Bundesliga, 11. Spieltag
Bochum bleibt Punktelieferant
Die Verpflichtung von Heiko Herrlich als Trainer brachte den VfL-Profis noch keinen Leistungsschub. Hoffenheim nutzt die Patzer der Konkurrenz. Alle Spielberichte
© Vladimir Rys/Bongarts/Getty Images Bochums Torwart Philipp Heerwagen streckt sich vergeblich. Seine Mannschaft verlor mit 1:2 in Frankfurt
Eintracht Frankfurt - VfL Bochum 2:1
Heiko Herrlich hat bei seinem Trainerdebüt den Absturz der Bochumer nicht stoppen können und ist gleich als Krisenmanager gefordert. Durch die siebte Saisonniederlage bleibt der VfL mit mageren acht Punkten Tabellen-Vorletzter, während sich die Hessen (16) auf Platz neun vorschoben. Vor der Saison-Minuskulisse von 37.500 Zuschauern in der Commerzbank-Arena sorgten Caio (14. Minute) und Maik Franz (25./Eigentor) für den Pausenstand; danach avancierte Pechvogel Franz mit seinem siegbringenden Kopfballtreffer zum Glückspilz (53.). Ein seltenes "Kunststück" lieferte Bochums Shinji Ono ab: Zwischen Gelb und Gelb-Rot für den Japaner lagen nicht einmal 60 Sekunden.
In der ersten Halbzeit stellte Frankfurt noch die bessere von zwei schwachen und verunsicherten Mannschaften, Bochum hatte bei der vierten Niederlage in Serie kaum mehr als kämpferischen Einsatz zu bieten - und in 92 Minuten keinen einzigen Torschuss. Die Eintracht spielte zwar engagierter, zündende Ideen blieben aber vor der Pause Mangelware. Nikos Liberopoulos hatte Pech, als sein Kopfball nur auf der Latte landete (12.), zwei Minuten später zielte Kollege Caio genauer: Aus knapp 30 Metern versenkte der zuletzt viel geschmähte Brasilianer einen direkten Freistoß im Tor - VfL-Keeper Philipp Heerwagen reagierte zu spät. Mit der Aufstellung von Caio, der neu ins Team rückte, bewies Eintracht-Coach Michael Skibbe ein glückliches Händchen.
Als der Grieche Liberopoulos mit einem Kopfball den Pfosten (25.) traf, war das diesmal nicht das Signal zum nächsten Treffer. Beim Gegenstoß der Gäste flankte Joel Epallé vor das Eintracht-Tor, Franz fälschte den Ball mit dem rechten Knie ins eigene Netz ab. Schon bei der 0:4-Niederlage der Hessen im Pokal-Achtelfinale gegen Bayern München hatte der Verteidiger einen schwarzen Tag erwischt und ein Tor verschuldet.
Die Frankfurter agierten nach dem unglücklichen 1:1 keineswegs demoralisiert und machten weiter Druck: Nach einer Flanke von Patrick Ochs vergab Caio die erneute Führung nur knapp (42.). Beim 2:1 avancierte Pechvogel Franz zum Glückspilz: Mit einem Kopfball aus drei Metern machte er seinen Fehler wieder gut. Die Steigerung der Skibbe-Elf nach der Pause zahlte sich aus, Alexander Meier hatte nach einem energischen Solo das 3:1 auf dem Fuß (65.).
Fünf Tage nach seiner Verpflichtung für Marcel Koller schickte Herrlich eine auf drei Positionen veränderte Startelf auf den Rasen: Für Paul Freier, Mimoun Azaouagh und Diego Klimowicz bekamen zunächst Epallé, Dennis Grote und Zlatko Dedic ihre Chance. Doch zwingende Aktionen gelangen dem Abstiegskandidaten, der nach zuvor drei Niederlagen und dem Trainerwechsel höchst verunsichert und planlos wirkte, nicht.
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- Datum 1.11.2009 - 19:36 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE, dpa
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