Fußball Geht Matthäus nach Argentinien?
Verwirrung um Lothar Matthäus: Der argentinische Erstligist Racing Club de Avellaneda meldet die Verpflichtung des ehemaligen Nationalspielers. Dieser äußert sich widersprüchlich
Lothar Matthäus hat ein Engagement als Trainer des kriselnden argentinischen Fußball-Erstligisten Racing Club de Avellaneda zunächst dementiert. Während Clubchef Rodolfo Molina auf einer Pressekonferenz die Verpflichtung des deutschen Rekord-Nationalspielers ankündigte, widersprach Matthäus in der Bild am Sonntag": "Es ist völlig aus der Luft gegriffen. Ich werde weder Montag noch in den nächsten Tagen nach Südamerika reisen." Gegenüber Bunte.de sagte er jedoch, die Verhandlungen seien weit fortgeschritten.
Auf der Vereins-Homepage von Avellaneda wurde Matthäus' Ankunft für diesen Mittwoch angekündigt. "Lothar Matthäus wird Trainer von Racing", schrieb der Club über die künftige Kooperation mit dem 48-Jährigen, der momentan ohne Anstellung ist. "Ich habe derzeit Angebote aus dem Ausland, aber nicht aus Argentinien und nicht aus der Bundesliga", erklärte Matthäus weiter in der BamS, während argentinische Medien bereits auf das "deutsche Wunder" hofften.
Der Vereinspräsident des argentinischen Erstligisten Racing, Rodolfo Molina, hatte am Samstag verkündet, dass der frühere deutsche Fußball-Nationalspieler Lothar Matthäus künftig den Verein aus Buenos Aires trainieren werde. "Matthäus ist genau der Trainer, den Racing für einen Qualitätssprung braucht", sagte Molina. Zugleich wies er Berichte zurück, Matthäus werde sehr viel Geld verdienen und habe die Bereitstellung eines gepanzerten Autos deutscher Produktion verlangt.
Clarín hatte zuvor berichtet, Matthäus werde für seinen Jahresvertrag eine Million Dollar (667.000 Euro) bekommen und habe neben der Panzerlimousine einen persönlichen Dolmetscher sowie ein Zimmer in einem Luxushotel verlangt. Racing steckt in großen Finanznöten und muss gegen den Abstieg aus der ersten Liga kämpfen.
In Fankreisen wurde die Nachricht von der Einigung zwischen Racing und Matthäus mit Überraschung aufgenommen. "Wenn Racing unter Matthäus auch nur drei Spiele hintereinander verliert, ist er wieder weg vom Fenster", sagte der langjährige Anhänger des Clubs, Hugo Narvaez. Die Nachrichtenagentur Telem hatte zuvor berichtet, Matthäus bekomme eine Prämie, wenn der Club nicht absteigt.
Seit Jahren zieht Matthäus auf der Suche nach einer Trainerposition um die Welt. Er hat dabei schon in Österreich, Serbien, Ungarn, Brasilien und Israel gearbeitet.
- Datum 25.10.2009 - 15:02 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE, dpa
- Kommentare 1
- Versenden E-Mail verschicken
- Empfehlen Facebook, Twitter, Google+
- Artikel Drucken Druckversion | PDF
-
Artikel-Tools präsentiert von:








Ein Alptraum.
Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren