeit bei Bayern unter Beweis gestellt. Klose kann Weltklasse sein, aber wenn's im Kopf nicht stimmt, dann wird's Gurkenfußball. Die Einstellung stimmt immer, deshalb hatte er auch überall und nahezu immer Naturschutz in der Stammelf, obwohl die Leistungen oft so daneben waren, dass die eigene Mannschaft auch zu zehnt hätte auflaufen können. Van Gaal ist der Einzige, der Klose auch mal leistungsgerecht auf die Bank setzt. Schon allein dafür verdient er Respekt.
Und Gomez? Dessen Debutserie in der Nationalmannschaft spricht wohl für sich. Der Rest:
Olic: Dauerläufer, bessere Nerven, aber kein "Killer"
Toni: Diva, siehe letzte Saison, sowie immer in der Nationalmannschaft
Bei Podolski hätte ich eigentlich geglaubt, dass der einschlägt, aber der hat seine Bergheimer Bolloträume schon wahr werden lassen und ist pappesatt.
Stürmer haben's schwer beim FC Hollywood, und dieser hat's schwer bei der Suche. Trotzdem konnte man die Lage auch schon vorher so absehen. Van Gaal kann einem ein wenig leid tun, der ist für die Transfers ja nicht verantwortlich.
Das mit Luca Toni bezog sich deutlich auf die ersten Wochen unter Klinsmann, hat also weder mit Ironie noch mit falscher Recherche zu tun.
Und van Gaal muss mit dem leben, was er findet. Die Stürmer, die Bayern zuletzt verpflichtet hat, haben sich nunmal nahezu ausnahmslos als (zumindest von Hoeneß) überschätzt erwiesen.
Gerade Klose und Gomez haben ihre Mimosenhaftigkeit was das Nervenkostüm angeht schon vor ihrer Zeit bei Bayern unter Beweis gestellt. Klose kann Weltklasse sein, aber wenn's im Kopf nicht stimmt, dann wird's Gurkenfußball. Die Einstellung stimmt immer, deshalb hatte er auch überall und nahezu immer Naturschutz in der Stammelf, obwohl die Leistungen oft so daneben waren, dass die eigene Mannschaft auch zu zehnt hätte auflaufen können. Van Gaal ist der Einzige, der Klose auch mal leistungsgerecht auf die Bank setzt. Schon allein dafür verdient er Respekt.
Und Gomez? Dessen Debutserie in der Nationalmannschaft spricht wohl für sich. Der Rest:
Olic: Dauerläufer, bessere Nerven, aber kein "Killer"
Toni: Diva, siehe letzte Saison, sowie immer in der Nationalmannschaft
Bei Podolski hätte ich eigentlich geglaubt, dass der einschlägt, aber der hat seine Bergheimer Bolloträume schon wahr werden lassen und ist pappesatt.
Stürmer haben's schwer beim FC Hollywood, und dieser hat's schwer bei der Suche. Trotzdem konnte man die Lage auch schon vorher so absehen. Van Gaal kann einem ein wenig leid tun, der ist für die Transfers ja nicht verantwortlich.
Das mit Luca Toni bezog sich deutlich auf die ersten Wochen unter Klinsmann, hat also weder mit Ironie noch mit falscher Recherche zu tun.
Und van Gaal muss mit dem leben, was er findet. Die Stürmer, die Bayern zuletzt verpflichtet hat, haben sich nunmal nahezu ausnahmslos als (zumindest von Hoeneß) überschätzt erwiesen.
Gerade Klose und Gomez haben ihre Mimosenhaftigkeit was das Nervenkostüm angeht schon vor ihrer Zeit bei Bayern unter Beweis gestellt. Klose kann Weltklasse sein, aber wenn's im Kopf nicht stimmt, dann wird's Gurkenfußball. Die Einstellung stimmt immer, deshalb hatte er auch überall und nahezu immer Naturschutz in der Stammelf, obwohl die Leistungen oft so daneben waren, dass die eigene Mannschaft auch zu zehnt hätte auflaufen können. Van Gaal ist der Einzige, der Klose auch mal leistungsgerecht auf die Bank setzt. Schon allein dafür verdient er Respekt.
Und Gomez? Dessen Debutserie in der Nationalmannschaft spricht wohl für sich. Der Rest:
Olic: Dauerläufer, bessere Nerven, aber kein "Killer"
Toni: Diva, siehe letzte Saison, sowie immer in der Nationalmannschaft
Bei Podolski hätte ich eigentlich geglaubt, dass der einschlägt, aber der hat seine Bergheimer Bolloträume schon wahr werden lassen und ist pappesatt.
Stürmer haben's schwer beim FC Hollywood, und dieser hat's schwer bei der Suche. Trotzdem konnte man die Lage auch schon vorher so absehen. Van Gaal kann einem ein wenig leid tun, der ist für die Transfers ja nicht verantwortlich.
Was heisst hier, die Stürmer können sich aufgrund der Rotation kein Selbstbewusstsein holen? Die Herrschaften werden dafür bezahlt, das sie spielen! Die haben sich den Arsch aufzureißen, ob nun selbstbewusst oder nicht. Die Spieler müssen sich ihre Erfolge und somit Selbstbewusstsein SELBER erarbeiten. Ich kann auch nicht bei der Arbeit ne schlechte Leistung abliefern, weil ich nicht selbstbewusst bin oder so ein Quatsch. Hallo, wo leben wir eigentlich? Geht's noch?
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