Neuer Ärger beim FC Bayern Luca Toni kritisiert Trainer van Gaal
Der FC Bayern kommt nicht zur Ruhe: Erst kritisierte Philipp Lahm die Personalpolitik des Vereins. Nun attackiert Luca Toni den Trainer Louis van Gaal.
© JOHN MACDOUGALL/Getty Images

Luca Toni ist mit dem Bayerntrainer Louis van Gaal nicht einverstanden
Der Italiener rechtfertigte seine Flucht aus dem Stadion im Heimspiel gegen Schalke 04 mit der "Zermürbung von vier langen Monaten voller Entbehrungen und Unverständnis mit dem aktuellen Trainer".
Weiter ist auf seiner Homepage zu lesen: "Ich möchte die Entschuldigung gegenüber meinen Mannschaftskameraden, dem Verein und den Fans für mein impulsives, falsches Verhalten bekräftigen, das zuvor noch nie in meiner professionellen Karriere an den Tag getreten ist." Den Trainer Louis van Gaal schließt er nicht in diese Entschuldigung mit ein.
Toni wurde zu einer Geldstrafe verdonnert. Auch Philipp Lahm musste zahlen, weil er mit seiner öffentlichen Kritik an Bayerns Personalpolitik gegen vertragliche Abmachungen verstoßen hatte. Der Berliner Medienrechtler Johannes Weberling hätte sich gewünscht, "dass Lahm keinen Rückzieher gemacht, sondern die Geschichte durchgezogen hätte". Er behauptet, der Nationalspieler hätte gute Chancen vor Gericht gegen die Geldstrafe seines Klubs zu klagen: "Bei jedem Arbeitsvertrag ist ein totaler Maulkorb-Erlass rechtlich unzulässig."
Lahm hat sich inzwischen in einem Gespräch mit dem Bayern-Vorstand entschuldigt, doch Manager Uli Hoeneß kartete nach und stellte im Zeit-Interview den Sachverstand des Verteidigers in Frage. "Lahm liegt zu 90 Prozent falsch", sagte Hoeneß. Den Vorwurf, dem FC Bayern würde eine Strategie fehlen, wies Hoeneß als "lächerlich" zurück.
- Datum 13.11.2009 - 15:16 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE, dpa
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