Bundesliga 17. Spieltag Köln gewinnt Abstiegsduell gegen Nürnberg
Köln entfernt sich von der Abstiegszone; der HSV siegt im Nordderby; Leverkusen ist Herbstmeister, doch Bayern und Schalke halten Kontakt. Alle Spielberichte
1. FC Köln - 1. FC Nürnberg 3:0
© Vladimir Rys/Getty Images

Kölns Miso Brecko schießt auf das Nürnberger Tor
Der 1. FC Nürnberg überwintert auf einem Abstiegsplatz. Pedro Geromels Kopfballtreffer (37. Minute) und die Tore von Milivoje Novakovic (70./77.) bedeuteten für den "Club" die vierte Pleite nacheinander. Die Kölner verhinderten dagegen mit ihrem zweiten Heimsieg einen historischen Negativ-Rekord.
Geromel beendete nicht nur die 408-minütige Kölner Torflaute; mit den Saisontreffern acht, neun und zehn blieb dem FC zudem die bislang schlechteste Bundesliga-Bilanz (sieben Tore nach 17 Spielen) erspart.
Die Gastgeber kamen vor 44.500 Zuschauerin im Kölner WM-Stadion mit den schwierigen Platzverhältnissen besser zurecht. Taner Yalcin (7.),
Novakovic (9.) und Adil Chihi (17.) kamen zu den ersten Chancen, doch erst nach 37 Minuten war die Zeit ohne Tor für den FC beendet. Nach einem Eckball von Chihi köpfte Geromel das erste Kölner Heimtor seit dem 17. Oktober, als Novakovic zum 1:0-Siegtreffer gegen den FSV Mainz 05 getroffen hatte.
Die spielerischen Mittel waren auf beiden Seiten bescheiden. Vor allem den Nürnbergern war nach zuletzt drei Niederlagen in Serie und 0:9 Toren die Verunsicherung anzumerken. Obwohl Nürnbergs Coach Michael Oenning in Juri Judt, Pascal Bieler, Marcel Risse und Isaac Boakye gleich vier Neue brachte, änderte sich am ideen- und planlosen Spiel wenig.
In Köln dagegen kann sich Trainer Zvonimir Soldo etwas beruhigter in die Winterpause verabschieden. Erfreulich aus Kölner Sicht war zudem, dass der dritte Kölner Treffer durch ein gutes Zusammenspiel von Lukas Podolski und Novakovic zustande kam. Nach schöner Hereingabe von Rückkehrer Podolski musste Novakovic nur noch einschieben. Auf solche Szenen des Duos hatten die Kölner Fans bislang vergeblich gewartet.
1. FC Köln: Mondragón - Brecko, Geromel, Mohamad, Ehret (90. Womé) - Chihi, Petit, Pezzoni (90. McKenna), Yalcin - Novakovic (90. Ishiaku), Podolski
1. FC Nürnberg: Stephan - Judt, Wolf, Pinola, Bieler - Risse, Kluge, Mintal (62. Gündogan), Frantz - Boakye (62. Charisteas), Bunjaku
Schiedsrichter: Wagner (Hofheim)
Zuschauer: 44.500
Tore: 1:0 Geromel (37.), 2:0 Novakovic (70.), 3:0 Novakovic (77.)
Gelbe Karten: Pezzoni (3) / Kluge (2)
Gelb-Rot: - / Judt (84./wiederholtes Foulspiel)
Beste Spieler: Geromel, Novakovic / -
Hamburger SV - Werder Bremen 2:1
© Jörn Pollex/Getty Images

Aus dem Getümmel köpft Joris Mathijsen die Führung für den HSV
Die Hamburger revanchierten sich für die Pleiten der vorigen Saison, als ihnen die Bremer binnen 19 Tagen die Chancen in Pokal, Europa League und Meisterschaft verdorben hatten. Joris Mathijsen (9. Minute) mit seinem ersten Saisontor und der starke Marcell Jansen (36.) sorgten für die Tore zum 29. Sieg im 91. Nordderby, obwohl der HSV eine Stunde lang wegen eines Platzverweises in Unterzahl spielte. Für Werder traf Naldo (90.+2) in der Nachspielzeit. Der HSV festigte hinter Herbstmeister Bayer Leverkusen, Schalke 04 und Bayern München Platz vier.
