Handspiel gegen Irland
Thierry Henry dachte an Rücktritt
Frankreichs Fußballstar als reuiger Sünder: Die Kritik an seinem Handspiel hat Henry schwer getroffen – so schwer, dass er seine internationale Karriere beenden wollte.
© Lionel Bonaventure/AFP/Getty Images

Frankreichs Fußballstar Thierry Henry: Sein Handspiel im Spiel gegen Irland sorgte für große Aufregung
Der französische Fußball-Nationalspieler Thierry Henry stand nach eigenen Angaben kurz vor einem Rückzug von der internationalen Fußballbühne. Die Welle der Kritik und der Empörung nach seinem Handspiel habe ihn sehr getroffen, sagte er im Interview mit der Sportzeitung L'Equipe. "Das war hart. Ich habe mich sehr, sehr allein gefühlt".
Schlussendlich habe er sich aber dafür entschieden, "mein Land nicht im Stich zu lassen", sagte der 32-Jährige weiter. Das irreguläre Tor sei ein "Fakt des Spiels", das man nun nicht mehr ändern könne.
Auf die Frage, ob er nicht doch gegenüber dem Schiedsrichter sein Handspiel hätte zugeben sollen, antwortete Henry skeptisch. "Ich war in einer Situation, in der ich so oder so nicht als Gewinner hervorgehen konnte." Der Stürmer des FC Barcelona räumte aber ein, dass er nach dem Tor "nicht so explosiv hätte jubeln dürfen". "Aber ganz ehrlich, da konnte man sich nicht beherrschen". Dafür habe er sich aber sofort nach der Partie für sein Handspiel entschuldigt.

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Der Kapitän der "Bleus" hatte am vergangenen Mittwoch im WM-Playoff-Spiel gegen die irische Nationalmannschaft in Paris den Ball zweimal mit der Hand berührt, bevor er einen Pass zu William Gallas spielte. Dieser erzielte dann das für die WM-Qualifikation der Franzosen entscheidende 1:1.
Unterdessen hat der irische Fußball-Verband die Hoffnung auf ein Wiederholungsspiel gegen Frankreich aufgegeben. Zuvor hatte der Weltverband Fifa eben dies mit dem Hinweis auf die Tatsachenentscheidung des Schiedsrichters abgelehnt.
- Datum 23.11.2009 - 16:09 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE, dpa
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