Nationalmannschaft Löw bleibt bis 2012 Bundestrainer
Vertragsverlängerung per Handschlag: Der DFB legt die Geschicke der Nationalelf weiterhin in die Hände von Joachim Löw. Auch Manager Bierhoff und der Trainerstab bleiben.
Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) setzt weiter auf Joachim Löw: Der 49-Jährige einigte sich bereits am Dienstag mit DFB-Präsident Theo Zwanziger mündlich über einen neuen Vertrag bis 2012, wie jetzt bekannt wurde. "Für uns stand nie infrage, dass wir mit dem Bundestrainer weiterarbeiten wollen. Ich bin froh, dass wir uns per Handschlag auf eine Vertragsverlängerung einigen konnten und nun in Ruhe ins WM-Jahr gehen können", sagte Zwanziger.
Die weiteren Details der Vereinbarung sollen im Januar vereinbart werden. Ganz oben auf der Prioritätenliste stehen unter anderem die Zuständigkeit für die U-21-Nationalmannschaft als "Zulieferer" für das A-Team, das Konzept des gesamten Trainerstabs sowie die Entwicklung eines möglichen zentralen Leistungszentrums.
Löw hatte das Bundestraineramt nach der Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland von seinem ehemaligen Chef Jürgen Klinsmann übernommen und das Team bei der EM 2008 zu Platz zwei geführt. Souverän gelang auch die Qualifikation für die WM 2010 in Südafrika. Löw kann überdies die beste Bilanz der bisherigen zehn Bundestrainer aufweisen: Bei insgesamt 45 Länderspielen stehen 31 Siege, acht Unentschieden und sechs Niederlagen zu Buche.
Grundsätzlich einig ist sich der DFB mit der kompletten sportlichen Leitung einschließlich Teammanager Oliver Bierhoff. Auch hier müssten noch Details einer Vertragsverlängerung geklärt werden. Löw hat zur Bedingung gemacht, dass sein gesamter Stab – bestehend aus Kotrainer Hansi Flick, Torwarttrainer Andreas Köpke, Chefscout Urs Siegenthaler und Bierhoff – beim DFB bleiben.
Das Trainerteam hat hohe Ansprüche. Mit Blick auf die WM 2010 in Südafrika sagte Löw zuletzt: "Wenn eine deutsche Mannschaft bei einem Turnier antritt, kann man nicht mit dem Ziel starten, nur die Gruppenphase zu überstehen. Das kann ja nicht unser Anspruch sein." Die Nationalelf trifft in der Vorrundengruppe D auf Australien, Serbien und Ghana in Durban (13. Juni), Port Elizabeth (18. Juni) und Johannesburg (23. Juni).
DFB-Präsident Zwanziger unterstrich, dass der neue Vertrag für Löw unabhängig vom Abschneiden bei der WM gelte. Es gehe um grundsätzlichere Dinge. "Wir sind sehr zufrieden mit der Arbeit von Löw und seinem Trainerstab, es besteht ein großes Vertrauensverhältnis", sagte Zwanziger.
- Datum 17.12.2009 - 11:15 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE, dpa
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