Bundesliga, 12. Spieltag

Werder und HSV lassen Leverkusen ziehen

Ein Spieltag der Unentschieden: Bremen, Hamburg und Schalke lassen Punkte bei der Verfolgung von Spitzenreiter Leverkusen. Hertha setzt den freien Fall fort. Alle Spielberichte der Bundesliga

Brachte Werder vorübergehend in Führung: Mesut Özil

Brachte Werder vorübergehend in Führung: Mesut Özil

Werder Bremen – Borussia Dortmund 1:1

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Die Serie hat gehalten, doch die große Chance hat Werder Bremen vertan: Zwar blieben die Hanseaten mit dem am Ende glücklichen 1:1 (1:0) gegen Borussia Dortmund auch im 19. Pflichtspiel hintereinander ungeschlagen, verloren aber in der Fußball-Bundesliga durch das Remis wertvollen Boden auf Spitzenreiter Bayer 04 Leverkusen.

Nationalspieler Mesut Özil (36.) hatte am Sonntag die Gastgeber vor 34.906 Zuschauern nach toller Vorarbeit von Aaron Hunt mit seinem fünften Saisontor in Führung gebracht. In der temporeichen, aber nicht immer hochklassigen Partie schaffte Torjäger Lucas Barrios (54.) den Ausgleich. Der BVB dominierte die zweite Halbzeit und hatte sogar noch Möglichkeiten zum verdienten Sieg gegen die immer mehr abbauenden Bremer. Werder behielt seinen zweiten Tabellenplatz, hat aber nunmehr drei Punkte Rückstand auf die Leverkusener. Die
Dortmunder stecken als Neunter weiter im Mittelfeld weg.

Noch vor dem Spielbeginn waren die Werder-Fans bester Laune. Die Nachricht vom 2:2 des Erzrivalen und Tabellendritten Hamburger SV bei Hannover 96 löste auf den Rängen Jubel aus. Schon zwei Minuten nach dem Anpfiff hatte Özil die erste Chance, die Stimmung der Bremer Anhängerschaft weiter zu steigern, scheiterte aber an Dortmunds Keeper Roman Weidenfeller. Vier Minuten später hatten auch die Gäste ihre erste Möglichkeit, als der Ex-Bremer Nelson Valdez aus halblinker Position schoss, der Ball aber am Tor vorbeiging.

Die beiden Szenen waren zunächst die einzigen Aufreger. Die Gastgeber waren häufiger im Ballbesitz, machten aber zu wenig daraus. Beide Mannschaften ließen sich kaum Raum im Mittelfeld. Es wurde gearbeitet, nicht gespielt. Die Folgen: viele Fehlpässe, wenig Strafraumszenen.

Werder war vor allem das Fehlen von Tor-Garant Claudio Pizarro anzumerken. Sein Ersatz Hugo Almeida konnte sich im ersten Spiel von Beginn nach seiner Gesundung kaum durchsetzen. Dagegen ließ Philipp Bargfrede den verletzten Torsten Frings im Mittelfeld fast vergessen. Die ersatzgeschwächten Dortmunder gefielen mit ihrer starken Defensive, doch nach vorn lief auch bei ihnen nur wenig.

Erst nach dem Geniestreich von Hunt und Özil nahm das Spiel an Fahrt auf: Hunt flankte von rechts auf Özil, der angeblich vom FC Arsenal aus London umworbene Nationalspieler nahm den Ball direkt und schoss gegen die Laufrichtung von Weidenfeller. Sieben Minuten später rettete Dortmunds Mohamed Zidan auf der Linie nach einem Schuss von Per Mertesacker. Auch der BVB meldete sich noch einmal: In der Nachspielzeit parierte Werder-Torwart Tim Wiese Nuri Sahins Freistoß.

Nach dem Wiederanpfiff schienen die Hanseaten zunächst weiter am Drücker zu bleiben. Dann häuften sich aber die Nachlässigkeiten. In der 53. Minute wurde ein Tor von Barrios wegen Abseitsstellung abgepfiffen - eine Fehlentscheidung. Nur wenige Sekunden später durften die Westfalen doch jubeln: Nach einem Schuss von Valdez staubte Barrios ab. Werder verlor seinen Rhythmus. Dortmund wurde mutiger. Neven Subotic (68.) und vor allem Valdez (81.), der an dem starken Wiese scheiterte, vergaben noch gute Möglichkeiten.

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Leser-Kommentare

  1. Lahm könnte sich an der eigenen Nase fassen, aber, er hat ja Recht,
    Alle wissen es, die Führung beim FCB gehört ausgewechselt, So wie
    damals als Beckenbauer und Maier das Sagen hatten in den 70ern,

    • 08.11.2009 um 14:32 Uhr
    • jokus1

    Für mich ist Philipp Lahm schon jetzt Spieler des Jahres 2009. Er verkörpert einen neuen Typus von intelligent-(selbst)kritischen Fußballern, die sich nicht nur nach dem Spiel ausgezeichnet ausdrücken können und mutig ihre Meinung vertreten. Den Anpfiff von Hoeneß wird er überstehen, ob Hoeneß die jetzige Bayern-Krise übersteht ist eine andere Frage.
    Zu dieser "Lahm" - Generation zähle ich auch Thomas Hitzlsberger, Andreas Beck und Tobias Levels. Sie alle zeichnen sich auch dadurch aus, dass sie "außer Fußball" noch andere Interessen und Ansichten haben und vertreten.
    So habe ich mir mündige Fußballer immer vorgestellt!

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  • Datum 8.11.2009 - 19:58 Uhr
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  • Quelle ZEIT ONLINE, dpa, Reuters
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