Die Bremer, die zwei Spiele hintereinander verloren, rutschten mit sieben Punkten Rückstand auf den Spitzenreiter auf Platz sechs ab. Vor 57.000 Zuschauern in der ausverkauften Hamburger Arena fand Werder nie zu seinem gefürchteten Kombinationsspiel und konnte die zahlenmäßige Überlegenheit nie nutzen. Eine enttäuschende Vorstellung bot dabei Mezut Özil, der in der 65. Minute ausgewechselt wurde.
Bei leichtem Schneefall und desolaten Platzverhältnissen fand der HSV besser ins Spiel. Kombinationssicherer und zweikampfstärker bestimmten die Gastgeber das Spiel. Angetrieben vom überragenden Eljero Elia und Jansen, der sich wieder in Nationalmannschaftsform präsentierte, wurden die Bremer unter Druck gesetzt. Allerdings liefen die Hamburger in der Anfangsphase oft ins Abseits, so dass die Bremer Abwehr wenig Probleme hatte.
Nach einem Eckball von Dennis Aogo in der 9. Minute schlief die Defensive der Gäste jedoch. Jansen verlängerte und Mathijsen köpfte das 1:0. Erst nach 27 Minuten war es Naldo, der mit einem Fallrückzieher an die Latte für die erste Bremer Chance sorgte.
Direkt im Gegenzug hätte Elia schon die Vorentscheidung im Duell der beiden Nordrivalen besorgen können. Stattdessen kassierte Boateng die Rote Karte: Der Nationalspieler war letzter Mann und brachte Marko Marin zu Fall, was Schiedsrichter Florian Meyer (Burgdorf) als Notbremse wertete. Die wütenden Pfiffe der Fans verstummten allerdings schon vier Minuten später, als Elia die weit aufgerückte Bremer Abwehr düpierte, Jansen mit glänzend freispielte, so dass dieser zum 2:0 vollendete. Torhüter Wiese war weit aus seinem Tor geeilt und wurde von Jansens Lupfer kalt erwischt.
Wiese machte seinen Fehler wieder gut, als er einen Kopfball von Mathijsen mit einem Reflex abwehrte. Die linke Bremer Seite blieb ihr Schwachpunkt. Nach 57 Minuten hatte Trainer Thomas Schaaf genug und wechselte Stürmer Markus Rosenberg für Prödl ein. Gegen die einzige HSV-Spitze Petric, der nach der Pause zweimal (52./57.) am starken Wiese scheiterte, verteidigte Werder mit einer Dreierkette. In der umkämpften Partie vergaben Hunt (64./84.) und Marin (79./85.) den Anschlusstreffer, während Jansen (69.) das 3:0 verpasste.
Hamburger SV: Rost - Demel, Boateng, Mathijsen, Aogo - Rincón, Jarolim - Torun (37. Rozehnal), Jansen (90.+1 Berg) - Petric (80. Tesche), Elia
Werder Bremen: Wiese - Prödl (57. Rosenberg), Mertesacker, Naldo, Pasanen - Frings - Jensen (85. Hugo Almeida), Hunt - Özil (65. Borowski) - Pizarro, Marin
Schiedsrichter: Meyer (Burgdorf)
Zuschauer: 57.000 (ausverkauft)
Tore: 1:0 Mathijsen (9.), 2:0 Jansen (36.), 2:1 Naldo (90.+2)
Gelbe Karten: Aogo (4), Demel (3), Jarolim (3), Rincón (2) / Hunt (2), Jensen (2), Naldo (3), Prödl (1)
Rote Karte: Boateng (32./Notbremse) / -
Beste Spieler: Elia, Jansen / Wiese
Bayer Leverkusen - Borussia Mönchengladbach 3:2
© Lars Baron/Getty Images

Toni Kroos (r.) und Tranquillo Barnetta feiern den Leverkusener Sieg.
Leverkusen ist zum zweiten Mal in seiner Geschichte Herbstmeister geworden. Toni Kroos (18./69. Minute) und Eren Derdlyok (60.) schossen vor 30.150 Zuschauern die Tore für Bayer. Die Gegentreffer erzielten Roel Brouwers (37.) und Dante (54.). Die Leverkusener gehen als einziges Team nach 17 Hinrundenspielen unbesiegt in die Winterpause. "Der Herbsttitel hat keine Bedeutung, ist aber ein schöner Abschluss der hervorragenden Hinrunde", sagte der Vereinsgeschäftsführer Wolfgang Holzhäuser. "Was mir heute an meiner Mannschaft imponiert hat, war, dass sie das Spiel noch gedreht hat", lobte Bayer-Trainer Jupp Heynckes. "Das hat die Mannschaft in dieser Saison gelernt."
