Gewalt nach dem Spiel Polizist zeigt Fußballfan wegen Mordversuchs an
Im unterklassigen Fußball werden Fans immer gewalttätiger und entwickeln Angriffspläne gegen Polizisten. Nun wehrt sich einer und stellt Anzeige wegen versuchten Mordes.
© Sandra Behne/Bongarts/Getty Images

Polizisten beim Einsatz im Fußballstadion, im Hintergrund ein Fan-Block
Ein Polizist wehrt sich. In der Folge von gewalttätigen Ausschreitungen nach einem Fußballspiel in Halle an der Saale hat der Beamte Strafanzeige gestellt: wegen versuchten Mordes. Dies bestätigt Uwe Petermann, Landeschef der Gewerkschaft der Polizei (GdP) in Sachsen-Anhalt der Mitteldeutschen Zeitung: "Es ist ein deutlicher Hinweis an die Staatsanwaltschaft."
Präsident Werner Georg vom Fußball-Verband Sachsen-Anhalt sagt, dass sich die Probleme aus den Stadien herausverlagert hätten. "Die Vereine tun alles für die Sicherheit, sprechen vor dem Spiel mit der Polizei und den Ordnungskräften ab. Sie sind aber machtlos, wenn es außerhalb zu Ausschreitungen kommt."
Unbestritten sei außerdem, dass die Gewalt eine neue Qualität erreicht habe. Deshalb sei auch die Politik gefragt, ergänzt Georg. "Sie muss konkrete gesetzliche Grundlagen schaffen, um die Chaoten schnell und wirkungsvoll zu bestrafen."
Vor einem Monat beim Regionalliga-Spiel zwischen dem Halleschen FC und dem 1. FC Magdeburg füllten rund vierzig vermummte Gewalttäter vor dem Spiel Mülltonnen mit Pflastersteinen und Zaunlatten. Nach dem Spiel lockten sie die Polizei in den Hinterhalt, indem sie eine Auseinandersetzung rivalisierender Fangruppen vortäuschten. 16 Beamte wurden verletzt.
"Strategien werden genauestens geplant, um dem Feind Polizei zu schaden. Sie gehen intelligent vor. Diese Personen setzen sich intensiv mit der Polizeitaktik auseinander und schmieden ihre Pläne", sagt der Dresdener Polizeidirektor Uwe Kilz. Es handele sich um "Menschen mit einem ganz normalen Beruf", die sich am Wochenende prügeln. Darunter seien viele Akademiker, wie Rechtsanwälte oder Ingenieure. Da die neuen, modernen Fußball-Arenen aufgrund der Sicherheitsstandards den Gewalttätern nur wenige Möglichkeiten bieten, weichen sie oft auf Dorfplätze aus.
Das zeigt auch der Angriff von Neonazis beim achtklassigen Spiel FSV Brandis gegen Roter Stern Leipzig am vorigen Wochenende. Die sächsische Polizei, die im Freistaat 1400 Gewalttäter im Sport registriert hat (620 in Sachsen-Anhalt), ermittelt nun mit höchster Anstrengung, nachdem rund 50 noch unbekannte rechtsextreme Angreifer mit Eisenstangen, Holzlatten und Pflastersteinen den Sportplatz in Brandis gestürmt hatten. Drei Menschen waren dabei verletzt worden. "Ich bin sehr optimistisch, dass wir die brutalen Schläger ermitteln und ihrer gerechten Strafe zuführen können", sagt Landespolizeipräsident Bernd Merbitz und betonte: "Für dieses brutale und heimtückische Vorgehen kann es nur heißen: Null Toleranz."
Verstärkung haben die 16 Beamten der Polizeidirektion Westsachsen inzwischen durch die "Soko Rex" bekommen, der sächsischen Rechtsextremismus-Sonderkommission.
- Datum 29.10.2009 - 18:18 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE, dpa
- Kommentare 7
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Warum muss eigentlich die Allgemeinheit für die Sicherheit zahlen? Warum sorgen nicht die vereine selbst für die nötige Sicherheit und heuern "Schwarze Sheriffs" an, dann wüssten wir/sie, welchen "Wert" ein Fußballspiel hat.
Diese "Fans" (im folgenden werde ich das Synonym "idioten" verwenden) haben mit den Vereinen nur soviel zu tun, dass die Vereine regelmäßige Anlässe für Keilereien veranstalten. Würden die Vereine zusammen mit der Polizei und den Gemeinden diese idioten vergraulen, würden die sich andere Spielplätze suchen, die womöglich noch schwerer zu kontrollieren sind und/oder unbeteiligte Opfer fordern.
