FC Bayern München Bayern-Mitglieder krönen Hoeneß
Bei der Wahl zum Präsidenten bekommt Uli Hoeneß 99 Prozent der Stimmen. Der ehemalige Manager prophezeit seinem Klub "goldene Jahre".
© Sean Gallup/Getty Images

Uli Hoeneß wurde mit überwältigender Mehrheit zum neuen Präsidenten des FC Bayern München gewählt
In einer bewegenden Jahreshauptversammlung hat der deutsche Fußball-Rekordmeister FC Bayern München eine neue Zeit eingeläutet. Mit einem überwältigendem Ergebnis von 99,3 Prozent wurde Uli Hoeneß nach 30 Jahren als Manager zum neuen Präsidenten damit zum Nachfolger von Franz Beckenbauer gekürt. 4458 der 4490 abstimmenden Mitglieder stimmten für den 57-Jähringen.
Der neue Präsident Hoeneß zeigte sich nach der Wahl überwältigt und dankte in seiner Antrittsrede die Mitglieder für den starken Zuspruch und die Unterstützung. "Ich kann versichern, dass ich diese drei Jahre, für die ich nun gewählt bin, alle Kraft einsetzen werde, dass der FC Bayern sportlich dahin kommt, wo wir ihn uns wünschen."
Als eine seiner ersten Amtshandlungen ernannte Hoeneß seinen Vorgänger Beckenbauer zum Ehrenpräsidenten. "Er hat es verdient wie kein anderer", sagte Hoeneß, der sich zuvor selbst über jede Menge Anerkennung freuen durfte. Er versprach: "Meine Erben haben eine goldene Zukunft vor sich."
Beckenbauer, der "Kaiser", wurde zudem zum Ehrenspielführer von Bayern München ernannt. "Natürlich bleib ich dem FC Bayern verbunden nach 51 Jahren. Da kannst du ja nicht sagen, tschüss, das war's", sagte der Beckenbauer, der einen goldenen Abschied erlebte.
Einen Tag nach dem 90-Millionen-Euro-Deal mit Audi durfte sich der neue Chef vom Vorstand um Karl-Heinz Rummenigge am Freitag über viel Lob freuen. "Die zwei wichtigsten Persönlichkeiten des FC Bayern kann man nicht so ohne weiteres ersetzen", sagte Rummenigge über den "Zuhörer, Ratgeber, Retter und guten Engel mit großem Herzen" sowie den "Chef
der Abteilung Attacke."
Bambi-Preisträger Hoeneß und Beckenbauer wurden gefeiert, Trainer Louis van Gaal mit einer Mischung aus Beifall und Pfiffen begrüßt – und mit Applaus verabschieder. Beckenbauer wünschte sich von dem niederländische Fußball-Lehrer "noch den einen oder anderen Pokal" in der Saison zu holen. "Louis van Gaal ist neu, die Mannschaft ist fast neu. Man muss Verständnis haben, man muss auch Zeit geben."
Wieder einmal präsentierten die Münchner der FC Bayern München AG, gute Zahlen. Der Gewinn stieg leicht von 2,1 auf 2,5 Millionen Euro. Zum 17. Mal nacheinander wirtschaftete der nunmehr 151.227 Mitglieder starke Club profitabel – auch ein großer Verdienst von Neu-Präsident Hoeneß, der den Verein 1979 mit Schulden und nur zwölf Millionen Mark Umsatz übernahm. "Wir wollen versuchen, die Allianz Arena so schnell wie möglich schuldenfrei zu machen", sagte Hoeneß.
Rummenigge erinnerte an die enttäuschende vergangene Saison ohne Titel. In der laufenden Spielzeit soll der Bundesliga-Siebte bald durchstarten und auch das Gruppen-Finale der Champions League am 8. Dezember in Turin gewinnen. "Ich bin überzeugt, wenn unsere zwei Raketen Franck Ribéry und Arjen Robben zurückkommen, werden wir auch eine andere Mannschaft sehen. Dann wird unsere Mannschaft eine Aufholjagd starten", sagte Rummenigge, der ankündigte, ab Sommer wieder mit dem an Bayer Leverkusen ausgeliehenen Toni Kroos auflaufen zu wollen.
Nach 15 Jahren als Präsident wird Beckenbauer eine späte Ehre zuteil: Mit mehr als drei Jahrzehnten "Verspätung" bekommt er sein Abschiedsspiel. Im August des kommenden Jahres wird Real Madrid in München zu Gast sein. Beckenbauer ist nach dem verstorbenen Präsidenten Wilhelm Neudecker der zweite Ehrenpräsident des Clubs.
- Datum 28.11.2009 - 10:46 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE, dpa
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der Franz war mir als Präsident sympatischer und "würdiger"! Der Uli ist und bleibt halt "der Manager" und wirkt in seiner neuen Rolle auch irgendwie unreif und tyrannisch!
Manager prophezeit seinem Klub "goldene Jahre". Da hat er seinen Mund aber zu voll genommen.
Geschichtlich gesehen kommt aber das Gegenteil, danach geht es mit Hoeneß den Berg runter. Von wegen goldene Jahre!
Wollen aber hoffen, dass es zumindestens langsam erfolgt.
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