Gegen Mönchengladbach dominierten die Leverkusener zunächst die Partie, konnte aber auf glattem, leicht schneebedecktem Rasen wenig von dem Glanz bieten, mit dem sie sich zuvor neun Spieltage an der Tabellenspitze gehalten hatten. In der 13. Minute hatte Sami Hyypiä nach einer Ecke von Kroos die erste der wenigen Chancen: Aus zehn Metern schoss der finnische Abwehrspieler über das Tor. Fünf Minuten später passte Hyypiä auf den besser postierten Kroos, der aus kurzer Distanz zur 1:0-Führung einschoss. Es war bereits der fünfte Saisontreffer des Mittelfeldspielers.
Die Gäste standen zwar in der Defensive gut gestaffelt, agierten aber in der Offensive recht einfallslos. In der 36. Minute hatten sie die erste Torchance: Raul Bobadilla schoss von der Strafraumgrenze und zwang den Nationaltorhüter René Adler zu einer Glanzparade. 60 Sekunden später konnte Adler einen Kopfball von Rob Friend zunächst auf der Linie klären, war aber gegen den Nachschuss von Brouwers machtlos.
Nach dem Wiederanpfiff entwickelte sich das Spiel interessanter als zuvor. Die Gäste erzielten in der 54. Minute durch Dante sogar den Führungstreffer. Der Schweizer Eren Derdlyok glich sechs Minuten später zum 2:2 aus. Es war der 100. Treffer der Leverkusener gegen die Gladbacher. Gegen kein anderes Team schoss Bayer mehr Tore in der Bundesliga. Den Siegtreffer schoss Kroos: In der 69. Minute verwertete er einen Rückpass vom Nationalstürmer Stefan Kießling aus zwölf Metern Entfernung.
Bayer Leverkusen: Adler - Schwaab (60. Kadlec), Friedrich, Hyypiä, Castro - Vidal, Reinartz - Barnetta, Kroos - Kießling, Derdiyok (89. Sarpei)
Bor. Mönchengladbach: Bailly - Levels, Brouwers, Dante, Jaures (86. Colautti) - Marx (79. Lamidi), Bradley - Reus, Arango - Bobadilla (78. Neuville), Friend
Schiedsrichter: Drees (Münster-Sarmsheim)
Zuschauer: 30.150 (ausverkauft)
Tore: 1:0 Kroos (18.), 1:1 Brouwers (37.), 1:2 Dante (54.), 2:2 Derdiyok (60.), 3:2 Kroos (69.)
Gelbe Karten: Friedrich (2), Hyypiä (4) / Jaures (2)
Beste Spieler: Derdiyok, Kroos / Dante, Bobadilla
VfB Stuttgart - 1899 Hoffenheim 3:1
© Alexandra Beier/Getty Images

Cacau (M.) dreht jubelnd ab. Sami Khedira versucht den Torschützen einzufangen
Der VfB Stuttgart feierte zum Abschluss der Vorrunde im Südwest-Derby gegen 1899 Hoffenheim seinen ersten Sieg zu Hause seit dem 15. August (4:2 gegen Freiburg). Ciprian Marica per Handelfmeter (32. Minute), der kurz zuvor eingewechselte Cacau (68.) und Sami Khedira (82.) sorgten für den sehnlichst erhofften Befreiungsschlag. Maicosuel glückte vor 41.000 Zuschauern (44.) der zwischenzeitliche Ausgleich. Der wegen Meckerns bereits verwarnte Luiz Gustavo sah nach einem Foul die Gelb-Rote Karte (51.), so dass Hoffenheim früh dezimiert war.
