Tod von Robert Enke DFB-Präsident: "Wir sind fassungslos"
"Wir alle sind sehr betroffen und fassungslos", sagt DFB-Präsident Theo Zwanziger über den Tod von Robert Enke.
© Boris Streubel/Getty Images

Theo Zwanziger, der Präsident des Deutschen Fußballbundes, ist tief betroffen
Frage: Herr Zwanziger, wie haben Sie die Nachricht vom Tod Robert Enkes erfahren?
Theo Zwanziger: Ein Journalist hat mich informiert. Danach hat Oliver Bierhoff angerufen...
Frage: ...der Manager der Nationalmannschaft...
Zwanziger: ...er kennt die Familie ganz gut und hat auch mit ihr gesprochen. Wir können der Familie nur unsere Trauer und unser Mitgefühl ausdrücken. Wir beim DFB sind alle sehr betroffen und fassungslos.
Frage: Die Polizei und Enkes Berater sprechen von einem Suizid. Können Sie sich erklären, warum es dazu gekommen sein könnte?
Zwanziger: Das ist für uns alles unerklärbar. Wir müssen jetzt die Nacht und den Mittwochmorgen abwarten. Auch über die Planungen für das Länderspiel am Samstag gegen Chile habe ich natürlich noch nicht nachgedacht. Am Abend einer solchen schrecklichen Nachricht denken wir allein an die Angehörigen.
Frage: Haben Sie Robert Enke als labil erlebt?
Zwanziger: Natürlich weiß auch ich, was er alles in seinem Leben erlebt hat. Aber er hat ja gerade wieder gespielt und man konnte ein gutes Gefühl haben. Man erkennt eben nicht, wie es drinnen aussieht – vielleicht anders, als man sich das vorstellt.
Die Fragen stellte Robert Ide.
(Erschienen im gedruckten Tagesspiegel vom 11.11.2009)
- Datum 11.11.2009 - 09:56 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE, Tagesspiegel
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