Fan-Gewalt Randale nach Pauli-Spiel in Rostock
Die einen gelten als links, die anderen als rechts: Wenn St. Pauli auf Hansa Rostock trifft, bedeutet das Krawall. Auch am Montagabend kam es zu Ausschreitungen von Fans.
Steine flogen, verletzte Polizisten, Randalierer wurden in Gewahrsam genommen - nach dem Spiel des FC Hansa Rostock gegen den FC St. Pauli ist es am Montagabend zu Auseinandersetzungen zwischen randalierenden Fußballfans und der Polizei gekommen. Als etwa 500 Fans von Hansa Rostock eine Sperre durchbrechen wollten, setzte die Polizei Wasserwerfer ein.
Wie die Polizei in Rostock berichtete, war es bereits kurz nach Ankunft der St. Pauli-Fans gegen 18.15 Uhr auf dem Weg ins Stadion zu den ersten Ausschreitungen gekommen. Einige sogenannte Fans hatten trotz eines Großaufgebotes der Polizei mit rund 1500 Einsatzkräften Flaschen und Feuerwerkskörper auf Anhänger von Hansa Rostock geworfen. Im weiteren Verlauf des Abends habe es dann immer wieder kleinere Auseinandersetzungen zwischen Anhängern der rivalisierenden Zweitligisten gegeben.
Laut Polizei wurden 23 Fans von Hansa Rostock im Laufe des Abends in Gewahrsam genommen. Ihnen werde Landfriedensbruch vorgeworfen. 27 Polizisten seien leicht verletzt worden. Meldungen über verletzte Randalierer lagen zunächst nicht vor. Knapp zwei Stunden nach Spielende hatte sich die Lage beruhigt, die zwei Sonderzüge mit rund 1400 friedlichen St.-Pauli-Fans verließen die Hansestadt.
Schon nach der Führung der Hamburger waren im St.-Pauli-Block Feuerwerkskörper abgebrannt worden. Schiedsrichter Thorsten Kinhöfer (Herne) unterbrach die Partie für drei Minuten. Das Spiel endete mit einer 0:2 Niederlage für die Rostocker. Bereits bei den Spielen beider Mannschaften in der vergangenen Saison war es zu schweren Ausschreitungen gekommen.
- Datum 03.11.2009 - 10:58 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE, dpa
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Das ist ja immer eine hitzige Debatte, aber solche Spiele und Teile der Szene überhaupt werden wohl immer radikaler. Aber da sind die Fronten sehr festgefahren und wenn man mal mit so einem "Fan" diskutiert, dann sieht man u.a. auch, dass viele Straftaten (ich spreche nicht von Böllern und Bengalos) eben als Teil der Kultur verteidigt werden.
Eine Frage bleibt aber dennoch: Muss die Öffentlichkeit, gerade bei derartigen Spielen, in Form von Leib und Leben der Beamten und natürlich Teile der Aufwendungen, allein für sie Sicherheit geradestehen?
Stadionverbote, die richtig sind, haben das Ganze vor die Stadien verlagert. Der Fussball/Verein ist aber dennoch der Anlass, der der Gewalt den Rahmen gibt.
So stehen 1500 Einsatzkräfte bereit! Und wenn es am Wochenende schwere Eskalationen zwischen Hells Angels und Banditos gibt stehen 20 Beamte hilflos und verängstigt vor einem rechtsfreien Raum!
Man möchte kein Polizist sein!
Nun ich glaube, dass explizit dieses Spiel fast komplett politisiert wurde und daher nichts mehr mit Fußball als solchem zu tun hat. Daher wäre auch ein Haften der Vereine für diese Missetaten deplaziert.
Und die Aussage, dass Beamte bei solchen politischen Veranstaltungen hilflos dastehen und Prügel beziehen, kann nur von jemandem kommen der noch nie ohne Grund zu Matsch gedroschen wurde. Es ist zwar nicht zu verallgemeinern aber ein nicht unerheblicher Teil der Uniformierten auf diesen Veranstaltungen hat es sich frei ausgesucht, da sie die einzige der 3 Parteien bilden die fast völlig von der Strafverfolgung ausgenommen ist.
In diesem Zusammenhang soll doch noch einmal auf den sog. "Gruss" (Halsabschneiden)von Deniz Naki in Richtung Rostockfans eingegangen werden: Seit über zwanzig Jahren gehe ich zu Pauli, solche Spieler braucht es bei uns nicht. Klar: erst 20 Jahre alt, intellektuell noch nicht mal Bezirksliga; man muss hoffen, dass Stani ihn sich richtig zur Brust nimmt, eine grosse Chance für Erwachsenenpädagogik! Stani sagte nach dem Spiel mit Blick auf einige Fans, dass sie eben nicht "hier" gerufen hätten, als der liebe Gott das Gehirn verteilt hat; das gilt auch für Naki: sollte Gott es mal wieder Hirn regnen lassen, wird Naki hoffentlich nach draussen geschickt...
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