Bei den Kraichgauern fiel ein Quintett aus: Trainer Ralf Rangnick musste an seiner alten Wirkungsstätte auf Torhüter Timo Hildebrand, Demba Ba, Marvin Compper (alle Schweinegrippe), Andreas Beck (Muskelfaserriss) und Sejad Salihovic (gesperrt) verzichten. Beim VfB fehlten die Mittelfeldakteure Zdravko Kuzmanovic und Thomas Hitzlsperger (beide Muskelfaserriss). Für den rot-gesperrten Schlussmann Jens Lehmann kam Sven Ulreich zu seinem ersten und insgesamt zwölften Bundesliga-Einsatz seit dem 31. Mai 2008. Der 21-Jährige machte seine Sache gut.
Beide Teams hatten im Mercedes-Benz Arena bei minus 17 Grad Probleme mit den schwierigen Bedingungen, lösten aber angesichts der widrigen Umstände ihre Sache ordentlich. Hoffenheim zeigte ansatzweise, über welch hohes spielerisches Potenzial die Mannschaft verfügt. Der VfB kam aber nach kleinen Anlaufproblemen immer stärker auf. Die erste gute Chance vergab Christian Träsch, der aus 14 Metern übers Tor schoss.
Nach gut einer halben Stunde gingen die Schwaben etwas glücklich in Führung. 1899-Verteidiger Andreas Ibertsberger sprang der Ball im Strafraum an die Hand. Marica verwandelte den Elfmeter sicher zum 1:0. Es war der erste Bundesliga-Saisontreffer des Rumänen. Die Gäste ließen sich dadurch aber nicht verunsichern und kamen verdient zum Ausgleich. Maicosuel drosch einen Freistoß aus 20 Metern unhaltbar ins Tor. Beinahe wäre Hoffenheim sogar noch das 2:1 gelungen, aber Ulreich wehrte den Ball nach einem Abpraller von Serdar Tasci reaktionsschnell zur Ecke ab.
Nach dem Seitenwechsel setzen beide Kontrahenten weiter auf die Offensive. Die erste Chance hatten wieder die Stuttgarter: Nach perfektem Zuspiel von Marica schob Pawel Pogrebnjak den Ball aus guter Position vorbei (48.). Dann hatte Hoffenheims Keeper Daniel Haas zweimal Glück bei Schüssen von Arthur Boka (62.) und Träsch (63.), ehe er gegen Cacau machtlos war. Der Nationalstürmer war von Pogrebnjak bestens in Szene gesetzt worden. Die große Chance zum dritten Tor vergab Timo Gebhart (81.), der nur noch Hoffenheims Keeper Haas vor sich hatte, aber Nerven zeigte. Besser machte es Khedira 60 Sekunden später.
VfB Stuttgart: Ulreich - Celozzi, Tasci, Delpierre, Boka - Träsch, Khedira - Gebhart (89. Magnin), Hleb (67. Rudy) - Pogrebnjak, Marica (60. Cacau)
1899 Hoffenheim: Haas - Ibertsberger, Simunic, Nilsson (76. Terrazzino), Eichner - Vorsah, Luiz Gustavo - Obasi, Carlos Eduardo (46. Vukcevic), Maicosuel - Ibisevic
Schiedsrichter: Gräfe (Berlin) - Zuschauer: 41.000
Tore: 1:0 Marica (32./Handelfmeter), 1:1 Maicosuel (44.), 2:1 Cacau (68.), 3:1 Khedira (82.)
Gelbe Karten: Delpierre (3), Gebhart (6), Marica (2) / Obasi (3)
Gelb-Rot: - / Luiz Gustavo (52./Foulspiel)
Beste Spieler: Pogrebnjak, Khedira / Maicosuel, Simunic
FC Bayern München - Hertha BSC 5:2
© Alexander Hassenstein/Getty Images

Mario Gomez (l.) umkurvt Herthas Torwart Jaroslav Drobny
Der FC Bayern München hat sich mit dem höchsten Heimsieg der Saison in die Winterpause verabschiedet. In einem unterhaltsamen Spiel gegen eine maßlos überforderte Hertha aus Berlin trafen Daniel van Buyten (16. Minute), Mario Gomez (31.), Arjen Robben (33.), Thomas Müller (60.) und Ivica Olic (77.) für die Bayern. Beim ersten Berliner Treffer lenkte Martin Demichelis einen Ball von Adrion Ramos ins eigene Tor (71.). Raffael (90.) machte es dann ohne Münchner Hilfe.
Die seit 16 Spielen sieglose Hertha muss nach der Winterpause auf ein kleines Wunder hoffen, um den Abstieg noch zu vermeiden. Dagegen hat der Tabellendritte FC Bayern noch gute Chancen, den Titel zu gewinnen.