Die Allgemeinheit müsste so oder so für diese idioten aufkommen, ob nun im Rahmen eines zwölftliga Spiels oder am Rande eines Schützenfestes.
Wenn die Chaoten ihre Angriffe auf die Polizei und andere Bürger außerhalb der Stadion durchführen, können die Vereine nicht viel machen. Da hilft nur konsequente Strafverfolgung und eine entsprechende Gesetzgebung.
wir in einem sog. Sozialstaat leben, um es noch einmal zu erklären, wir laufen nicht als Einzelkämpfer durch die Welt, sondern unterstützen die Schwächeren bzw. Bedüftigen.
Was wäre es für eine Gesellschaft wo nur die Autofahrer für die Straßen bezahlten? Da fässt man sich an Kopp...
Diese "Fans" (im folgenden werde ich das Synonym "idioten" verwenden) haben mit den Vereinen nur soviel zu tun, dass die Vereine regelmäßige Anlässe für Keilereien veranstalten. Würden die Vereine zusammen mit der Polizei und den Gemeinden diese idioten vergraulen, würden die sich andere Spielplätze suchen, die womöglich noch schwerer zu kontrollieren sind und/oder unbeteiligte Opfer fordern.
Die Allgemeinheit müsste so oder so für diese idioten aufkommen, ob nun im Rahmen eines zwölftliga Spiels oder am Rande eines Schützenfestes.
Wenn die Chaoten ihre Angriffe auf die Polizei und andere Bürger außerhalb der Stadion durchführen, können die Vereine nicht viel machen. Da hilft nur konsequente Strafverfolgung und eine entsprechende Gesetzgebung.
wir in einem sog. Sozialstaat leben, um es noch einmal zu erklären, wir laufen nicht als Einzelkämpfer durch die Welt, sondern unterstützen die Schwächeren bzw. Bedüftigen.
Was wäre es für eine Gesellschaft wo nur die Autofahrer für die Straßen bezahlten? Da fässt man sich an Kopp...
Lässt das nicht an dieser ganzen Fußballfangemeinde zweifeln? Wer ist da noch normal, säuft und prügelt nicht? Die am SPort interessierte Minderheit... Dabei versuchen die Veranstalter schon abzuwiegeln, aber jedes Spiel ist fast ein Kriegsersatz ... http://viereggtext.blogsp...
Diese "Fans" (im folgenden werde ich das Synonym "idioten" verwenden) haben mit den Vereinen nur soviel zu tun, dass die Vereine regelmäßige Anlässe für Keilereien veranstalten. Würden die Vereine zusammen mit der Polizei und den Gemeinden diese idioten vergraulen, würden die sich andere Spielplätze suchen, die womöglich noch schwerer zu kontrollieren sind und/oder unbeteiligte Opfer fordern.
Die Allgemeinheit müsste so oder so für diese idioten aufkommen, ob nun im Rahmen eines zwölftliga Spiels oder am Rande eines Schützenfestes.
Wenn die Chaoten ihre Angriffe auf die Polizei und andere Bürger außerhalb der Stadion durchführen, können die Vereine nicht viel machen. Da hilft nur konsequente Strafverfolgung und eine entsprechende Gesetzgebung.
wir in einem sog. Sozialstaat leben, um es noch einmal zu erklären, wir laufen nicht als Einzelkämpfer durch die Welt, sondern unterstützen die Schwächeren bzw. Bedüftigen.
Was wäre es für eine Gesellschaft wo nur die Autofahrer für die Straßen bezahlten? Da fässt man sich an Kopp...
Interessant, dass es solche Ausschreitungen soweit ich weiß bei keiner anderen Sportart gibt, nicht mal runter gerechnet auf wesentlich geringere Zuschauerzahlen. Habe zumindest noch nie was davon gehört.
...für junge Männer- jedenfalls in Europa und Südamerika. Hier werden heterosexuelle Rollenklischees eingeübt und Agressionen (angeblich) kanalisiert. Kein Wunder, dass Fußball der letzte Sport ist, indem es sich kein Spieler erlauben kann, seine Homosexualität zu "outen".
Was dem guten alten Römer die Freude am vom Löwen zerfleischten Christenmenschen war, ist dem modernen "Fan" (?) die Freude am zum Krüppel geschlagenen Polizisten.
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