Fußball-WM-Qualifikation Krawalle nach Ägyptens Sieg
In der Gruppe C erkämpfte sich Ägypten ein 2:0 gegen Algerien und hat damit ein Entscheidungsspiel erzwungen. In der Hauptstadt Kairo kam es zu Ausschreitungen.

Ein algerischer Fußball-Fan zeigt sein Ticket für das Entscheidungsspiel am 18. November im Sudan
Erst in der 5. Minute der Nachspielzeit gewann Ägypten 2:0 gegen Algerien. Zwischen den nun punkt- und torgleichen Teams findet am 18. November das Entscheidungsspiel im Sudan statt.
Beim Duell vor 75.000 Zuschauern in Kairo gingen die Gastgeber um Dortmunds Bundesliga-Profi Mohamed Zidan durch Amr Zaki zwar früh in Führung. Doch erst Sekunden vor Ablauf der sechsminütigen Nachspielzeit erlöste Mohamed Abutreika den sechsmaligen Afrika-Meister endgültig, der weiter auf die erste WM-Teilnahme seit 1990 hoffen darf.
Nach dem Spiel kam es zu Ausschreitungen. Laut Augenzeugenberichten schritt die Polizei nicht ein, als nach dem Spiel Mannschaftsbus und Busse mit algerischen Fans von Ägyptern mit Steinen und anderen Wurfgeschossen attackiert worden sind. Dabei wurden offenbar drei algerische Fans verletzt.
Schon bei der Ankunft der algerischen Mannschaft auf der Fahrt vom Flughafen zum Hotel hatte es Attacken gegeben. Dabei sollen auch algerische Spieler verletzt worden sein. Beim Spiel liefen drei Spieler mit sichtbaren Verletzungen auf. Die Ägypter sprachen ihrerseits von einer "Inszenierung".
Auch in Frankreich kam es zu Ausschreitungen. Algerische Migranten in Lyon und Marseille ließen ihrer Wut freien Lauf, nachdem das Tor in der Nachspielzeit die erste direkte WM-Qualifikation Algeriens nach 1986 verhindert hat. Damals gewann Algerien 2:1 gegen Deutschland.
- Datum 15.11.2009 - 19:55 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE, dpa
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