Trotz eisiger Kälte kamen 69.000 Zuschauer in die Allianz Arena. Zum 100. Mal nacheinander – auswärts und daheim – war damit ein Bundesligaspiel der Bayern ausverkauft. Auch ohne die ersehnte Rückkehr des verletzten Mittelfeldstars Franck Ribéry war die Mannschaft von Trainer Louis van Gaal gegen die schwache Hertha klar besser.
Mit seinen Offensivkräften Robben, Olic & Co. stellte der FC Bayern die behäbigen Berliner mehrfach vor Probleme. Der ersten Treffer der Münchner aber war die Co-Produktion zweier Abwehrspieler: Eckball Holger Badstuber, Kopfball van Buyten - 1:0. Nach dem vierten Saisontreffer des Belgiers wirkten die Gäste noch mutloser und gerieten schon vor der Pause uneinholbar in Rückstand.
Philipp Lahm, der den gesperrten Mark van Bommel als Kapitän vertrat, legte den Ball vor das Tor und Gomez war zur Stelle. Das 2:0 war für ihn der Lohn für eine engagierte Leistung, die bereits zweimal zuvor (9./12.) zu einem Treffer hätte führen können. Zwei Minuten später leitete der frühere Stuttgarter das 3:0 ein. Herthas Torwart Jaroslav Drobny wehrte den Ball auf Robben ab, der zum 3:0 einschoss.
In der Berliner Abwehr ging es chaotisch zu, und warum die Mannschaft von Coach Friedhelm Funkel erst elf Tore erzielt hat, dokumentierte sie in der 40. Minute. Nach einer Hereingabe von Raffael, der Demichelis den Ball abgenommen hatte, störten sich Ramos und Maximilian Nicu gegenseitig.
Nach der Pause vergab Gomez (49.) zu lässig eine große Chance. Besser machten es Robben und Müller mit dem sehenswerten Kombinationsspiel nach einer Stunde zum 4:0. Einem weiteren Kopfballtreffer von van Buyten (61.) verweigerte Schiedsrichter Marco Fritz die Anerkennung. Wenig später hatte Bastian Schweinsteiger Pech mit einem Freistoß an das Lattenkreuz (64.).
Nach dem 1:4 - Demichelis hatte den Ball von Ramos unglücklich ins eigene Tor gelenkt - ging es weiter nach vorne. Der Lohn war das
5:1 durch den lauffreudigen Olic, der von Gomez freigespielt worden war. Als die Münchner schon feierten, traf Raffael zum 2:5.
Bayern München: Butt - Lahm, van Buyten, Demichelis, Badstuber (72. Braafheid) - Robben, Schweinsteiger, Pranjic, Müller (63. Altintop) - Gomez, Olic (80. Klose)
Hertha BSC: Drobny - Friedrich, Janker, von Bergen, Pejcinovic - Piszczek, Lustenberger, Cicero, Nicu (67. Kringe) - Raffael - Ramos
Schiedsrichter: Fritz (Korb)
Zuschauer: 69.000 (ausverkauft)
Tore: 1:0 van Buyten (16.), 2:0 Gomez (31.), 3:0 Robben (33.), 4:0 Müller (60.), 4:1 Ramos (71.), 5:1 Olic (77.), 5:2 Raffael (90.)
Gelbe Karten: - / Cicero (2)
Beste Spieler: Robben, Schweinsteiger, Gomez / -
Borussia Dortmund - SC Freiburg 1:0
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Lucas Barios (r.) köpft das 1:0 für den BVB
Borussia Dortmund baute seine Erfolgsserie auf zehn ungeschlagene Partien aus und überwintert auf einem Startplatz für den Europapokal . Vor 80.100 Zuschauern im Signal Iduna Park schoss Lucas Barrios (19.) das Tor für die Borussia. Für den bisher auswärtsstarken SC Freiburg war es nach zuletzt zwei Unentschieden das dritte sieglose Spiel in Serie.
Bereits vor der Partie herrschte im Stadion prächtige Stimmung. Mit einer riesigen Choreographie gratulierten die Fans auf den Süd-Tribünen dem BVB zu seinem 100. Geburtstag. Trotz schwieriger Bodenverhältnisse bei 10 Grad unter Null entwickelte sich ein unterhaltsames Spiel. Der Dortmunder Kevin Großkreutz (11.) prüfte mit einem Schuss aus 12 Metern Freiburgs Schlussmann Simon Pouplin, auf der Gegenseite parierte Roman Weidenfeller einen Schuss von fand Daniel Caligiuri (16.).
Die erste gelungene Kombination des Spiels brachte der Borussia die Führung. Eine genaue Flanke von Außenverteidiger Marcel Schmelzer köpfte Barrios aus kurzer Distanz zu seinem 9. Saisontreffer. An den Kräfteverhältnissen auf dem Platz änderte sich jedoch wenig: Die frech spielenden Freiburger waren gleichwertig. Der Schuss von Stefan Reisinger (22.) und ein Freistoß von Ivica Banovic (33.) hätten fast den Ausgleich gebracht. Die Dortmunder Führung zur Halbzeit war deshalb glücklich.
Auch nach Wiederanpfiff taten sich die Freiburger mit dem hart gefrorenen Boden leichter. Nur eine schnelle Reaktion von Dortmunds Torwart Weidenfeller nach einem Abwehrfehler verhinderte den möglichen Ausgleich durch Reisinger (52.). Die Dortmunder waren zwar weiter bemüht, taten sich aber im Spiel nach vorn schwer. In einer ereignislosen Schlussphase mit vielen Fehlpässen auf beiden Seiten rettete der BVB die knappe Führung glücklich über die Zeit.
Borussia Dortmund: Weidenfeller - Owomoyela (74. Dede), Subotic, Hummels, Schmelzer - Bender, Sahin - Blaszczykowski (78. Valdez), Zidan (90. Felipe Santana), Großkreutz - Barrios
SC Freiburg: Pouplin - Cha, Bastians, Butscher, Mendy - Makiadi (84. Bechmann), Banovic (62. Flum) - Caligiuri, Abdessadki - Reisinger, Idrissou (73. Jäger)
Schiedsrichter: Sippel (München) - Zuschauer: 80.100
Tor: 1:0 Barrios (19.)
Gelbe Karten: - / Banovic (2)
Beste Spieler: Subotic, Schmelzer / Caligiuri, Pouplin
Hannover 96 - VfL Bochum 2:3
© Jörn Pollex/Getty Images

Jan Schlaudraff trifft zur Führung für Hannover
Der um den Klassenerhalt kämpfende VfL Bochum gewann trotz eines 0:2-Pausenrückstandes in Hannover. In seinem ersten Saisonspiel von Beginn an hatte Jan Schlaudraff (6./33. Minute) die Gastgeber vor 33.875 Zuschauern in Führung gebracht, doch der VfL punktete dank der Treffer von Paul Freier (52.), Joel Epalle (54.) und Christian Fuchs (86.) zum dritten Mal in Folge auswärts. Hannover 96 setzte mit der Niederlage seine negative Serie fort und verpasste im sechsten Spiel hintereinander einen Sieg.
Hannover 96 bot eine Woche nach den drei Eigentoren in Mönchengladbach nur eine Halbzeit eine halbwegs ordentliche Partie. Bei eisigen Temperaturen versuchten die durch sieben Ausfälle geschwächten Gastgeber den VfL unter Druck zu setzen. Doch spielerisch sah das nur selten überzeugend aus. Zudem zeigte die Abwehr oft Unsicherheiten.
Dennoch fiel die Führung früh für Hannover: Nach einem Querpass von Arnold Bruggink spielte Jan Schlaudraff zwei Bochumer elegant aus und traf ins Tor. Beim zweiten Treffer schoss er einen schönen Rückpass von Steven Cherundolo mit rechts direkt ins rechte untere Toreck. In der 74. Minute hatte Schlaudraff die große Chance, sein drittes Tor zu erzielen.
Die Bochumer ließen sich nicht aus der Ruhe bringen. Unmittelbar nach dem Wechsel drehten die sie die Partie. Zunächst nutzte Freier die Unachtsamkeit in Hannovers Defensive mit einem Schuss aus knapp zehn Metern aus, kurz danach traf Epalle mit einem Fernschuss. Die Abwehr der Niedersachsen wirkte danach noch verunsicherter. Bochum dominierte in der Folge die Partie. Belohnt wurde das Engagement durch einen schönen, unhaltbaren Freistoß von Fuchs.
Hannover 96: Fromlowitz - Cherundolo, Haggui, Schulz, Rausch - Balitsch - Pinto (68. Rama), Djakpa (89. Büchler) - Bruggink (88. Eggimann) - Hanke, Schlaudraff
VfL Bochum: Heerwagen - Concha, Maltritz, Mavraj, Fuchs - Dabrowski - Prokoph, Dedic (46. Freier) - Ono (46. Johansson) -
Epallé, Hashemian (90.+1 Grote)
Schiedsrichter: Kircher (Rottenburg) - Zuschauer: 33.875
Tore: 1:0 Schlaudraff (6.), 2:0 Schlaudraff (33.), 2:1 Freier (52.), 2:2 Epallé (54.), 2:3 Fuchs (86.)
Gelbe Karten: Balitsch (5), Bruggink (3), Cherundolo (4) / Grote (3), Johansson (1)
Beste Spieler: Schlaudraff, Fromlowitz / Freier, Epallé
Eintracht Frankfurt - VfL Wolfsburg 2:2
© Thorsten Wagner/Getty Images

Zwischen Frankfurt und Wolfsburg ging der Ball vier Mal ins Netz
Armin Veh und seinem VfL Wolfsburg ist das Remis in Frankfurt zu wenig. Der deutsche Meister wartet seit fünf Spielen nun auf einen Sieg. Der Abwehrspieler Maik Franz hatte die Frankfurter mit seinem fünften Saisontreffer in Führung geschossen (26. Minute). Die Wolfsburger Edin Dzeko (37.) und Josué (69.) drehten die Partie, ehe Alexander Meier zehn Minuten später doch noch ausglich.
Die seit vier Partien ungeschlagene Eintracht legte mit 24 Punkten nach 17 Spielen die beste Hinrunde seit der Saison 1993/94 hin, als sie Herbstmeister wurde. Die Wolfsburger brachten sich durch Abwehr- und Abschlussschwächen um den Sieg. Außerdem machte sich das Fehlen von Spielmacher Zvjezdan Misimovic bemerkbar, der wegen einer Oberschenkelzerrung aussetzen musste.
Die erste Chance des Spiels hatte die Eintracht durch Selim Teber (11. Minute). Doch danach dominierte die Offensivabteilung des VfL. Grafite vergab jedoch gleich zwei dicke Chancen zur Führung: Erst schoss er bei einem Konter am Tor vorbei, dann traf er nach einem Heber seines Sturmpartner Edin Dzeko nur das Außennetz. Auch Karim Ziani hätte in der Anfangsphase das 1:0 für die Wolfsburger erzielen können.
Überraschend jubelte dann die Eintracht. Bei einem Freistoß von Benjamin Köhler offenbarten die Wolfsburger wieder einmal ihre Schwächen bei Standards und ließen Franz, der von 2001 bis 2006 in Wolfsburg unter Vertrag stand, frei zum Kopfball kommen. Doch Dzeko schloss gute zehn Minuten später ein Zuspiel von Christian Gentner mit einem präzisen Flachschuss zum 1:1 ab.
Nach dem Wechsel wurde die Partie etwas zerfahrener. Wolfsburg wirkte zwar abgeklärter, kam aber nur noch selten vor das gegnerische Tor. Doch dann war Josué mit seinem ersten Saisontor gegen die unsortierte Abwehr der Eintracht zur Stelle. Doch Alexander Meier, der mit einem Flachschuss VfL-Torwart Diego Benaglio überwand, rettete den Frankfurtern das Unentschieden.
Eintracht Frankfurt: Nikolov - Franz, Chris, Russ, Spycher - Teber, Schwegler - Ochs, Meier, Köhler (71. Caio) - Liberopoulos
VfL Wolfsburg: Benaglio - Pekarik, Madlung, Barzagli, Johnson - Josué, Gentner - Riether, Ziani - Grafite, Dzeko
Schiedsrichter: Stark (Ergolding) - Zuschauer: 41.700
Tore: 1:0 Franz (26.), 1:1 Dzeko (37.), 1:2 Josué (69.), 2:2 Meier (79.)
Gelbe Karten: Liberopoulos (3) / Grafite (3)
Beste Spieler: Schwegler, Franz / Gentner, Dzeko
Schalke 04 - Mainz 05 1:0
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Jefferson Farfan erzielt gegen den Mainzer Torwart Heinz Müller den Schalker Siegtreffer
Sollte der bisherige Tabellenführer Bayer Leverkusen (32 Punkte) gegen Borussia Mönchengladbach nicht siegen, würden die Schalker mit 34 Punkten als Erster in die Winterpause gehen. Der überragende Jefferson Farfán (12. Minute) erzielte durch sein sechstes Saisontor den Treffer des Abends. Nach dem sechsten Heimspiel nacheinander ohne Niederlage könnte Schalke zum dritten Mal nach 1971/72 und 2000/01 als Führender in die zweite Saisonhälfte starten.
"Wir hätten schon früher alles klar machen können und haben uns das Leben lange selber schwer gemacht", kritisierte Schalkes Trainer Felix Magath das Spiel seiner Mannschaft, während seine Spieler in der Kälte eine Ehrenrunde drehten und sich von den Fans feiern ließen.
Gegen die Mainzer zeigte Schalke vor 60.852 Zuschauern kein attraktives Spiel, kam aber dank effektiver Spielweise und kompakter Defensive zu einem hochverdienten Sieg. Die Gäste waren zu harmlos und sind nun seit sechs Auswärtspartien sieglos. Die einzige Torchance der enttäuschenden Mainzer vergab Chadli Amri (55.).
Nachdem die Schalker Chancen in den ersten zehn Minuten durch Marcelo Bordon, Benedikt Höwedes und Ivan Rakitic ungenutzt ließen, vollendete Farfán die schönste Kombination der ersten Hälfte mit einem kunstvollen Schlenzer. Nach direktem Zuspiel von Lewis Holtby überwand der Peruaner Keeper Heinz Müller.
Mehr Glück hatte der Mainzer Schlussmann wenig später gleich zweimal innerhalb einer Minute. Zunächst traf Heiko Westermann aus kurzer
Distanz freistehend den Ball nicht, dann konnte Müller eine Ecke von Rakitic gerade noch an die Latte lenken (21.). Die Mainzer fanden nur selten den Weg in den Strafraum der Schalker, die Spitzen Aristide Bancé und Amri setzten sich kaum in Szene. Die Schalker ließen es nach einer halben Stunde druckvollen Spiels ruhiger angehen, so dass die Mainzer froh sein konnten, nur mit 0:1 zur Pause zurück zu liegen.
Nach dem Wechsel übernahm wieder Schalke die Initiative. Eine Minute war gespielt, als Kevin Kuranyi per Außenrist nur das Außennetz traf.
Im weiteren Verlauf hatten die Gastgeber erneut durch Kuranyi (59./64./79.) und Westermann (65.) gute Tormöglichkeiten, um das Spiel höher zu gewinnen. Doch der beste Mainzer, Torwart Müller, war stets zur Stelle.
FC Schalke 04: Neuer - Zambrano, Westermann, Bordon, Schmitz -Höwedes, Matip - Farfán (83. Moravek), Rakitic (75. Sanchez), Holtby (53. Moritz) - Kuranyi
FSV Mainz 05: Müller - Heller, Bungert, Noveski, Löw - Hoogland, Karhan, Pekovic (46. Baljak), Soto (75. Polanski) - Bancé, Amri (62. Schürrle)
Schiedsrichter: Aytekin (Oberasbach)
Zuschauer: 60.852
Tor: 1:0 Farfán (12.)
Gelbe Karten: - / Polanski (1)
Beste Spieler: Rakitic, Farfán / Soto, Karhan
- Datum 20.12.2009 - 20:19 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE, dpa
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Wenn die Führung des Club nun meint, das sei es gewesen, kann man nur sagen, jetzt beginnt erst die Arbeit des Umbaues. Nachdem offensichtlich Peer Kluge den Verein verlassen wird, müssen zu aller erst einmal die Blindgänger beseitigt werden und durch hervorragende Aufsteiger aus der Vereinsjugend ersetzt werden. Oder glaubt dieser Bader immer noch er wäre nicht zu ersetzen. Was hat er denn dem Verein für sog. "Spielermaterial" angeliefert, da kann einem doch nur schlecht werden und er trägt die Verantwortung als sog. Sportdirektor. Wobei die Betonung mehr auf Frühstücksdirektor, als auf Sachverständnis von Sport geprägt ist.
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